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Kastell bei Künzing UNESCO prüft Aufnahme des Donau-Limes als Welterbe

Die UNESCO prüft offiziell, ob der Donau-Limes als Welterbestätte aufgenommen wird. Er erstreckt sich in Bayern von Kelheim über Regensburg nach Passau. In Künzing (Lkr. Deggendorf) stand eines der Römerkastelle am Limes, von denen aus die Grenze bewacht wurde.

Von: Harald Mitterer

Stand: 15.02.2018

Der Donau-Limes erstreckt sich in Bayern von Kelheim über Regensburg nach Passau. Er bildete entlang der Donau die Grenze des einstigen Römischen Reiches. In Künzing war eines der Römerkastelle am Limes, von denen aus die Grenze sozusagen bewacht wurde.

Internationales Ansehen für die Donau-Region

Die Aufnahme des Donau-Limes als offizielle Welterbestätte wird jetzt von der UNESCO in Paris geprüft. Aus diesem Grund hat am Donnerstag Bayerns Wissenschafts- und Kunststaatssekretär Bernd Sibler (CSU) zu einem Pressegespräch nach Künzing eingeladen.

"In diesem Jahr wird eine Begutachtung stattfinden und wir hoffen, dass 2019 dann eine positive Stellungnahme da ist und dieses Welterbe hier in die Liste eingetragen wird."

Bernd Sibler (CSU)

Für Sibler liegt in der Bewerbung um den Welterbe-Status eine besondere Chance, eine international angesehene Auszeichnung für die Donau-Region zu gewinnen. Der Donau-Limes wäre die erste Welterbestätte, deren deutscher Teil überwiegend in Niederbayern liegt.

"Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Welterbe-Status"

Fristgerecht zum 1. Februar 2018 wurde der über 2.300 Seiten starke Antrag auf Nominierung des länderübergreifenden Donau-Limes als Welterbe bei der UNESCO in Paris eingereicht. "Damit ist auch für den Donau-Limes in Bayern ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Welterbe-Status getan, denn gemeinsam mit Österreich, der Slowakei und Ungarn streben wir die Einschreibung in die UNESCO-Welterbe-Liste an", erklärt Staatssekretär Bernd Sibler zum Antrag.

An der Pressekonferenz nahmen auch Vertreter einiger Bewerber-Kommunen sowie Professor Sebastian Sommer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege teil. Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde die Teilrekonstruktion des römischen Amphitheaters von Künzing besichtigt, das zum damaligen Römerkastell gehörte.


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