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Forschungsprojekt "Zeno" Uni Passau haucht Roboter Gefühle ein

Die Uni Passau ist an der Mitentwicklung des Roboterjungen "Zeno" beteiligt. Er soll zum Freund für autistische Kinder werden. Denn "Zeno" kann die Gefühle der Kinder erkennen und darauf reagieren.

Von: Isabella Wittmann

Stand: 20.03.2017

"Zeno", der kleine Roboter, steckt selbst voller Gefühle: Er kann zum Beispiel lachen oder weinen, sprechen und den Kindern Fragen stellen.

Mit Technik Gefühle erkennen

Shahin Amiriparian vom Lehrstuhl Complex and Intelligent Systems an der Uni Passau erklärt die Technik, die dahinter steckt:

"Er hat sowohl eine Kamera, mit der er die Gesichtszüge erkennen und analysieren kann, als auch ein externes Mikro, mit dem er in Echtzeit die Daten und Stimmen aufnehmen kann - und dementsprechend Entscheidungen treffen kann."

Shahin Amiriparian, Komplexe und Intelligente Systeme, Universität Passau

"Zeno" kann sein Gegenüber somit einschätzen. Das ist wichtig, denn autistische Kinder können ihre Gefühle manchmal nicht richtig ausdrücken. Sie sind zum Beispiel glücklich - können es aber nicht zeigen. Wenn ein Kind Angst habe, dann würde sich "Zeno" auch dementsprechend anpassen und fragen, warum das Kind traurig oder ängstlich ist, so Amiriparian.

Damit der Roboter mit Gefühlen auch ein Erfolg wird, arbeiten Hochschulen in ganz Europa mit der Universität Passau zusammen, zum Beispiel im niederländischen Twente oder in London. Bis 2019 wird noch mit "Zeno" geforscht. Danach könnte er beispielsweise in Therapiesitzungen bei der Behandlung authistischer Kinder zum Einsatz kommen.


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websaurier, Dienstag, 21.März, 13:23 Uhr

2. Armutszeugnis


Düstere Zukunft !
Toll, wenn wir nicht mal mehr in der Lage sind, uns um die eigenen Kinder zu kümmern....

Fehlt eigentlich nur noch ein Befruchtungsautomat, und künstliche Brutkammern.

R.B., Montag, 20.März, 16:34 Uhr

1. Einsatz von Robotern

Die Welt wird immer kälter. Was soll ein Roboter im Umgang mit Menschen (Heil- und Pflegeberufen) besser können, als ein Mensch? Also außer einen Patienten anheben und senken. Das ist und wird nicht meine Welt werden.

  • Antwort von Lulu, Montag, 20.März, 18:39 Uhr

    Wenn es autistischen Kindern hilft, dann ist es doch eine tolle Sache?

  • Antwort von R.B., Montag, 20.März, 20:10 Uhr

    @Lulu, 18:39 Uhr: Ich stimme Ihnen zu, dass man alles in Betracht ziehen soll um Menschen zu helfen. Aber wahrscheinlich bin ich schon zu alt für derartige "Neuigkeiten. Ich glaube halt, dass Empathie, also Berührung, Gesten, Gedanken, die menschliche Stimme, Emotionen, Gefühl und Mitgefühl eben nicht durch Roboter ersetzt werden können. Ich würde hier evtl. den Einsatz von "Therapietieren" vorziehen.
    Von daher bin ich froh, dass ich wohl nicht mehr auf Welt sein werde, wenn es dann tatsächlich so weit ist und die Maschinen "übernehmen". Das "Problem" ist nicht die Maschine selbst. Das Problem ist der Mensch, der glaubt dass es "hipp" ist mit allem und jedem verbunden zu sein, ohne mögliche Konsequenzen zu hinterfragen. Das Smartphone und die Auswirkungen auf die Gesellschaft ist für mich der beste Beweis dafür.

  • Antwort von huggle, Dienstag, 21.März, 10:04 Uhr

    Sie sprechen mir aus der Seele! Ein Roboter, egal wie gut programmiert, ist eine Maschine. Menschliche Nähe kann er simulieren, aber nie ersetzen. Was unsere Gesellschaft dringend braucht ist die Beschäftigung miteinander, nicht mit Geräten. Das geht schon an der Bushaltestelle los: 10 Leute warten und alle starren auf ihr Wischklastl, statt sich gemütlich hinzusetzen und miteinander zu ratschen. Soziale Kompetenz gewinnt man nur durch Übung, also durch Kommunikation. Direkte, nicht über Platinen und Chips geroutete.
    Auch früher gab es Autisten, aber sie waren von klein auf so vollständig in ihrem sozialen Umfeld integriert, daß sie in den meisten Fällen ein völlig normales Leben führen konnten. Die Krankheit hat nicht zugenommen, wohl aber unsere Inkompetenz im Umgang damit.