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Nach Feuer im Straubinger Rathaus Der Brand wurde nicht vorsätzlich gelegt

Der verheerende Brand in dem mehr als 600 Jahre alten Rathaus von Straubing ist nicht vorsätzlich gelegt worden. Dafür hätten sich keine Anhaltspunkte ergeben, teilte die Polizei mit. Nicht auszuschließen sei ein technischer Defekt.

Stand: 02.12.2016

Das Straubinger Rathaus am Tag nach dem Brand | Bild: pa/dpa

Dieser technische Defekt könnte im Dachgeschoss des Rathauses an den elektrischen Leitungen und Anlagen entstanden sein, so die Polizei. Auch ein fahrlässiges Handeln im Zusammenhang mit Bauarbeiten im Dachstuhl könne der Auslöser gewesen sein, sei nach derzeitigem Ermittlungsstand aber nicht nachweisbar.

Das Feuer hatte vor einer Woche große Teile des Rathauses aus dem Jahr 1382 zerstört. Die Flammen im historischen Bereich des Gebäudes waren bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des Hauses geschossen. Verletzte gab es nicht. Die Schadenshöhe wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt.

Experten vor Ort

Fachleute haben sich vor wenigen Tagen ein genaues Bild von den Zerstörungen gemacht. Wegen massiver Schäden am Gebälk wird der eingestürzte Dachstuhl des Rathauses wohl nicht mehr wiederhergestellt werden können. Zu diesem Ergebnis kamen Experten für Statik und Denkmalschutz bei einer Begehung des Gebäudes am Dienstag.

Die Regierung von Niederbayern hat Hilfe versprochen. Die Behörde wird die finanziellen Hilfen koordinieren und zügig auf den Weg bringen. Auch Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) hat finanzielle Hilfen zugesagt. "Wir lassen Straubing nicht allein. Wir werden jetzt genau prüfen, wie hoch die Schäden sind und welche Möglichkeiten es gibt, zu helfen. Auf jeden Fall wird es eine deutliche und kräftige Unterstützung", sagte der CSU-Politiker.

"Sing-Flashmob" soll Straubinger aufmuntern

Mit einem "Sing-Flashmob" auf dem Christkindlmarkt in der Nähe der Brandruine sollen sich die Bürger von Straubing nach dem katastrophalen Feuer selber aufmuntern. Aufgerufen hat dazu für kommenden Mittwoch (07.12.16) um 18 Uhr der Publizist Wolfgang Engel im "Straubinger Tagblatt". Gesungen werden - passend zur Jahreszeit - Advents- und Weihnachtslieder. Die Idee für den "Sing-Flashmob" war bereits vor dem Brand des Rathauses geboren worden. Auslöser war der Auftritt einer auf volkstümliche Musik spezialisierten Alleinunterhalterin, die im vergangenen Jahr am Christkindlmarkt "Ein Prosit der Gemütlichkeit" angestimmt hat und damit die Menschen zum Mitsingen animieren wollte. Weil die Idee des gemeinsamen Singens grundsätzlich - und speziell am Christkindlmarkt - sehr passend erschien, sollen nun heuer möglichst viele Menschen gemeinsam dort singen. Als angenehmer und wichtiger Nebeneffekt erscheint, dass der bei vielen Straubingern spürbare Schock über den verheerenden Brand des Rathauses in der Stadt, die sich selber "Das Herz Altbayerns" nennt, immer noch nachwirkt.


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Kommentare

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Niederbayer, Freitag, 02.Dezember, 19:51 Uhr

3. Rathaus

Hallo,
von den vier Kommentaren die hier gerade gelesen habe, bestätigt sich voll und ganz meine Meinung. Dann schreibt doch lieber gar nix und geht ....... . Würde der Österreicher sagen.

  • Antwort von uhlu, Freitag, 02.Dezember, 21:31 Uhr

    Na dann geh doch du mit gutem Beispiel voran, Gscheithaferl!

Renate E., Freitag, 02.Dezember, 15:33 Uhr

2. Was bleibt, ist Bitterkeit.

Warum ausgerechnet jetzt so viele historische Gebäude abbrennen, bleibt trotzdem fraglich. Denn früher wurde zumeist mit Kerzen und offenem Feuer hantiert, aber man konnte trotzdem die Kirchen und Rathäuser über Jahrhunderte bewahren. Und jetzt, bei dem technischen Knowhow passieren gehäuft derartige unsägliche Vorfälle. Ganz ehrlich, da bleibt mir trotz der Beteuerung von zufälligen Brandursachen ein schaler Nachgeschmack...

  • Antwort von uhlu, Freitag, 02.Dezember, 17:22 Uhr

    Ja und glauben Sie, früher hat es nicht gebrannt?

  • Antwort von Lutz Schnelle, Freitag, 02.Dezember, 18:58 Uhr

    Ach Bitterkeit - schauen sie sich den status quo an, für wen genau wollen Sie das Historische erhalten? Weg damit!
    Wenn man mir Deutschland heute anböte zum Geschenk, ich würde versuchen, mich mit allem Besitz und all meinem Geld von dem Geschenk freizukaufen. Deutschland und seine Insassen, das ist was für Liebhaber von Beton an den Füßen, die nachts um halb 3 im Kanal versenkt werden.
    Wenn Sie in den Himmel wollen, dann machen Sie sich frei von der dicken Erdmutter, diesem Land und seinen Insassen. Und dann heißt es - durchhalten.

Geli, Freitag, 02.Dezember, 15:33 Uhr

1.

Bei einen Privathaus würde nicht so ein Theater veranstalltet!
Diese schönen alten Altstadthäuser sind baufällig Wurmzerfressen und sollten eigentlich abgerissen werden da die Hausbesitzer nicht mal Kreditwürdig sind den die Bruchbuden sind nicht zu verkaufen und haben keinen Verkaufswert!

Aber der Denkmalschutz hat ja Vorrang! Dan sollte auch der die Instandhaltung bezahlen!!!