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Tiefenbach Weiteres Schaf getötet - waren es die Nationalpark-Wölfe?

Schon wieder ist ein totes Schaf im Bereich des Nationalpark Bayerischer Wald entdeckt worden. Womöglich könnte das getötete Tier von einem der beiden noch immer frei laufenden Gehegewölfe gerissen worden sein.

Von: Renate Roßberger

Stand: 02.11.2017

Wölfe im Bayerischen Wald | Bild: NEWS5 / Pieknik

In der Nacht zum Dienstag ist ein Schaf auf einer Weide bei Tiefenbach (Lkr. Passau) gerissen worden. Das Tier gehöre einem privaten Schafhalter, gab die Nationalparkverwaltung bekannt.

Wolf tappt in Fotofalle

Sie hat DNA-Proben genommen, die an das Bayerische Landesamt für Umwelt weitergegeben wurden. Damit soll geklärt werden, ob es tatsächlich ein Wolf war. Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, denn die Nationalparkverwaltung hat nach dem Riss mit Einverständnis des Schafhalters und des Veterinäramts der Kadaver liegen lassen und Fotofallen aufgestellt. Ergebnis: Ein Wolf, beziehungsweise ein wolfsähnliches Tier, kehrte zwei Nächte hintereinander zu seiner Beute zurück, um davon zu fressen. Inzwischen hat die Nationalparkverwaltung in dem Gebiet Lebendfallen aufgebaut, um das Tier einzufangen.

Letzte Woche hatte es in Achslach im Bayerischen Wald und davor in Lohberg im Arbergebiet Schafsrisse gegeben. Auch dort werden die zwei Gehegewölfe verdächtigt, insgesamt drei Schafe getötet zu haben. Die Untersuchungen laufen aber noch.

Noch zwei Wölfe unterwegs

Von den Anfang Oktober aus dem Tierfreigelände des Nationalparks in Ludwigsthal entlaufenen sechs Gehegewölfen sind noch immer zwei Wölfe in Freiheit. Zwei Wölfe wurden erschossen, einer vom Zug überfahren und einer lebend eingefangen. Die Suchtrupps des Nationalparks bemühen sich weiterhin, die zwei noch freien Tiere möglichst lebend zu erwischen.


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Anette Nachreiner , Freitag, 03.November, 15:00 Uhr

4. Nationalparkwölfe

Ja klar! Die zwei Gehegewölfe werden verdächtigt, aber es stellt sich die Frage, ob es die zwei geschwächten, entlaufenen Tiere waren und es sollte schon
geklärt werden. Könnte ja sein, dass es ein Wanderwolf ist, der sich im Raum Passau herumtreibt. Die zwei Gehegewölfe sind da draußen, unfreiwillig und
ich würde mir wünschen, dass es nun wirklich bald gelingt, die Beiden lebend ins gewohnte Gehege zurückzubringen. Aber ja, es ist eine Tatsache, der Wolf
ist wieder da und wir sollten den Umgang mit der neuen Situation lernen. Das geht nicht von HEUTE auf MORGEN und schon gar nicht ohne viel Aufklärungsarbeit. Ich bin aber der Meinung, in den Köpfen hat schon ein Umdenken begonnen und es hängt nun von uns ab ob wir hart wie Stein sind, oder wir den Wölfen bei uns diesmal eine Chance geben und unseren Lebensraum mit ihnen teilen.

Andrea Häring-Pfauntsch, Freitag, 03.November, 07:44 Uhr

3. Wolfsähnliches Tier

Eine Fotofalle fängt die Wölfe nicht ein!! Wieder sollen die Wölfe ca. 70 km gelaufen sein, um Schafe zu reißen. Wohlgemerkt einer hinkt und einer ist geschwächt. M.E. will man die Wölfe "nur loswerden". Hierzu ist "jedes Mittel" recht. Das DNA-Ergebnis des ersten Schafes liegt noch nicht vor (ca. 3 Wochen her), jedoch waren die erneuten Tötungen natürlich wieder der Wolf oder etwas ähnliches.
Wenn die Schafe wirklich von einem Wolf oder wolfsähnlichem Tier getötet worden sind, wird der Schäfer diese Tiere ersetzt bekommen. Warum, frage ich mich, wurde diese Stelle nicht von Mitarbeitern des Nationalparks Bayerischer Wald und deren Narkosegewehren bewacht, wenn das Tier zweimal an diesen Ort zurückkehrt?? Vielleicht auch eine Möglichkeit, die Tiere noch "lebend" zu fangen. Eine Lebensfalle nach zwei Tagen aufzubauen, ist mit Sicherheit nicht das effektivste Mittel. SOLLEN DIESE TIERE ÜBERHAUPT EINGEFANGEN WERDEN? DIES ALLES IST SEHR DUBIOS!!

uggla, Donnerstag, 02.November, 18:31 Uhr

2. wolfsähnliches Tier

wenn das schon so formuliert wird, dann wirds vielleicht ein Goldschakal gewesen sein!

  • Antwort von Margarete Häring, Freitag, 03.November, 07:52 Uhr

    Vielleicht war es ein Wolpertinger!

A.W., Donnerstag, 02.November, 17:25 Uhr

1. Schaf

Lieber Schäfer, bedanke Dich bei denen, die das Gatter geöffnet haben. Der Wolf hat nur Hunger und möchte überleben. Falls es überhaupt einer der beiden war. Wir essen übrigens auch Schaffleisch, allerdings ist der Grund nicht, sonst zu verhungern.

  • Antwort von Andrea Häring-Pfauntsch, Freitag, 03.November, 07:49 Uhr

    Super Beitrag, wenigstens wer mit Courage!!