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Unfallschwerpunkt Grenzkontrollen Verlegung der Kontrollstelle Pocking gefordert

Immer wieder ereignen sich auf der A3 bei Pocking (Lkr. Passau) schwere Unfälle. Mit ein Grund dafür sind die Grenzkontrollen. Der Passauer Landrat Franz Meyer (CSU) fordert deshalb erneut, die Kontrollstelle zu verlegen - zurück an die österreichische Grenze.

Von: Martin Gruber

Stand: 21.04.2017

Ein Bundespolizist hält am 17.09.2015 an einer Kontrollstelle an der Autobahn A 3 kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze nahe Pocking (Bayern) ein Fahrzeug an. | Bild: dpa/Armin Weigel

Zuletzt krachte es auf der A3 bei Pocking vor einigen Tagen: Drei Lastwagen rasten aufeinander, die Autobahn war stundenlang gesperrt, es kam zu kilometerlangen Staus. Ursächlich für diese Unfälle sind oft die Staus, die durch die Grenzkontrollen am A3-Parkplatz Rottal-Ost entstehen.

Stauverhalten führt zu Unfällen

Auch Klaus Liebl von der Verkehrspolizei Passau ist sich sicher: Dieser Autobahnabschnitt zwischen Suben und der Kontrollstelle bei Pocking ist gefährlich. Im letzten Quartal 2015 gab es hier 38 Unfälle mit Verletzten und auch Toten - 2016 ging die Serie weiter.

"Die Ursache, die wir aufgeklärt haben, war das Stauverhalten oder der Rückstau. Entweder der Stau wird zu spät bemerkt oder der Abstand war zu gering. Auch Abgelenktheit kann dazu führen, das kann man aber nicht immer zu 100 Prozent beurteilen."

Klaus Liebl, Verkehrspolizei Passau

Auch zu schnelle Geschwindigkeit ist oft schuld. Alles individuelle Fehler der Verkehrsteilnehmer. Große Schilder weisen die Autofahrer auf die Kontrollen hin.

Landrat: falscher Kontrollpunkt

Laut dem Passauer Landrat Franz Meyer sorge die Kontrollstelle für unberechenbare Staus und sei somit die Gefahrenquelle schlechthin. Deswegen müssen diese Staus verhindert werden. Meyer ist sich sicher:

"Dass dieser Kontrollpunkt der falsche Punkt ist auf der A3. Wir wollen eine Zurückverlegung vor die Ausfahrt Pocking, am besten nach Suben, das ist auf österreichischem Gebiet."

Franz Meyer, Landrat

Das haben die österreichischen Behörden bisher aber nicht zugelassen. Trotzdem, theoretisch wäre eine Verlegung möglich, sagt Stephan Schrottenbaum Chef der Bundespolizei Passau.

"Weil es einen Vertrag zwischen Österreich und Deutschland aus den 50er-Jahren gibt, in dem geregelt ist, dass man auf dem Hoheitsgebiet des anderen Staates kontrollieren kann."

Stephan Schrottenbaum

Landrat Meyer setzt nun darauf, dass der Druck aus München und Berlin so stark wird, dass die Behörden umgestimmt werden. Und: Nach BR-Informationen sind die Gespräche zwischen Berlin und Wien in dieser Angelegenheit auf einem guten Weg.


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Nadine, Freitag, 21.April, 13:22 Uhr

10. "Ursächlich für diese Unfälle sind oft die Staus"

... äh, nein! Ursächlich ist eine nicht angepasste Geschwindigkeit! Also ich habe ich der Fahrschule gelernt, dass man so vorausschauend fahren muss, dass man sein Fahrzeug jederzeit rechtzeitig bremsen kann! Wenn dies nicht der Fall ist, dann wird dort auf der Autobahn bei Pocking wohl offensichtlich einfach gerast. Da helfen nur mehr Radarfallen, so wie dies z.B. bei der B10 der Fall ist. Desweiteren sollte sich die Politik ernsthaft darüber Gedanken machen, dass zukünftig alle PKWs eine Rückfahrtkamera haben müssen, da eines der Hauptursachen für Unfälle zu dichtes Auffahren ist. Damit Datenschützer nicht gleich wieder Alarm schlagen, kann man die Kameras ja dahingehend umrüsten, so dass diese nur die Polizei auswerten kann. Drängler könnte man so zumindest zur Rechenschaft ziehen, denn dichtes Auffahren ist wirklich nicht lustig, sondern eine ernstzunehmende Gefahr. Ein Verlegung der Kontrollestelle wäre dagegen das komplett falsche Signal an Raser!

