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Entlaufene Wölfe im Bayerischen Wald Wolfs-Gitter geöffnet: 10.000 Euro Belohnung für Hinweis

Wer hat das Gehege-Gitter im Nationalpark Bayerischer Wald geöffnet und damit für das Ausbüxen der Wölfe gesorgt? Für sachdienliche Hinweise hat das Bayerische Umweltministerium jetzt 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Von: Renate Roßberger

Stand: 12.10.2017

Der Screenshot aus einem Video vom 06.10.2017 zeigt zwei Wölfe an einer Straße bei Lindberg im Bayerischen Wald (Bayern). | Bild: dpa/Anett Kalmar

Die Belohnung soll für Hinweise bezahlt werden, die zur Ergreifung des Täters führen.

"Es steht weiterhin der ungeheuerliche Verdacht im Raum, dass die Tiere gezielt freigelassen wurden."

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) in einer Mitteilung

Scharf verteidigt Abschuss

Damit sei in Kauf genommen worden, dass Menschen, zum Beispiel bei einem Wildunfall, zu Schaden kommen. Letztlich wurde auch der Tod der Gehegewölfe so verursacht, betont die Ministerin, die zugleich den Abschuss der Tiere verteidigt. Es werde alles getan, die Tiere lebend einzufangen oder zu betäuben. Aber wenn es die Sicherheit der Menschen erfordert, müsse auch ein Abschuss der Wölfe vorgenommen werden.

Noch drei Wölfe unterwegs

Das Tor im Tierfreigelände in Ludwigsthal stand weit am Freitag offen. Ein Versehen der Tierpfleger schloss die Nationalparkverwaltung aus. Sechs der neun Gehegewölfe entkamen. Einer wurde vom Zug überfahren, zwei abgeschossen. Nach den drei anderen wird immer noch intensiv gesucht.


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Andrea Häring-Pfauntsch, Sonntag, 15.Oktober, 08:04 Uhr

7. Gerissenes Schaf

Wie kann nachgewiesen werden, ob das gerissene Schaf von einem ENTLAUFENEN WOLF AUS DEM NATIONALPARK gerissen wurde? Kann dies überhaupt zu 100% bewiesen werden?
Ich wiederhole mich leider immer wieder.
HOFFENTLICH IST DIES KEIN FREIBRIEF FÜR DEN NATIONALPARK, um sich von dem 4. Tier zu entledigen!!

Andreas Schuler, Samstag, 14.Oktober, 12:58 Uhr

6. KEUL-Ministerium wieder aktiv !

wie bereits in den vergangenen Jahren bekannt, ist das bayr. Umweltministerium wieder aktiv, Probleme mit freilaufenden Tieren durch Waffengewalt zu beenden. Alternativen können nicht ins Auge gefasst werden, da dies schlussendlich eine entsprechenden Kompetenz vorraussetzt. Da ist Schießen für jeden in diesem Keul-Ministerium, der irgendeine Verantwortung übernehmen müsste, die einfachste Lösung ...wie,immer halt!...Tipp an die Verantwortlichen: Besonders da Ihr Ministerium den Begeriff Umwelt beinhaltet, wäre es doch ratsam mal vor die Tür zu gehen um festzustellen, dass die Welt dort draussen anders,ist, als die Theorien, die man am Schreibtische entwickelt.....würde,ggf. dazu führen, dass ein Zusammenleben zwischen Mensch und (wildem) Tier auch funktioniert...Hierzu jedoch müsste es jemanden geben, der "einen Arsch in der Hose hat "....sehen Sie dies als Anregeung, sonst passiert vermutlich in Bayern wieder nichts....

Kornelia Plötz, Samstag, 14.Oktober, 12:57 Uhr

5. Wölfe

Wir, die wir nachts unterwegs sein müssen , wünschen uns rasche Hilfe. Es ist ein sehr mulmiges Gefühl! Ich lade alle ein, die hier aus sicherer Entfernung sagen, man darf die Wölfe bloss nicht erschiessen., - mit uns nachts mit unterwegs zu sein. Nachts sind die Wölfe n i c h t von weitem zu sehen und aus dem sicheren Auto zu beobachten.! Als Tierliebhaber muss ich auch fragen: was ist mit den Schafen, die gerissen werden- sind das keine erbarmunswürdigen Tiere?
DER TÄTER SOLL FÜR ALLE KOSTEN AUFKOMMEN MÜSSEN!

Andrea Häring-Pfauntsch, Samstag, 14.Oktober, 09:56 Uhr

4. Entlaufene Wölfe

LEBEN DIE WÖLFE NOCH?
Leider bekommt man durch die Medien keinerlei Infos, welchen aktuellen Stand, die Wölfe betreffend, es gibt.
Wo finde ich aktuellste Informationen?
Wer kann mir helfen?
Vielen Dank!

Red.: Einer der sechs Wölfe starb durch einen Bahnunfall, zwei weitere wurden erschossen. Die restlichen drei werden derzeit weiter vermisst. (Stand: 14.10., 10.15 Uhr) Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Andrea Häring-Pfauntsch, Samstag, 14.Oktober, 13:11 Uhr

    Liebe BR-Redaktion,
    diese Infos habe auch ich. Leider finde ich diese sehr dürftig, vor allem, was die aktuelle Situation angeht.
    Trotzdem herzlichen Dank!

