Oberbayern


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Eisbärennachwuchs in Hellabrunn Babys überstehen die erste Woche

Gute Nachricht aus dem Tierpark Hellabrunn: Die beiden Eisbärenbabys haben die erste Woche nach ihrer Geburt gut überstanden. Die siebenjährige Eisbärin Giovanna hatte den Nachwuchs am 9. Dezember zur Welt gebracht.

Stand: 17.12.2013

"Vollkommen entspannt, zärtlich und aufmerksam umsorgt Giovanna ihre beiden eine Woche alten Eisbärenbabys", teilt der Tierpark Hellabrunn mit. Den beiden geht es rundum gut: Mama Giovanna wärmt die sensiblen Neugeborenen, leckt sie sauber und lässt sie trinken, wann immer sie möchten. Dass die Zwillinge beste Muttermilch von ihr bekommen, ist ganz deutlich an ihren kleinen Kullerbäuchlein zu erkennen, die mit jedem Tag ein bisschen größer werden.

Die kleinen, mittlerweile schneeweißen Eisbärenbabys werden täglich mobiler und hangeln sich an Mamas Fell zu den Zitzen mit der nahrhaften Muttermilch, kuscheln miteinander und genießen sichtlich die Wärme des flauschigen Fells ihrer liebevollen Mama.

"Dank der Aufzeichnungen unserer Überwachungskameras wissen wir, dass sich die beiden Eisbärenzwillinge in Hellabrunn bestens entwickeln. Das ist auch wissenschaftlich gesehen ein Fakt von großer Bedeutung, da die ersten Monate in der Entwicklung von Eisbären in dieser Weise bisher noch nicht dokumentiert werden konnten."

Kuratorin Beatrix Köhler

Die Eisbärenbabys sind so groß wie Meerschweinchen, etwa 400 Gramm schwer, noch blind und taub. Die Tierparkverantwortlichen sind überglücklich über den seltenen Eisbärennachwuchs in der Vorweihnachtszeit. Vater ist der 14-jährige Yoghi. Die kritischste Phase im Leben der kleinen Eisbären ist die erste Woche, und die haben sie nun gesund überstanden.

"Kleine Sensation" versus Tierschutz

Nach Angaben des Tierparks sind die Jungtiere die ersten Eisbärenbabys weltweit, von deren Geburten Farbfilmaufnahmen bestehen. Das sei eine kleine Sensation, auch für die Wissenschaft, heißt es in der Erklärung weiter.

Tierschützer allerdings kritisieren das sogenannte Zuchtmanagement deutscher Zoos scharf. In einer Pressemittelung des Deutschen Tierschutzbundes heißt es, dass auch in Hellabrunn Inzuchtprobleme nicht von der Hand zu weisen seien. Vater Yoghi sei ursprünglich selbst aus einem Inzestwurf entstanden und hatte zudem bereits mit seiner eigenen Mutter ebenfalls Nachwuchs gezeugt.

"Eisbärbabys gleich Eintrittsgelder. Das scheint für die deutschen Zoodirektoren die Maxime zu sein, Tierwohl steht da hinten an. Dass viele Tiere aus Inzucht entstehen, scheint völlig egal und auch, dass Eisbären in der Zoogefangenschaft nie artgerecht gehalten werden können ebenso."

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes

Die Eisbärin kommt frühestens im März 2014 mit ihren Jungtieren auf die Außenanlage, so der Tierpark Hellabrunn.


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Heinrich Romeis, Samstag, 14.Dezember, 12:23 Uhr

5. Eisbärenjunge in Hellabrunn

es ist ja alles so niedlich(?) Eisbären leben üblicherweise auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratkilometern. Die Haltung von Großtieren in Zoo´s oder Zirkus ist und bleibt eine üble vom Staat legalisierte Tierquälerei. Die Tierschützer auf andere miese Zustände hinzuweisen, ist zwar richtig aber hier wenig hilfreich. Auch wenn unser Verbrauchsverhalten viele Tierquälereien fördert. Einen Menschen, der eine schwere Straftat begeht, sperrt man als Strafe in eine 10 qm Zelle und beraubt ihn seiner Bewegungsfreiheit . Großtiere wie Eisbär, Wolf, Löwe Tiger, Bär, Elch u.s.w. beraubt man ihrer Freiheit um sie unter dem Deckmantel der Arterhaltung der Öffentlichkeit gegen Geld zur Schau zu stellen. Man muß kein Tierschützer sein um zu erkennen, dass diese Art der Großtierhaltung eine perverse Abart der menschlichen Spezie ist. Wer einmal Eisbären in der Wildnis erlebt hat, der weiß von was ich rede und geht nie wieder in einen Zoo oder Zirkus.

Heike Mann, Donnerstag, 12.Dezember, 13:12 Uhr

4. Freu mich fuer Hellabrunn

super ich freu mich fuet Hellabrunn und deren Eisbaeren alles Liebe und Gute. Die vermeintlichen sogenannten Tierschuetzer sollten sich lieber mal z.B fuer arme Kaefighaltungskaninchen einsetzen die ein schlimmeresDasein haben als Legehuehner.Das waere fuer mich Tierschutz lg Heike Mann

Ilse Grohol, Donnerstag, 12.Dezember, 10:52 Uhr

3. Eisbären

Ich finde, dass diese Tiere überhaupt nicht in einem Zoo gehalten werden sollten, da sie sowieso geistig gestört sind.... auch wenn der "Käfig" groß genug ist aber es ist und bleibt ein Käfig und der Eisbär ist nicht dafür geboren. Arme arme Tiere, man hat es ja gesehen bei Knut! Das war das schrecklichste, was ich je gesehen habe!!!!! Und ich denke, das alleine sollte uns allen Grund zum Nachdenken geben!!!!

airport, Mittwoch, 11.Dezember, 15:28 Uhr

2. Tierschutz

Ja ,liebe Tierschützer ihr habt schon Recht. Natürlich ist eure Arbeit wichtig,aber viel wichtiger ist doch den lebensraum der Tiere in der Arktis zu erhalten und die Ausbeutung durch Staaten wie Russland zu verhindern.

Brugger Michaela, Mittwoch, 11.Dezember, 12:58 Uhr

1. Herzlichen Glückwunsch

Ach Gott wie lieb.Es erinnert mich sehr an die Anfangszeit von Aleut und Gregor bei uns in Nürnberg .Alles alles Liebe den beiden Bärchen und der Mum.....Paßt gut auf alle auf.
Liebe Grüße aus Nürnberg Michi