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Tierschutz-Demo auf Wiesenhof-Gelände Protest nach 13 Stunden beendet

Die spektakuläre Protestaktion auf einer Baustelle auf dem Wiesenhof-Gelände in Bogen durch Tierschutzaktivisten ist am Montagabend friedlich zu Ende gegangen. 13 Stunden hatte die Aktion gedauert, bei der die Demonstranten auch zwei Kräne besetzt hatten.

Von: Michael Buchner

Stand: 23.02.2016

Die letzten vier Demonstranten verließen gegen 19 Uhr zwei Kräne, die sie den ganzen Tag über besetzt hatten. Die Männer im Alter von 17 bis 26 Jahren wurden festgenommen, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen die drei Erwachsenen frei, im Fall des 17-Jährigen kontaktierten die Beamten die Sorgeberechtigten.

Aktivisten ketteten sich aneinander

Eine Gruppe von rund zwei Dutzend Tierschützern hatte am Montagmorgen mit gegen den gerade laufenden Wiederaufbau der vor einem Jahr abgebrannten Schlachterei protestiert. Sechs Aktivisten besetzten einen Bürocontainer, in dem sich drei von ihnen aneinander ketteten. Sie wurden bereits am Nachmittag festgenommen, kamen aber ebenfalls nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß. Allerdings erwartet sie eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

Verhandlungen bis zum Einbruch der Dunkelheit

Mit den Kranbesetzern wurde bis zum Einbruch der Dunkelheit verhandelt, teilweise von einer Drehleiter der Feuerwehr aus. Dann verzichtete die Polizei auf weitere Maßnahmen, um niemanden zu gefährden. Wenig später beendeten die Aktivisten ihren Protest von sich aus. Auch sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Nötigung.

"Untragbare" Situation angeprangert

Mit der Aktion hatten die Tierschützer versucht, die Bauarbeiten an der Hühner-Schlachtfabrik zu stören. Außerdem hängten sie an dem Zaun zum Betriebsgelände Plakate und Transparente auf, um auf die ihrer Meinung nach "untragbare" Situation öffentlich aufmerksam zu machen.

"Wir sind gegen das System Schlachtfabriken, in denen Tiere ausgebeutet werden, die Umwelt zerstört wird und Menschen darunter leiden müssen."

Friederike Schmitz, Sprecherin der Aktion

Der Protest in Bildern


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Antonietta, Dienstag, 23.Februar, 08:56 Uhr

3. Klimakiller Nr. 1

Die Tierhaltung, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist einer der Hauptverursacher für die größten Probleme unserer Zeit: vom Klimawandel über die Rodung der Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik. Wenn Ihnen etwas an unserem Planeten liegt, leben Sie vegan.

Rainer, Montag, 22.Februar, 15:24 Uhr

2. Geld regiert die Welt

Jahrelang flüstern irreführende Werbebotschaften à la "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" & "Die Milch macht's" den Verbrauchern ein, dass der Konsum tierlicher Produkte die menschliche Gesundheit fördere. Erwiesenermaßen ist das Gegenteil der Fall (WWW Suche "Heidelberger Vegetarier Studie"): Vegetarier und Veganer weisen ein deutlich geringeres Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Osteoporose, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für bestimmte Krebsarten auf. Kurz: Der Verzehr tierlicher Produkte schadet! Tja, mit gesunden Menschen ist kaum Geld zu verdienen, das Geschäft mit der Krankheit hingegen brummt. Nutznießer sind u.a. Agrologen, Ärzte, Nahrungsmittelindustrie, Pharmazie, Veterinäre und Werbebranche.

Hinter undurchsichtigen Mauern von Schlachtfabriken ereignet sich blutiger Tiermord im Akkord. Draußen auf den Transportfahrzeugen lächelt Reklame mit glücklichen Kühen, Schweinen u. Hühnern. Hauptsache, der Rubel rollt!

  • Antwort von Bernhard, Montag, 22.Februar, 19:11 Uhr

    Mir persönlich ist das Ganze zu Ideologisch!
    Es erinnert mich auch etwas an meine Kinder mit 6 und 8 Jahren. Ich will.................
    Ich glaube nicht, dass man damit sehr viel bewegt.

  • Antwort von Rainer, Dienstag, 23.Februar, 12:54 Uhr

    Mir ist es auch zu ideologisch. Und die weitverbreitete Ideologie heißt Karnismus - einfach mal googlen.

Bernhard, Montag, 22.Februar, 14:25 Uhr

1. Das ist der falsche Weg

Ich bin für Tierschutz und versuche daher, weitestgehend Fleisch / Wurst von Biometzgern zu kaufen.
Da das Recht im Moment auf Seiten der Firmen ist, kann man nur versuchen:
Alle Verwanden, Freunde und Bekannte von seiner Meinung zu überzeugen.
Aber es darf nicht sein, sich über das geltende Recht zu setzten. Damit wird der Tierschutz nicht besser, aber die Überzeugten wie ich kommen in Misskredit.

  • Antwort von Rainer, Montag, 22.Februar, 15:47 Uhr

    Durch Fleisch und Wurst von "Bio"-Metzgern (die Vorsilbe "Nekro" wäre tatsächlich passender!) wird kein Tier geschützt, sondern genauso gemeuchelt wie bei konventioneller Tierhaltung. Das Stück Leichnam auf dem Teller hatte zuvor lediglich bessere Haftbedingungen.

    Überdies scheint mir eine Klarstellung der Begriffe Gesetz und Recht nötig: Die Störung der Schlachthof-Bauarbeiten verstößt sicher gegen geltende Gesetze; das vorsätzliche Töten von Tieren verstößt gegen deren Lebensrecht. Leider wird dieses Recht in der menschlichen Gesetzgebung zu wenig berücksichtigt.

  • Antwort von Ty-Fighta, Donnerstag, 25.Februar, 01:27 Uhr

    Du bist für Tierschutz und versuchst daher, weitestgehend Fleisch / Wurst von Biometzgern zu kaufen? Was für ein amüsanter Widerspruch. Inwiefern schützt man bitteschön Tiere wenn ihr Kadaver ein Biosiegel bekommt? Made my day ;)