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Passau Politischer Aschermittwoch der CSU: "Wieder mehr ein Stammtisch"

Die CSU-Verantwortlichen machen noch ein Geheimnis um das Bühnenbild und die Besucherzahlen beim politischen Aschermittwoch in Passau. Die Aufbauarbeiten und Vorbereitungen laufen jedenfalls auf Hochtouren.

Stand: 13.02.2018

Aufbauarbeiten zum politischen Aschermittwoch | Bild: BR/Martin Gruber

Morgen findet der politische Aschermittwoch der CSU wie jedes Jahr in der Passauer Dreiländerhalle statt. Die Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Um das Bühnenbild und die zu erwartende Besucherzahl machen die Verantwortlichen der CSU wie üblich ein Geheimnis. Raimund Kneidinger von der CSU-Geschäftsstelle will zum Aufbau nur so viel verraten:

"Es wird wieder mehr einem Stammtisch gerecht werden. Was die CSU ausmacht - nämlich Moderne und Tradition - kommt dieses Mal deutlich zum Ausdruck."

Raimund Kneidinger, CSU-Geschäftsstelle

Einzelne bereits aufgestellte Bühnenteile lassen erahnen, dass das "Outfit" deutlich bodenständiger und rustikaler, mehr nach Biergarten-Atmosphäre aussehen soll.

Zwischen 5.000 und 6.000 Besucher

Auf eine zu erwartende Besucherzahl wollte sich Kneidinger nicht festlegen. Die Halle werde "rappelvoll", aber man werde sich an das klar vorgeschriebene Sicherheitskonzept halten. Demnach dürften am Mittwoch zwischen 5.000 und 6.000 CSU-Anhänger das Spektakel live mitverfolgen.

Selfies mit Seehofer

Bestmögliche Sicherheit verspricht Josef Heisl, der in den letzten 18 Jahren durchgehend beim Ordnungsdienst mitgearbeitet hat und die heiklen Momente der Veranstaltung genau kennt. Höllisch aufpassen müssten die Sicherheitskräfte beim Einmarsch des Ministerpräsidenten. Viele Zivilpolizisten wären dann dafür verantwortlich, dass "der Ministerpräsident durch die Massen kommt". Dadurch, dass viele Besucher Selfies mit Seehofer machen wollten, sei der Einmarsch die letzten Jahre immer länger geworden. Hundertprozentige Sicherheit sei bei so einem Großereignis schlecht möglich, meint Heisl. Bei den Kundgebungen davor hätten zum Beispiel CSU-Anhänger immer wieder versucht, mit falschen Ordnerbinden vorzeitig in die Halle zu kommen. Es sei der wichtigste Job der Ordnungskräfte, Unberechtigten den Zugang zu verhindern.


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Miiich, Dienstag, 13.Februar, 16:45 Uhr

4. Das Original ???

Diese von A-Z inszenierten, und von Showmastern moderierten Showveranstaltungen der CSU oder auch der SPD haben sowieseo jeden Reiz verloren.
Mit oder ohne Seehofer. Man kann schon froh sein, wenn keine Angela Merkel oder ein Peter Altmaier als exotischer Gastredner hofiert wird, wie am Gillamoos.
Diese blassen Redner, die sich mit leeren Floskeln á la Merkel selbst beweihräuchern und mit harmlosen, nicht ernst gemeineten Sticheleien gegen den vermeintlichen politischen Gegner (mit dem man am nöchsten Tag wieder Seit an Seit am Koalitionsstammtisch in Berlin platz nimmt, um sich gemeinsam über die jeweils eigene Basis amüsiert) können und wollen nicht mehr an einen Franz Josef Strauß anknüpfen, der noch Tacheles redete und damit der Volksseele zumindest verbal aus dem Herzen sprach.
Da freue ich mich mehr auf die Aschermittwochsrede von Hubert Dorn in Vilshofen.

Thea, Dienstag, 13.Februar, 11:43 Uhr

3. Katalysator und traditionelle Veranstaltung in Passau. Schön und gut.

Traditionelle Veranstaltung, die wie ein Katalysator wirkt; gesellig wie ein kleines Volksfest - im positiven Sinne. Die CSU ist braver geworden. Gut, dass es eine Partei wie die AfD gibt, die nicht nur für die CSU lehrreiche Impulse geben kann. Besonders wichtig für Grüne, SPD und den LINKEN, die sonst kein Korrektiv und Gegengewicht erfahren würden. Passau, die Schöne, trägt das mit Charme und Gleichmut, denn auch das Bier soll in Niederbayern recht gut schmecken. Da paart sich hitzige Rede mit niederbayrischen Schmankerln, die für das leibliche Wohl der Gäste und den Politikern sorgen werden. Herrlich....

