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Gifte in der Landwirtschaft Nur Grüne wollen Pestizide komplett verbieten

Im Landtag haben die Abgeordneten heute den Einsatz von Giften in der konventionellen Landwirtschaft diskutiert. Dabei stellte sich heraus: Die Grünen sind die einzige Partei, die einen völligen Verzicht auf Glyphosat und Co. fordern.

Von: Peter Kveton

Stand: 14.11.2017

Ein Landwirt fährt mit einer Pflanzenschutzspritze über ein Feld. | Bild: Patrick Pleul/dpa

Die Grüne Abgeordnete Gisela Sengl warf der CSU und der Staatsregierung vor, nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, welche Folgen der großzügige Einsatz von Giften in der Landwirtschaft hat.

"Das Artensterben wird nicht aufhören, wenn wir nicht die Art der Landwirtschaft verändern. Wir brauchen eine Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft. Wir müssen es der konventionellen Landwirtschaft ermöglichen, umwelt- und tierfreundlicher zu arbeiten"

Grünen-Abgeordnete Gisela Sengl

Wweniger Pestizide durch die Digitalisierung

Die CSU entgegnete, die Vorstellungen der Grünen würden nicht mit der Realität in der Landwirtschaft zusammenpassen. Auch Vertreter von SPD und Freien Wählern wollten den Grünen nicht auf ihrem Weg folgen, sämtliche Pflanzenschutzmittel im Ackerbau zu verbieten.

Horst Arnold von der SPD erinnerte daran, dass auch im Ökolandbau fragwürdige Mittel eingesetzt werden. Agrarminister Helmut Brunner glaubt, dass die Digitalisierung auch eine Chance für die Landwirtschaft bedeutet, Pflanzenschutzmittel zielsicherer und effektiver einzusetzen und somit ihren Einsatz auch zu verringern.


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