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In der Neujahrsnacht Großes Feuerwerk, kleinere Brände - Silvesterbilanz Oberbayern

Die Silvesternacht in München und Oberbayern hat für die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten zu zahlreichen Einsätzen geführt. Es gab ein großes Feuerwerk und zahlreiche kleinere Brände.

Von: Henning Pfeier

Stand: 01.01.2018

Die Einsätze zum Jahreswechsel auf 2018 sind nach vorläufiger Einschätzung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst nicht über das übliche Maß hinausgegangen. Dank des klaren Wetters war das Feuerwerk über München besser zu sehen als in früheren Jahren.

Verletzungen duchch Feuerwerkskörper und Auseinandersetzungen

Es kam zu einer Reihe von Bränden, Verletzungen durch Feuerwerkskörper und tätlichen Auseinandersetzungen. In München feierten rund um den Friedensengel rund 7.000 Menschen, auf dem Marienplatz kamen etwa 6.000 und im Olympiapark 4.000 Feiernde zusammen. In der Landeshauptstadt registrierte die Polizei von gestern Abend bis heute Früh rund 240 Einsätze mit Bezug zu Silvester. In 64 Fällen handelte es sich hauptsächlich um Streitereien, laut Münchner Branddirektion mussten 83 kleinere Brände bekämpft werden, überwiegend waren Mülltonnen und hecken in Brand geschossen worden.

Absturz bei Selfie in München

Mehr als 450 (458) mal wurden Rettungsdienste und Notärzte gerufen. Im Stadtteil Maxvorstadt brach kurz nach Mitternacht eine 14-Jährige bei einem Selfie mit Freunden durch die Glaskuppel eines Flachdachs und stürzte mehrere Meter tief. Die Jugendliche erlitt schwere Verletzungen an den Lendenwirbeln. Im Stadtteil Kirchtrudering griff vier Stunden nach Mitternacht ein offenbar verwirrter junger Mann einen Passanten an und drückte seine Finger gezielt in die Augen des 58-Jährigen. Anwohner verständigten die Polizei, die den 20-Jährigen aus dem Landkreis Regen festnahm. Er wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen an beiden Augen.

Ingolstädter beschießt Nachbarn mit Schreckschusspistole

Im Bereich des Präsidiums Ingolstadt meldet die Polizei ebenfalls mehr als 200 Silvestereinsätze (247). In Manching im Landkreis Pfaffenhofen soll ein 60-Jähriger gegen ein Uhr mit einer Schreckschusswaffe im Streit auf Nachbarn geschossen haben. Verletzt wurde niemand. Die Polizei stellte bei dem Mann fünf Schreckschusswaffen und einen Elektroschocker sicher.

Stallbrand in Obertaufirchen

Das Polizeipräsidium Rosenheim meldet knapp über 200 (208) Einsätze, darunter zwei größere Brände, bei denen Feuerwerkskörper eine Rolle gespielt haben könnten. In Obertaufkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn brannte im Ortsteil Frauenornau kurz nach 20 Uhr eine Stallung nieder. Das eingestellte Milchvieh konnte gerettet werden. Verletzt wurde niemand, der Schaden liegt bei 250.000 Euro.

Eine Viertelmillion Euro Schaden in Geretsried

Ein ähnlich hoher Schaden entstand bei dem Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in Geretsried im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Kurz nach Mitternacht war ein Balkon im dritten Stock in Brand geraten, die Flammen griffen auf den Dachstuhl über. Wegen des dichten Qualms mussten alle etwa zwanzig Bewohner das Gebäude verlassen. In Fischbachau im Landkreis Miesbach wurde ein sechsjähriges Mädchen von einer verirrten Silvesterrakete im Gesicht getroffen. Das Kind wurde in eine Münchner Klinik gebracht.


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