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 13.Februar, 12:08 Uhr

    Rechtsextremisten geben keine Impulse, sie hetzen und hassen lediglich. Die AfD ist kein Korrektiv, sie ist ein Verunkel am Hinterteil der deutschen Geschichte!

  • Antwort von Thea, Dienstag, 13.Februar, 12:59 Uhr

    Die AfD ist eine bürgerlich-konservative Partei, die dem "linken Spektrum" aktuell den Eulenspiegel vorhält, den sie dringend nötig hat; aber auch CDU und CSU war und ist sie Lehrmeister. Die CSU hat ihren Teil (bereits) gelernt. Die SPD verdrängt, verliert ihre Sprache und Profil. Die Grünen verzetteln sich, wollen die Schattenseiten nicht anschauen; die LINKEN stehen fast verloren auf dem Feld, welches die SPD aufgegeben hat und nur dürftig und halbherzig nun versucht zu kultivieren. Momentan hat es den Anschein, als ob CDU/CSU, AfD und SPD noch einen Hauch von Volkspartei verkörpern. Der politische Aschermittwoch könnte, nehmen wir den Stammtisch ernst, wieder frische Luft ins Land bringen. Lieber Eulenspiegel am politischen Aschermittwoch als Schraubzwingen einer falsch verstandenen wie instrumentalisierten political correctness, die jede anders lautende Meinung zerquetscht. (...)
    ~ Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Peter S., Dienstag, 13.Februar, 09:37 Uhr

2. Aschermittwoch: Ich hoffe, dass Merkel mit guten Witzen angegriffen wird.

Aschermittwoch: Ich hoffe, dass Angela Merkel mit guten Witzen angegriffen wird.

CSU-Wählerin , Dienstag, 13.Februar, 09:20 Uhr

1. Politischer Aschermittwoch der CSU: "Wieder mehr ein Stammtisch"

Aschermittwoch bitte mit guten kernigen Witzen über unsere ewige amerikanische Einladungskanzlerin.

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 13.Februar, 09:53 Uhr

    über wen reden Sie eigentlich? Amerikanische Einladungskanzlerin? Klingt nach AfD-Geschwurbel und nicht nach einer vernünftigen demokratischen Partei!

  • Antwort von Dieter, Dienstag, 13.Februar, 10:36 Uhr

    @ Truderinger
    Wenn denjenigen, die hierzulande die moralische Lufthoheit beanspruchen, etwas nicht passt, dann wird es reflexartig in die rechte Ecke befördert. Wer sich dort wiederfindet, ist nicht mehr satisfaktionsfähig. Man muss sich mit seinen Argumenten gar nicht erst auseinandersetzen, weil diese ganz und gar unanständig sind.
    Ha-ha-ha.
    M.f.G.

  • Antwort von Marius, Dienstag, 13.Februar, 10:41 Uhr

    Verstehe ich auch net so ganz. Wenn auf das amerikanische Militär in Deutschland abgestellt wird, wäre zu konstatieren, dass dieses schon ein paar Jährchen vor Merkels Kanzlerschaft hier stationiert wurde.

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 13.Februar, 11:03 Uhr

    @Dieter: Ich stelle niemanden in die rechte Ecke. Gerade Sie haben sich aus freien Stücken dort positioniert. Und ja, Sie haben Recht: Die sogenannten Argumente, die Sie und Ihre Kameraden sind für mich und andere Demokraten absolut unanständing und inakzeptabel. Demokratie bedeutet nicht, dass man jede noch so absurde und menschenverachtende Meinung akzeptieren muss. Es ist Ausdruck meiner Meinungsfreiheit, Ihre Meinung schärfstens abzulehnen und zu verachten. Toleranz bedeutet nicht, die Intoleranten zu tolerieren! Mit freundlichen Grüßen, Ihr Truderinger:-)

  • Antwort von Dieter, Mittwoch, 14.Februar, 09:55 Uhr

    @ Trudreringer
    Ich kann für mich behaupten die Gnade der späten Geburt in Anspruch nehmen zu dürfen. Schlimm finde ich die Zeitgenossen die nach 72 Jahren Schreckensherrschaft wieder mit Nazimethoden auf Nazi-jagt gehen.
    M.f.G.