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Arbeitsmarkt Oberbayern Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

In Oberbayern ist im August die Zahl der Arbeitslosen um 4.380 auf aktuell 81.191 gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent.

Von: Oliver Tubenauer

Stand: 31.08.2017

Symbolbild: Das Wappen von Oberbayern, Bayernkarte | Bild: BR, Montage: BR

Christian Bockes, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, bezeichnet diesen Anstieg als üblich für einen August. Denn im Sommer melden sich junge Menschen nach ihrem Schul- oder Ausbildungsabschluss arbeitslos, bevor sie im Herbst mit dem Studium oder der Arbeit beginnen.

Jobs für viele Langzeitarbeitslose

Im Vergleich zum August 2016 sei die Arbeitslosigkeit in Oberbayern zwar weniger gesunken als in den anderen bayerischen Bezirken, dennoch gebe es positive Signale, so Bockes. Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit sei in absoluten Zahlen am höchsten. Mittlerweile seien 3.625 Menschen weniger in der Grundsicherung als vor einem Jahr.

Viele ausländische Arbeitslose

Eine Besonderheit in Oberbayern ist der hohe Anteil an ausländischen Arbeitslosen. Dieser liegt mit 35 Prozent deutlich über dem gesamtbayerischen Mittelwert von 28 Prozent. Dieses Phänomen sei vor allem auf den Ballungsraum München zurückzuführen: Allein dort seien 36.775 Menschen arbeitslos gemeldet, rund 44 Prozent davon Ausländer.

Gute Aussichten für Jugendliche und Schwerbehinderte

Positivere Werte hat Oberbayern dagegen bei der Jugendarbeitslosigkeit zu verzeichnen. Mit einem Anteil von 11,2 Prozent weist Oberbayern hier den besten Wert unter den bayerischen Bezirken auf – bayernweit liegt dieser Wert bei 13,3 Prozent. Und auch der Anteil arbeitsloser Schwerbehinderter liegt mit 7,3 Prozent in Oberbayern deutlich unter dem gesamtbayerischen Mittelwert von 9,2 Prozent.

Mit einer Arbeitslosenquote von 1,6 Prozent hat der Landkreis Eichstätt weiterhin den besten Wert im gesamten Freistaat aufzuweisen. Mit 4,7 Prozent ist die Stadt Rosenheim weiterhin das Schlusslicht in Oberbayern. 


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