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Ausgespähte Bankdaten Die miese Masche angeblicher Microsoft-Mitarbeiter

Die Polizei in Niederbayern warnt vor Anrufern, die sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft ausgeben und Bankdaten ausspähen wollen. Vor allem im Raum Deggendorf, Dingolfing und Passau häuft sich die Zahl der Opfer, so ein Polizeisprecher.

Stand: 29.01.2016

Mann am Telefon | Bild: pa/dpa

Die mit indischem Einschlag Englisch sprechenden Anrufer geben an, dass das PC-System des Angerufenen ein Update benötige oder sich auf deren System ein Trojaner befinden würde. Zur Lösung des Problems wird der Angerufene aufgefordert, im Internet eine bestimmte Datei herunterzuladen.

Datei ist Trojaner

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Dabei handelt es sich jedoch um einen Trojaner, der unter anderem Kreditkartendaten, Bankdaten und ähnliches ausspäht.

Bei einer anderen Variante wird der Angerufene aufgefordert, als Gegenleistung für die Dienste von Microsoft einen relativ geringen Betrag per Western Union zu überweisen. Durch den Trojaner haben die Betrüger jedoch Zugriff auf das Computersystem des Angerufenen und können den eingegebenen Betrag zu ihren Gunsten abändern. Da die Anrufe häufig von ausländischen oder anderen nicht zurück verfolgbaren Nummern kommen, sind die Anrufer kaum zu ermitteln.

Das raten Polizei und Verbraucherzentrale

Die Polizei rät, sich bei Computerproblemen nur helfen zu lassen, wen man selbst anruft und aktiv von sich aus Hilfe sucht. Die Firma Microsoft und andere Unternehmen werden nie von sich aus Kontakt mit Privatpersonen aufnehmen. Ominöse Anrufe sollten sofort beendet werden. Wurde bereits Software auf Geheiß solcher Krimineller installiert, sollten man das Gerät schnellstmöglich vom Internet trennen und von einem Experten prüfen lassen. Sehr wichtig ist auch, Zugangsdaten und Passwörter, insbesondere für das Online-Banking, sofort zu ändern, so die Verbraucherzentralen.


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