Rechter Terror Der Ku-Klux-Klan und die Terrorzelle
Als einer der ältesten rassistischen Geheimbünde der Welt hetzt der Ku-Klux-Klan auch in Deutschland gegen Minderheiten. Und offenbar gibt es Verbindungen zur Terrorzelle NSU, wie Recherchen der BR-Politikmagazine Kontrovers und report MÜNCHEN zeigen.
Weiße Kapuzen, lodernde Fackeln, brennende Kreuze: So martialisch tritt der Ku-Klux-Klan auf. Auch in Deutschland verüben Klan-Mitglieder immer wieder Gewaltverbrechen. Reporter von report MÜNCHEN (heute, 21.45 Uhr im Ersten) und Kontrovers (Mittwoch, 21.00 Uhr im Bayerischen Fernsehen) waren auf Spurensuche und belegen: Über die vergangenen 90 Jahre entstand ein regelrechtes Netzwerk von rassistischen Kapuzenmännern über ganz Deutschland. Sogar Polizisten waren Mitglieder.
Kontakte und Inspiration
Besonders brisant: Die Verbindungen zwischen dem Ku-Klux-Klan und der rechtsextremen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Mitglieder und mutmaßliche Unterstützer der Terrorzelle haben an Kreuzverbrennungen teilgenommen, sie hatten Kontakte zu Klan-Funktionären. Mehr noch: Die Terrorzelle wurde offenbar vom Klan inspiriert und ist nach einem Modell vorgegangen, das Männer aus den Reihen des Ku-Klux-Klan mitentwickelt haben.
Das Zwickauer Terrortrio
Dem Zwickauer Terrortrio um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe wird zur Last gelegt, neun Migranten ermordet zu haben, fünf davon in Bayern. Im April 2007 wurde zudem in Heilbronn die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet. Auch diese Tat wird der NSU angelastet. Mundlos und Böhnhardt begingen Selbstmord, Zschäpe sitzt in Untersuchungshaft. Wegen Mittäterschaft soll ihr voraussichtlich in diesem Frühjahr in München der Prozess gemacht werden. Ein Untersuchungsausschuss des Landtags untersucht zudem die Vorgänge rund um die Terrorzelle.

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