  • Antwort von derBÖSEwolf, Freitag, 21.April, 13:40 Uhr

    @Nadine
    rückfahrkameras???? fahren sie wohl rückwärts auf der autobahn???
    dieses tempolimit über mehrere kilometer von 80 und dann 50 ist einfach nur lächerlich.
    die schwachsinnige kontrollstelle, die sowieso nichts bringt, an den richtigen gernzüberganz zurück verlegen, und dann ein generelles tempolimit auf deutschen autobahnen einführen. damit ist das problem gelöst. so einfach ist das.
    ist ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, (sofern sie da überhaupt fahren) das die raser dort zum größten teil österreicher und die mit den richtig dicken sUV sind?
    was ihre radarfallen helfen, hat man ja vorgestern bei dem lächerlichen blitzmaraton gesehen. selbst da gibt es tausende, die erwischt werden.
    die, die es eh nicht kapieren, kapieren es dann auch nicht....

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 21.April, 15:21 Uhr

    Entschuldigung, aber sie sind die INPerson der Naivität. Sie sehen keinerlei Zusammenhänge und prasseln mit vorgegebenen Floskeln im Forum auf sachliche Beiträge besorgter Bürger nieder. Ich will diese Kontrollstellen nicht mehr, aber die Ursache muß weg und zwar für immer.

  • Antwort von Nadine, Freitag, 21.April, 15:57 Uhr

    @Süddeutscher
    Nein! Zwischen Unfallschwerpunkt (unangepasste Geschwindigkeit) und Flüchtlingen (Vergewaltigungen, Kriege) kann man wirklich keinen Zusammenhang sehen! Kontrollen müssen, dürfen und sollten jederzeit im ganzen Land möglich sein. Dabei sollte es völlig egal sein, ob dies z.B. bei Frankfurt am Main auf der A3 passiert d.h. mitten in Hessen oder etwa an einer Landesgrenze.

    Diese Auffahrunfälle wie bei Pocking zeigen allein, dass auf deutschen Autobahnen gerast wird ohne Ende, anstatt auf andere Leute Rücksicht zu nehmen oder gar einen Abstand einzuhalten. Hier allein gilt es auch anzusetzen d.h. deutlich mehr Radarfallen an allen Brücken, Verkehrsschildern, etc. pp. In Zeiten von High-Tech sollte dies ja wirklich kein Problem sein. Meinetwegen gerne in Zusammenarbeit mit privaten Investoren.

  • Antwort von wm, Freitag, 21.April, 16:39 Uhr

    Nadine,die Ursachen der Auffahrunfälle sind vielfältig,nicht nur alleine die nicht angepasste Geschwindigkeit.
    Zu den Ursachen zählen weiter: Handyseuche,Unaufmerksamkeit (Pennen),Sekundenschlaf,und noch viele mehr!

    Gruß

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Samstag, 22.April, 06:59 Uhr

    Was müsste der Bundesbürger inhalieren, um diese Spähre von Nadine zu erreichen? Es wird langsam zum Fremdschämen.

Ulrike , Freitag, 21.April, 11:51 Uhr

9. Grenzkontrollen abschaffen.

Vorher dem Gelobten Land Deutschland die Attraktivität für Einwanderer reduzieren.
Neue Regeln: Krieg in der Heimat zu Ende, Asyl auch zu Ende.

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 21.April, 11:58 Uhr

    Was erzählt man dann hundertausenden Iranern, Pakistanern, Somaliern und Eriträern, die gerade ins Sozialparadies eingewandert sind? Tschechien mit 14 Asylbewerbern, da fühlt sich natürlich keiner von denen wohl?
    Vergessen wir mal nicht die jahrzehntelangen Lockrufe aus der BRD.

  • Antwort von Julia, Freitag, 21.April, 12:45 Uhr

    @Süddeutrscher: Was erzählt man dann hundertausenden Iranern, Pakistanern, Somaliern und Eriträern?
    Wir haben für euch in absehbarer Zeit keine gute Arbeit und keine bezahlbare Wohnung, weiteres Warten ist sinnlos, die Heimat braucht euch.

  • Antwort von Nadine, Freitag, 21.April, 13:25 Uhr

    Und was sollen die Flüchtlinge mit dem Thema "Unfallschwerpunkt" zu tun haben? Laufen die etwa zu schnell über die Grenze? Werden die beim Laufen geblitzt? Ich würde sagen: Themaverfehlung!

