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Bienenklau in Oberbayern Wer kennt die Völker, wer die Namen?

Bienen sind für das Fortleben der Natur von großer Bedeutung und für die Imker eine wichtige Einkommensquelle. Im Frühjahr werden viele Bienenvölker gestohlen. Der Schaden beträgt zum Teil tausende Euro für die Imker. Außerdem ist die Aufklärungsquote gering.

Von: Moritz Steinbacher

Stand: 21.04.2017

Bienen fliegen aus einem Bienenstock. | Bild: BR/Viktoria Wagensommer

Es geschah vermutlich in der Nacht. Rund 120.000 Bienen wurden einem Imker aus Eglfing, im Landkreis Weilheim-Schongau Mitte März gestohlen. Sachschaden laut Polizei: rund 20.000 Euro. Kein Einzelfall. Im Landkreis Eichstätt gab es im April auch 2 Fälle von Bienendiebstahl. Gerade im Frühjahr werden Bienenvölker geklaut. Eckard Ratke vom Landesverband bayerischer Imker:

"Nun es gibt eben einige Imker, die im Winter aus welchem Grund auch immer ihre Bienenvölker verlieren und den scheinbar einfachen Weg gehen, Bienenvölker bei einem Kollegen zu entwenden."

Eckard Radke

Bienendiebe sind meist vom Fach:

"Ja also es stimmt mich natürlich traurig, das es in der Regel Imker schon auch sind, die ihre Kollegen bestehlen aber schwarze Schafe gibt es halt scheinbar auch bei den Imkern. Ein Bienenhaus kann man natürlich abschließen,  aber auch so ein Schloß lässt sich knacken."

Eckard Radke

Und: Bienenklau scheint eine sichere Sache zu sein, denn die Aufklärungsquote ist sehr gering: Die Stöcke stehen meist auf unbeobachteten Wiesen und Bienen sehen alle gleich aus.

Sie nach einem Diebstahl zu identifizieren ist nahezu unmöglich. Aber: Imker können sich schützen und zwar mit kleinen GPS Sendern, die in Bienenkästen versteckt werden.

Trotz vieler Widrigkeiten wird die Imkerei in Bayern immer beliebter


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