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SEK-Einsatz in Landshut Mann entführt und mit Waffen bedroht

In Landshut hat ein Spezialeinsatzkommando der Polizei eine Wohnung gestürmt und fünf Personen festgenommen. Sie sollen zuvor einen 19-Jährigen entführt haben, das teilte die Polizei mit.

Von: Andreas Mack

Stand: 21.04.2017

Symbolbild: Ein SEK-Beamter | Bild: pa/dpa/Frank Rumpenhorst

Der junge Mann aus Geisenhausen hatte offenbar seine Schulden bei einer Landshuterin nicht bezahlt. Der Mann soll der 29-Jährigen einen niedrigen vierstelligen Betrag, also etwas mehr als 1.000 Euro schulden. Um an das Geld zu kommen, war die Frau am Mittwoch mit zwei jungen Männern nach Geisenhausen gefahren.

Nach Landshut entführt

Weil es dort aber nicht genug zu holen gab, bedrohte das Trio den 19-Jährigen mit einer Waffe, zwang ihn in ein Auto und brachte ihn in eine Landshuter Wohnung. Hier warteten zwei weitere Männer. Auch sie hatten eine Waffe, mit der sie den Mann bedrohten und das restliche Geld forderten. Es handelte sich um Luftdruckpistolen, eine davon war geladen, eine ungeladen. Die Mutter des 19-Jährigen hatte inzwischen die Polizei verständigt. Die genauen Hintergründe will die Polizei zunächst nicht bekannt gegeben. Das SEK griff schnell zu und konnte die fünf Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren widerstandslos festnehmen. Verletzt wurde niemand.

Tat im Drogenmilieu?

Die Beamten entdeckten auch noch eine kleine Menge Cannabis. Es deutet viel darauf hin, dass es sich um eine Tat im Drogenmileu handelt. Die Polizei will sich aber auch dazu noch nicht äußern. Die Ermittlungen laufen weiter. Inzwischen hat ein Richter gegen alle fünf Festgenommenen einen Haftbefehl erlassen. Sie wurden in unterschiedliche Gefängnisse gebracht.


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