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Feiern in Straubing Frauen fühlen sich am Gäubodenvolksfest sicher

In Straubing wird derzeit auf dem Gäubodenvolksfest wild gefeiert. Doch fühlen sich Frauen dabei sicher? Beim Oktoberfest gibt es eine extra Anlaufstelle für Frauen, die belästigt oder vergewaltigt wurden. In Straubing sieht man dafür keinen Bedarf.

Von: Birgit Fürst

Stand: 14.08.2017

Gäubodenvolksfest in Straubing 2017 | Bild: pa/dpa/Armin Weigel

Es ist Feierstimmung auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest. Eine Gruppe junger Frauen sammelt jedoch schon nach ein paar Stunden die erste unangenehme Erfahrung:

"Ein Typ hat uns vorhin an der Bar begrabscht, der hat zu viel getrunken und uns an den Hintern gefasst. Aber wir haben das in den Griff gekriegt."

Junge Frauen auf dem Gäubodenvolksfest

Die couragierten Frauen von der Fußballmannschaft haben dem Typen an der Bar gesagt, dass er die Finger von ihnen lassen soll, und sind weggegangen. Gegen die geballte Frauenpower hatte der Grabscher keine Chance. Security oder die Polizei zu holen, fiel den jungen Frauen nicht ein. Auch alle anderen Frauen bei der Zufallsumfrage auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest sind sich einig, dass ein Security-Point speziell für Frauen hier nicht nötig ist, denn die Polizei sei ja an jeder Ecke präsent.

Wiesenwache ist präsent

Die Wiesenwache ist in Straubing direkt am Festplatz. Sexuelle Übergriffe sind am Gäubodenvolksfest sehr selten Thema, bestätigt Maria Plötz, Frauenbeauftragte des Polizeipräsidiums Niederbayern. Möglicherweise wissen viele Frauen noch nicht, dass sich im vergangenen Jahr die Gesetzeslage verändert hat. Auch Grabschen kann jetzt angezeigt werden:

"Früher war es so, dass eine Tätigkeit folgen musste. Jetzt ist es so, dass nach einem Nein Schluss sein muss - auch ein Klaps auf den Hintern ist ein sexueller Übergriff und damit strafrechtlich relevant."

Maria Plötz, Frauenbeauftragte des Polizeipräsidiums Niederbayern

Frauen dürfen sich nicht selbst die Schuld geben

Egal, wie scheinbar klein ein sexueller Übergriff ist, Polizistin Maria Plötz rät Frauen vor allem eines: Sich nicht selbst die Schuld zu geben.

"Keine Frau sollte denken: 'Ich habe ja wirklich zu viel getrunken oder vielleicht war mein Dirndl doch zu freizügig.' Auch wenn das Dirndl einen großen Ausschnitt hat oder kurz ist, Nein heißt Nein."

Maria Plötz, Frauenbeauftragte des Polizeipräsidiums Niederbayern

Die befragten Frauen sagen mehrheitlich, dass ein Großteil der Männer wisse, dass ein großer Ausschnitt kein Freibrief sei. Entsprechend entspannt gingen sie aufs Gäubodenvolksfest:

"Ich mache mir keine Gedanken, weil wenn ich ängstlich auf so ein Fest gehe, dann kann ich nirgendwo mehr hingehen. Theoretisch kann man überall belästigt werden, auch in der Arbeit. Ich glaube, auf dem Gäubodenvolksfest ist es ziemlich sicher. Auf alle Fälle sicherer als auf dem Oktoberfest, weil es hier übersichtlich ist und Polizei und Security das Gelände gut überblicken können."

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Elfriede, Dienstag, 15.August, 08:22 Uhr

4.

Ich wünsche allen Beteiligten ein schönes Volksfest.

Schade ist nur, das es so weit kommen musste, das einem permanent die Angst im Nacken sitzt. Die vielen Berichte im Vorfeld von Feierlichkeiten tragen auch ihren Teil dazu. Wie schön waren noch die Zeiten, wo wir alle unbeschwert feiern konnten, ohne Zäune, Barrieren und Kontrollen.

Hans Holtz, Montag, 14.August, 20:32 Uhr

3. Augen zu und durch!

Dass sich überhaupt noch Frauen nachts ohne Begleitung wohin trauen, ist der Tatsache geschuldet, dass wir Deutsche bekennende Schlafschafe sind. Und es eben nicht wahr haben möchten, dass der islamische Lebensstil mehr und mehr Raum gewinnt. Irgendwie hofft halt jeder Ansässige, dass es ihn oder seine Frau und Tochter nicht betreffen wird. Wohl nach dem Prinzip des "Heiligen Florian" leben wir vor uns hin und hoffen, dass der Kelch an uns noch vorbei gehen wird.

  • Antwort von Grapscher, Montag, 14.August, 22:59 Uhr

    Herr Holtz, noch einmal zum mitlesen.
    Wir Mädchen und Frauen waren und sind noch immer Freiwild für einige Männer.
    Das war vor den Flüchtlingen so und auch jetzt.
    Deutsche Männer haben schon lange vor den Flüchtlingen hingelangt und tun es weiter.
    Auch wenn das nicht in ihr Weltbild nicht passt.
    Es ist so !

  • Antwort von highwayfloh, Mittwoch, 16.August, 21:33 Uhr

    Herr Holtz, bitte belegen Sie Ihre Aussagen doch mit Tatsachen-Beweisen, danke? Wurde Das Gäubodenfest oder das Zwiesler Glasstraßenfest, das Picheslteinerfest in Regen jetzt mit dem Muezinn-Ruf erföffnet, oder in den vergangen Jahren die Regensburger Dult? Trägt Ihre Frau / Freundin jetzt einen Voll-Schleier und haben Sie eventuell mehrere Frauen / Freundinnen (im partnerschaftlichen Sinne)? Also "wo" ist der islamistische Lebenstil, der "unseren Raum mehr und mehr erobert", hmh?

    PS: Ich hoffe, sie gehen konsequenterweise NIE zum Griechen, Chinesen, Italiener oder essen gar einen "Döner" etc., was das kulinarische anbelangt, denn dies wäre bei Ihrer Mentalität ein absolutes "No-Go"!

Erich, Montag, 14.August, 15:18 Uhr

2. Dafür wurden die Sicherheitsbestimmungen auch massiv erhöht!

Heute feiert man anders als noch vor 2 Jahren. Alle fühlen sich jetzt wohl, weil ständig in Alarmbereitschaft ist.
Aus der Passauer Neuen Presse lautete es....

"""Gleich zwei Mal ist das Sicherheitskonzept für das Gäubodenfest heuer überarbeitet worden. "Das war schon ein irrsinniger Aufwand in der kurzen Zeit und sehr intensiv",""""

"""An den Eingängen werden heuer Taschen und Rucksäcke kontrolliert, mehr Polizeibeamte als je zuvor sind im Einsatz. Um alle zu koordinieren hat die Polizeiinspektion einen extra Raum für den Einsatz eingerichtet."""

Einfahrschutz gegen LKW´s sind obligatorisch. Soll man hier nicht den Eindruck erwecken, so eine Fest wäre heute noch so möglich, wir vor 2 Jahren.....

websaurier, Montag, 14.August, 15:09 Uhr

1. Was für eine däm..... Überschrift...


...Die Frauen in der Silvesternacht in Köln haben sich auf sicher gefühlt...