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Neues Diözesanarchiv Bistum Passau weiht neuen Geschichtsspeicher ein

Das Bistum Passau hat auf dem Gelände der Brauerei Hacklberg ihr neues Diözesanarchiv eingeweiht. Die dicken Betonmauern des markanten Bauwerks in der Innenstadt haben auch einen ganz praktischen Nutzen.

Stand: 27.01.2016

Neues Archiv Magazin in Passau | Bild: Werner Friedenberger

Der Neubau wurde bei einem Festakt vom Passauer Bischof Stefan Oster gesegnet, und dann offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das neue Archiv wurde gebaut, weil das alte Archiv in der Luragogasse aus allen Nähten platzt, so das Bistum auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Die Bauzeit betrug rund 15 Monate, die Kosten betrugen rund 2,7 Millionen Euro.

An der offiziellen Einweihung nahm auch der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) sowie der Archivdirektor Herbert W. Wurster teil.

Betonmauern sorgen für Sicherheit

Einweihung des neuen Diözesanarchivs in Passau

Dicke Betonmauern sollen dafür sorgen, dass in den fensterlosen Archivräumen optimale klimatische Bedingungen herrschen. Im Inneren braucht es stets eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent sowie eine Temperatur zwischen 18 und 21 Grad. Damit das Archiv vor einem künftigen Hochwasser geschützt ist, wurde es auf Stelzen gebaut, es liegt insgesamt zweieinhalb Meter oberhalb des Jahrtausend-Hochwassers von 2013. Außerdem sind die Betonmauern aufgrund der dicken Dämmung wasserdicht.

Auf dem Brauerei-Gelände wird nur gelagert - und zwar in Regalen auf einer Länge von insgesamt sieben Kilometern.

"Das Außenmagazin erinnert an eine Hand, die schützend über die Archivalien ausgebreitet ist."

Generalvikar Prälat Klaus Metzl

Der Zugang ist nur über eine kleine Brücke möglich. Im Inneren nehmen zwei große Magazinräume die schriftliche Überlieferung des Bistum Passau auf. Das neue Magazin soll als Gedächtnisspeicher dienen. Künftigen Generationen soll ebenso wie heutigen Forschern das Erleben ihrer Vergangenheit möglich gemacht werden.


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