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 21.April, 13:35 Uhr

    Themaverfehlung bei Ihnen Nadine, wer sorgt dafür das zweifelhaft nützliche Kontrollen an innergemeinschaftlichen Grenzen überhaupt stattfinden und Folgeschäden auftreten? Und nochmals falsches Thema, denn Flüchtlinge können es aufgrund der überschrittenen Grenzen nicht sein, es sei denn man hat sie per Luftfracht abgeholt, solange es noch die EU gibt.

  • Antwort von Ein Helfer, Freitag, 21.April, 13:43 Uhr

    Liebe Nadine, ist doch klar, Grenzkontrollen wegen illegalen Grenzübertritten von Migranten, Grenzkonterollen verursachen Staus, ab und zu fährt ein Schläfer oder Telefonirer ungebremst auf diese Staus.

    Ohne Flüchtlinge keine Grenzkontrollen, ohne Grenzkontrollen weniger Staus und somit weniger Auffahrunfälle.

    Alles klar?

  • Antwort von winfried, Freitag, 21.April, 13:58 Uhr

    @Ulrike ... Vollkommen richtig.
    @Süddeutscher ... > Die 14 Asylbewerber fühlen sich in Tschechien nicht wohl.< ... Vollkommen richtig, wie es die Tschechen machen.
    @Julia ... Vollkommen richtig Ihre Antwort.
    @Nadine ... Vollkommen richtig Ihre fragende Schlussfolgerung. Bzgl. Ursache(n) schauen Sie in den Spiegel. Dort ist der Beginn zu sehen.
    Stau / Unfall an Grenze -> viele "Flüchtlinge" -> Merkels "Refugees welcome" -> Wähler = Verursacher. ... Erkenntnis: Anders wählen, damit sich's ändert.

  • Antwort von wm, Freitag, 21.April, 14:40 Uhr

    @Ulrike
    @Süddeutscher u.g.w.
    @Julia

    Noch nicht vernommen,dass in D. in einigen Branchen akuter Fachkräftemangel herrscht.
    Fachkräfte die uns das bringen was wertvoller als Gold ist(zB.aus die dem Magreb) sollte man mit lästigen u.zeitraubenden Grenzkontrollen nicht "verärgern".

  • Antwort von Nadine, Freitag, 21.April, 16:10 Uhr

    @winfried
    Selten solch einen Schmarn gelesen! Als ob Staus nur an den Grenzen (wegen den Kontrollen von Flüchtlingen) auftreten würden. Da gibt es ebenso Unfälle und Staus in Folge von z.B. Blitzeis, Nebel, Geisterfahrer, starke Böen, Wildwechsel etc. pp. - die Schuld für die Verkehrsunfälle bei den Flüchtlingen zu suchen, dies finde ich völlig daneben! Oder laufen dort Flüchtlinge etwa einfach so auf die Fahrbahn? Wohl kaum!

  • Antwort von winfried, Freitag, 21.April, 17:38 Uhr

    @Nadine 16:10 Uhr ... Meinen "Schmarrn" haben Sie missverstanden. Kann aber auch an meiner Darstellung liegen.
    Es soll nicht die Ursache bei den "Flüchtlingen" angesiedelt werden sondern, den "Pfeilen" folgend, bei den Wählern. Also Menschen wie "Du und ich".
    P.S.: Übrigens bzgl. der Wortwahl "Schmarrn" denke ich, wir Zwei kommen ohne chauvinistische Polemik aus.

Berater, Freitag, 21.April, 11:32 Uhr

8. Grenzkontrollen müßten nicht sein, wenn

wenn man keinem Flüchtling erlaubt länger zu bleiben als der Krieg in seiner Heimat dauert. Wenn man den Flüchtlingen keine dauerhafte Einwanderung in unsere Sozialsysteme erlaubt. Wenn man allen Möchtegern-Flüchtlingen mitteilt, wir retten Dich aber danach mußt Du wieder gehen.

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 21.April, 12:04 Uhr

    Was sagt man dann all den Iranern, Somalis, Pakistanern, Eriträern und Nigerianern, etc. die über viele Grenzen in mein ehemaliges Heimatland flüchten mussten?

Klartext, Freitag, 21.April, 11:07 Uhr

7. Unfallschwerpunkt Grenzkontrollen

Nichts funktioniert in Bayern. Nur große Sprüche....

