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Beschlagnahmter Ben im Bärenpark Landratsamt prüft Schritte gegen Besitzer

Nach der Beschlagnahmung eines der letzten Zirkusbären in Deutschland prüft das Landratsamt Deggendorf nun rechtliche Schritte gegen den Besitzer. Inzwischen ist Ben in einem Bärenpark bei Kirchham (Lkr. Passau) untergebracht worden.

Stand: 15.03.2016

Es gehe um Verstöße gegen das Tierschutzrecht, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Deggendorf. In einer Pressemitteilung ging das Landratsamt auch auf die Hintergründe des Falles ein. Demnach war am Montagmorgen ein Hinweis eingegangen, demzufolge sich in einem auf dem Plattlinger Volksfestplatz geparkten Zirkuswagen ein Bär befinden soll. Mitarbeiter des Landratsamts gingen dem Hinweis nach und fanden laut Mitteilung tatsächlich "einen unter tierschutzwidrigen Bedingungen gehaltenen Bären ohne Betreuungsperson".

Ben offenbar alleine im Käfig zurückgelassen

Es stellte sich heraus, dass der 22 Jahre alte Bär offenbar einem Zirkus gehört, der zuletzt in Fürstenfeldbruck in Oberbayern gastierte. Medienberichten zufolge soll der Käfigwagen mit dem Bären an verschiedenen Orten gestanden haben, während der Zirkus sich woanders befand. Per "tierschutzrechtlicher Anordnung" wurde die Beschlagnahmung des Bären angeordnet. Daraufhin wurde der Wagen mit ihm auf ein Feuerwehrgelände gebracht.

Besitzer wollte mit dem Bären flüchten

Bei der Beschlagnahmung musste auch die Polizei anrücken.

Währenddessen kam es laut Polizei zu Tumulten zwischen Mitarbeitern des Zirkus und Tierschützern, die sich vor Ort aufhielten. Wenig später versuchte dann der Zirkuschef, seinen Bären zurückzuholen. Wie die Plattlinger Polizei dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, hatte er den Anhänger bereits am Zugfahrzeug, als erste Beamte am Feuerwehrgelände eintrafen und die Ausfahrt versperrten. Der Besitzer des Bären ließ sich davon aber nicht beeindrucken, sondern fuhr mit seinem Gespann einfach durch die Umzäunung. Er wurde jedoch gestoppt, ihm drohen nun Anzeigen wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und Widerstand.

Ben lebt im Bärenpark

Hier ist Ben jetzt untergebracht.

Das Tier ist nach BR-Informationen jetzt in einen Bärenpark in Kirchham (Lkr. Passau) gebracht worden. Ben soll sich demnach in Kirchham erst einmal erholen, er wird aber vermutlich nicht dauerhaft in Niederbayern bleiben. Es gibt mehrere Angebote von verschiedenen Tierschutzorganisationen. Die betreiben eigene Gnadenhöfe, wo Bären artgerecht gehalten werden können. Zum Beispiel könnte der Bär am Müritzsee in Mecklenburg-Vorpommern, in Thüringen, oder im Schwarzwald untergebracht werden. In den kommenden Wochen will das Veterinäramt in Deggendorf prüfen, wo Ben seine neue Heimat bekommt.

Stadt will Zirkus-Gastspiel verhindern

Die Stadt Plattling will jetzt versuchen, das ab Donnerstag geplante Gastspiel des Zirkusbetriebs "Louis Knie" zu verhindern. Die Stadt lässt aktuell von Juristen prüfen, ob sie den mit dem Zirkus geschlossenen Mietvertrag für das Volksfestgelände aufheben lassen kann. Die Entscheidung, ob das Zirkus-Gastspiel stattfindet, fällt voraussichtlich morgen. Wie Josef Hofmeister von der Stadtverwaltung zum Bayerischen Rundfunk sagte, wird unter anderem die Zuverlässigkeit des Unternehmens geprüft. Der Zirkus selbst wollte auf sein Gastspiel in Plattling bislang nicht verzichten.