Alex aus Franken, Donnerstag, 12.Oktober, 20:14 Uhr

3. Wölfe

Ich finde es gut, daß eine Belohnung ausgesetzt wurde. Jeder, der ein bisschen Menschlichkeit und vor allem ein Herz hat, sollte hier zumindest zufrieden sein, daß es dem/der Täter mal an den Kragen geht. Es ist schon verwerflich genug, daß die Tiere einfach abgeschossen werden. Ist ja schließlich einfacher, unkomplizierter, kostengünstiger und schneller erledigt als die Tiere einzufangen und sie wieder dorthin zubringen, wo sie bis zu ihrem natürlichen Tod leben können. War es nicht schon traurig genug mit Bruno?- Oder haben den Bären auch schon alle wieder vergessen? Ehrlich - manchmal schäme ich mich ein Mensch zu sein!!

  • Antwort von Frau Schneider, Freitag, 13.Oktober, 06:47 Uhr

    Es ist auch traurig, wieviele Schweine, Rinder, Hähnchen und Puten täglich geschlachtet werden. Sehen halt nicht so putzig aus wie Bär und Wolf auf den Bildern. Es sterben täglich Tiere, da kümmert sich auch kein Mensch darum. Deswegen kann ich hier dieses geheuchelte Getue nicht verstehen.

    Was ist, wenn ein Wolf einen Menschen angreift? Da wüsste ich schon, was hier im Forum stehen würde: Unverantwortlich und nicht kompetent. Ich bin der Meinung: Die Parkleitung weiß, was sie tut, denn sie hat täglich mit den Tieren zutun. Die haben große Zähne und sind Raubtiere. Ich möchte keinem Wolf begegnen. Zudem diese Tiere durch Ihre Freiheit eher verunsichert sein werden und noch schwerer einzuschätzen.

    Die Leute, die hier rumtönen, das könnte man besser machen, die sollen hinfahren und die Kuschelwölfchen einfangen, Ganz einfach.

  • Antwort von Holger, Freitag, 13.Oktober, 09:50 Uhr

    Liebe Frau Schneider, diese schon ab und zu genannten Vergleiche mit getötetem Schlachtvieh sind hier ja wirklich unpassend. Diese Tiere werden getötet, da wir uns hiervon ernähren (übermäßiger Fleischkonsum und Wegwerfmentalität sind da wieder natürlich ein weiterer, aber letztlich anderer Aspekt, der nicht notgedrungen damit zusammenhängen müsste, aber das ist wieder ein menschgemachtes Problem).

    Die Belohnung ist absolut gerechtfertigt. Es wäre extrem wichtig, die Täter zu überführen. Solche Taten dürfen nicht ungestraft bleiben.

    Leider gab es in der Gegend ja schon die perfiden, un"menschlichen" Luxmorde, die scheinbar (oder täusche ich mich?) nie aufgeklärt wurden oder werden sollten. Demnach ist es absolut verständlich, dass es beim vorliegenden Fall zu solchen Emotionen kommt. Man kann ja leider nicht bestreiten, dass bestimmte Gruppen und Interessenverbände ein Problem mit der Rückkehr von Wolf und Lux haben - aus Egoismus, Arroganz und fehlender Demut vor Natur und Tier

  • Antwort von Frau Schneider, Freitag, 13.Oktober, 11:11 Uhr

    Lieber Holger,
    totes Tier ist totes Tier, oder?

    Das die Täter überführt werden müssen, ist klar und ich finde es gut, das eine Belohnung ausgesetzt wurde. Es war eine unnötige und dumme Tat.

    Ich persönlich möchte auch keinen Wolf haben, denn ich wohne fast im Wald und mir reichen die anderen Wildtiere die täglich auf der Terrasse und im Garten herumspazieren, Die Wildtiere gewöhnen sich an den Menschen und ich möchte nicht, das ein Wolf sich bei uns eingewöhnt. Auch ein Fuchs ist ein Fluchttier, das hat aber "unser" Fuchs noch nicht gehört. Wir sehen sogar am Tag den Nachbar Dachs herumspazieren und der ist laut Lexikon sehr scheu und nachtaktiv.

    Auf den Jägern muss auch nicht alle Welt herumhacken, denn alle Jäger die ich kenne, sind keine schießwütigen Unmenschen. Die Jäger, die dort die Wölfe jagen, sind bestellt und keine Freizeitcowboys, die hinter Bäumen mit Flinten rumlungern.

    Was ist, wenn ein Wolf einen Menschen anfällt, weil er Hunger hat oder verängstigt ist?

  • Antwort von Holger, Freitag, 13.Oktober, 12:34 Uhr

    Naja, aber nach der Argumentation müsste man auch Wildschweine ausrotten (die leben überall in unseren Wäldern und greifen sogar zufällig vorbeikommende Menschen an, nur um ihren Nachwuchs zu verteidigen). Was tut der Fuchs oder Dachs denn Schlimmes? Manche mögen auch keine Spinnen. Ameisen. Maulwürfe... Dann die bösen Marder die an unseren Autos rumknabbern. Oder die Nachbarskatzen die immer durch den Garten streifen... am besten auch noch alle ausrotten!? ;-)

    Unter anderem in Ostdeutschland kann man sehr gut mit dem (wilden) Wolf im Wald leben, in vielen anderen europäischen Ländern ebenso, und völlig unfallfrei - das müsste eigentlich auch im Bayerwald möglich sein! Oder nicht?

    Verhalten von ausgebrochenen Wölfen ist natürlich ein eigenes Thema. Allerdings gibt es auch hier Beispiele von Wölfen, die nie wieder gesehen wurden, sondern von selbst das Leben und Jagen in der Freiheit/Wildnis gelernt haben...