  • Antwort von Andereas, Freitag, 21.April, 11:24 Uhr

    Asyl abschaffen und wir brauchen keine Grenzkontrollen. Oder kein Sozialnetz für Flüchtlinge und wir brauchen keine Grenzkontrollen.

  • Antwort von Bayerin, Freitag, 21.April, 11:40 Uhr

    Welches Bundesland empfehlen sie einer Bayerin ?

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 21.April, 11:44 Uhr

    dafür sind die Altbürger und Traditionswähler weltweit bekannt. Hunde, die bellen beißen auch nicht.

  • Antwort von Nadine, Freitag, 21.April, 13:40 Uhr

    @Bayerin
    Wenn man die Kommentare hier so liest, dann würde ich Ihnen Helgoland empfehlen. Der Vorteil: dort fahren keine Autos. Die Argumentationen sind in Bayern echt abendteuerlich. Da wird auf der Straße offensichtlich zu schnell gefahren und man fordert dann eine Verlegung der Kontrolle. Da kann ja ein Zahnarzt genauso sagen: "Tut mir leid, der Zahn bleibt drinnen, wir entfernen den Bauch!" Man muss doch an die Ursache heran d.h. dem zu schnellen Fahren und nicht an die Nebenwirkung! Das tut ja schon weh, wenn man das liest. Soll denn die Autobahn dort ein rechtsfreier Bereich sein? Wohl eher nicht! Tempolimits, mehr feste und mobile Radarfallen wären da besser. Darauf sollte der Landrat drängen und nicht auf eine etwaige Verlegung der Kontrolle.

  • Antwort von Bayerin, Freitag, 21.April, 16:42 Uhr

    Nadine, kann ihrem Kommentar nur beipflichten.
    Mein Vorschlag, wir schicken diese User, die sie meinen, nach
    Helgoland.
    Da bekommt das Hirn ordentlich Sauerstoff, vielleicht geht dann das Denken besser:-).

winfried, Freitag, 21.April, 09:44 Uhr

6. Verlegung der Kontrollstelle Pocking ? ... Nicht nötig !!!

Dass man sich einer Grenze nähert, weiß man. Dass kontrolliert wird, hat sich rumgesprochen. Deshalb:
1) Verkehr "herunterbremsen" mittels Beschilderung ... Ist doch sicher schon geschehen ?!
2) Permanente Radarkontrolle(n) nach vorherigem "Radarsymbol"Hinweis und "vor Ort" Verfehlungen ahnden.
Die vorgenannten Maßnahmen sind sofort machbar, kosten nicht viel und "Verkehrsrowdys" füllen die Staatskasse.
Die vorgeschlagene Verlegung beseitigt nicht das (Verkehrsrowdy)Problem, sondern verlagert es lediglich.

  • Antwort von derBÖSEwolf, Freitag, 21.April, 13:29 Uhr

    @winfried
    so schreibt einer der da scheinbar nie fahren muss.
    die verlegung der ohnehin unnötigen kontrollstelle bringt eben schon den unterschied.
    denn man wird 10 km vorher eben schonmal gezungen 20 km'/h zu fahren.
    mir graut es jedesmal, wenn ich dort lang muss, denn diese kontrolle kostet unsummen und bringt nichts.
    hauptsache die politiker können sagen, schaut, wir tun was.... einfach lächerlich

  • Antwort von Nadine, Freitag, 21.April, 13:47 Uhr

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Sehe ich ganz genauso wie Sie. Man braucht dort offensichtlich deutlich mehr Radarfallen und ein Tempolimit.

  • Antwort von winfried, Freitag, 21.April, 15:07 Uhr

    @derBÖSEwolf ... Ihnen zur Info.
    Ich bin (Alters)Rentner und reise privat mit meinem Wohnmobil durch Europa. Neuerdings vermehrt durch BIH, HR, MON, SRB.
    Als (Alters)Rentner kann ich die Zeit vor "Schengen" erinnern, die Zeit, der bis zu vier Stempel im Pass pro Reise in's Nachbarland(DK).
    Ich weiß also sehr wohl die Schengen-Regelung zu schätzen und bedauere die neuerlichen Unannehmlichkeiten.
    Dennoch, und jetzt wird's vergleichbar zu Ihrem "... so schreibt einer der da scheinbar nie fahren muss." ebenso polemisch:
    Für mich zählt allein der Sicherheit-Zuwachs. Mag er noch so gering sein. Was kümmern mich die paar Pendler im "kleinen Grenzverkehr".
    Soll'n sie doch Wartezeit einplanen und früher losfahren.