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Kartellamt unterstützt Preisbremse Bierpreisdeckel für Münchner Wiesn rechtlich zulässig

Die umstrittene Bierpreis-Bremse auf dem Oktoberfest für die kommenen drei Jahre ist rechtens - zumindest wenn es nach dem Landeskartellamt geht. Die Behörde erklärte, sie werde die geplante Höchstpreisklausel der Stadt München nicht beanstanden.

Von: Sabine Weis und Matthias Morgenroth

Stand: 06.03.2017

 Eine Maß Bier wird in einem Festzelt beim Gäubodenvolksfest in Straubing (Bayern) hochgehoben. | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

Der Landeskartellbehörde zufolge soll aber gleichzeitig regelmäßig geprüft werden, ob die Preise angemessen sind. Bis einschließlich 2019 soll die Maß Bier nach den Plänen der Landeshauptstadt höchstens 10,70 Euro kosten dürfen - das ist der Maximalpreis des vergangenen Jahres. Dagegen hatten die Wiesn-Wirte protestiert.

Spätestens im Mai wird entschieden

Bürgermeister und Münchner Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU) will den mit der Kartellbehörde abgestimmten Vorschlag zur Deckelung des Bierpreises aber zum Teil seiner Wiesn-Beschlussvorlagen machen.

Der Wirtschaftsausschuss entscheidet wahrscheinlich in seiner Sitzung Anfang Mai endgültig über die Bierpreis-Deckelung auf dem Oktoberfest, vielleicht aber auch früher. Die nächste Sitzung ist Ende März.

Zugleich will der Wiesn-Chef von den Wirten statt rund 3,5 Millionen künftig etwa 8,5 Millionen Euro Platzmiete kassieren. Die Standgebühr für die Bierzelte will Schmid dazu durch eine Umsatzpacht ersetzen. Die Rede war von etwa fünf Prozent. Die Details werden noch durchgerechnet. Die Wirte hatten bereits gegen die Pläne protestiert.

Höhere Sicherheitsvorkehrungen wegen der Terrorsorgen hatten die Kosten für die Wiesn im vergangenen Jahr um einen mittleren einstelligen Millionenbereich nach oben getrieben. Das Volksfest war erstmals rundum abgesperrt, große Taschen durften nicht mitgenommen werden. Unter anderem für die Kontrollen an den Zugängen hatte die Stadt 450 Ordner engagiert, 200 mehr als bisher. Allein diese sollen mit 3,6 Millionen Euro zusätzlich zu Buche geschlagen haben.


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