Bundesrat berät über Wildtierverbot

Am Freitag wird im Bundesrat über ein bundesweites Wildtierverbot beraten. Bislang gibt es dieses Verbot in Ostbayern nur in Burglengenfeld (Lkr. Schwandorf). "Die Beschlagnahmung von Braunbär Ben ist ein starkes Signal gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen", sagte Denise Schmidt von "Vier Pfoten". Noch immer fristeten in Deutschland Hunderte Wildtiere wie Löwen und Tiger ein elendes Leben in engen Zirkuswagen. Es liege nun an der Bundesregierung, ein Wildtierverbot so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen, betonte die Tierschützerin. "Vier Pfoten" will sich zudem dafür einsetzen, dass der Ben in eine Auffangstation ins mecklenburgische Müritz kommt, um dort in artgerechter Haltung seine letzten Jahre zu verbringen.


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yvonne wegner, Montag, 28.März, 11:59 Uhr

17. Braunbär ben

Ich hoffe nur das Ben sich gut erholen kann ich will nur das es ihm gut geht und das er noch ein hohes Alter erreichen kann wie ein braun Bär in Freiheit lebt

Florina Sperlich, Mittwoch, 23.März, 22:38 Uhr

16. Zirkus Bär Ben

Es ist unglaublich was hier in unserem Lande passiert. Menschen die täglich hart Ihr Geld verdienen, und Ihre Arbeit sehr gut machen, werden als Lügner von den Militanten Tierrechtlern einfach mit Lügen gestraft. Es wird behauptet, dass Eigentum einfach weg genommen, und dann einfach Lügen gestraft!!
Es gibt vielleicht 2 Circusse die Wild Tiere haben!( und diese sind Wahrhaftig NICHT im Schungel geboren) Und diese Circusse haben strenge Auflagen!!! Die sie erfüllen müssen. Von den Militanten Tierrechtlern wird weit mehr vorgegaukelt! Warum? Weil sie bewusst die Menschen was vorgaukeln wollen um an Ihren Mitleid zu Appellieren um Spendengelder wohl ein zu nehmen . WAS meint Ihr warum sonst!!! Es ist schon lange bekannt, das wohl Arbeitslose für 10 Euro für die Militanten Tierrechtlern auf die Straße gehen um diese Lügen zu verbreiten. Um den Circus zu schaden. Was meint IHR? Können Deutsche Bundesbürger auf diese Lügen reinfallen? Nein, den Sie überzeugen sich!

Antonius Theiler geb.1941, Samstag, 19.März, 14:41 Uhr

15. Der Braunbär Ben

Heiliger Korbinian du hast damals den Bären gezähmt, zähme die Wut der Tierschützer. Lasse sie auf einen Zettel all ihre Wünsche in Sachen Tierschutz schreiben, aber auch alle Wünsche. Ich glaube auch der strenge emeritierte bayerische Papst Benedikt XVI würde erschrecken, auch ihm würde der gezähmte Bär aus seinem Papst Wappen weggenommen. Was würde in dieser Bildschirmzeit den Menschen und den Kindern dann noch bleiben, die lila Kuh? Als Strafe Allergien bis zum Abwinken und Mütter die die Polizei rufen, weil das Kind nicht ins Bett gehen will, so kürzlich in Landshut. Heiliger Korbinian erleuchte auch die Justiz auf dass in Freising auch dir dein Bär belassen wird, so dass weiter ein treuer Begleiter an deiner Seite steht.

Antonietta, Donnerstag, 17.März, 21:25 Uhr

14. gegen Zirkusse mit Tieren !

Tiere im Zirkus müssen die meiste Zeit ihres Lebens auf dunklen LKWs, an Ketten fixiert oder in engen Käfigen und Gehegen verbringen. Die Dressur ist in der Regel von Gewalt und Zwang geprägt. Die lebenslangen Misshandlungen und Entbehrungen führen häufig zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und einem frühen Tod.

Torsten Daniel, Mittwoch, 16.März, 21:49 Uhr

13. endlich.

wie stolz sind wir doch heutzutage das wir nicht mehr im finsteren mittelalter leben. wenn unsere nachfahren einmal auf uns zurückblicken wie wir mit emotionsfähigen mitgeschöpfen umgingen.. sie werden auf uns spucken. das wildtierverbot wird kommen. viel zu spät.. aber es wird kommen. mir tun die armen kinder leid deren eltern ihnen willensgebrochene tiere als kulturgut vorsetzen und ihnen das mitgefühl austreiben wollen, weil sie es selbst so erfahren mussten. es lebe die menschlichkeit!