Chiemsee-Schatz Landkreis Traunstein kauft Goldkessel nicht
Der Landkreis Traunstein kauft den im Chiemsee gefundenen Goldkessel nicht. Der Kreisausschuss hat sich am Mittwoch Vormittag (23.1.) einstimmig dagegen ausgesprochen, bei einer möglichen Versteigerung in der Schweiz mitzubieten.
Der über zehn Kilo schwere Kessel aus purem Gold mit keltischen Verzierungen ist 2001 von Schatzsuchern im Chiemsee gefunden worden. Um das Stück ranken sich zahlreiche Gerüchte. Es handle sich aber weder um einen antiken Schatz noch um ein Stück aus der NS-Zeit, so der Landkreissprecher.
Der Goldwert des Kessels betrage derzeit rund 400.000 Euro, Tendenz steigend. Nach dem Fund des Goldkessels im Jahr 2001 hatten ihn der Freistaat Bayern und der Finder als gleichberechtigte Eigentümer verkauft. Mittlerweile gehört das Stück einem Schweizer Geschäftsmann, der wegen Betrugs verurteilt ist. Deswegen soll der Goldkessel versteigert werden. Allerdings ist unklar, wann. Die Schweizer Behörden hielten sich bedeckt, so der Sprecher des Landratsamtes weiter. Auch das bayerische Finanzministerium, das nach dem Fund zwei Expertisen in Auftrag gegeben hatte, gebe keine Auskunft.

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