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Frost in Niederbayern Obstbauern befürchten Ernteeinbußen

Der Winter ist zurück. In der vergangenen Nacht sanken die Temperaturen in Ostbayern auf bis zu minus fünf Grad. Niederbayerische Obstbauern rechnen deswegen mit Ernteausfällen.

Von: Sophia Müller

Stand: 20.04.2017

Symbolbild: Mit Frost überzogener Himbeerenstrauch | Bild: picture-alliance/dpa

Obstbauer Josef Nagl aus dem Lallinger Winkel im Landkreis Deggendorf rechnet mit Ernteausfällen. Der besonders warme März hätte die Blüten der Obstbäume bereits sprießen lassen. Jetzt sind die Obstblüten aber zum Teil erfroren.

Schaden noch nicht absehbar

Besonders betroffen sind zum Beispiel die Kirschblüte, die Zwetschge und die Pflaume. Birne und Äpfel haben allerdings robuste Blüten, da erwartet Nagl keine Einbußen. Wie groß der Schaden wirklich sein wird, lässt sich erst in einigen Wochen genauer abschätzen, heißt es von anderen Landwirten. Der Lallinger Winkel ist die größte Obstanbauregion in Ostbayern.

Spargelbauern sind gewappnet

Spargel wird in Abensberg gestochen

Weniger problematisch sieht es für die Spargelbauern in der Region Abensberg (Lkr. Kelheim) aus. Gegen kalte Temperaturen sei man gewappnet, sagt Spargelbauerin Julia Kügel. Der Spargel wächst zwar langsamer, Folientunnel würden aber Frostschäden von dem Edelgemüse fernhalten. Die Spargelsaison in der Anbauregion Abensberg startet offiziell am kommenden Samstag.

In den nächsten Tagen soll es nach Vorhersage weiter kühl bleiben. Es gibt aber nur noch vereinzelt Minusgrade.


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Kommentare

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Hans Holtz, Freitag, 21.April, 16:31 Uhr

1. Das ist wirklich sehr bedauerlich.

Wie muss es den Obstanbauern wohl zu Mute sein? Wenn man ein Grundstück sein eigen nennt, macht man sich auch Gedanken bei miesem Wetter während der Blüte. Aber es ist nicht so, dass man auf das Obst angewiesen ist, auch wenn man sich ärgert, dass mal wieder keine Kirschen und Äpfel zu erwarten sind wegen der unseligen Minusgrade zur Blütezeit.
Man fühlt regelrecht mit, wenn man die Bilder sieht, wie die Obstbauern Feuer anzünden oder Beregnungsanlagen aufbauen in den Plantagen und trotzdem vor Sorgen nicht schlafen können.
Wir haben uns erst gestern mit den Nachbarn darüber unterhalten, dass sich hier die Menschen so mit widrigen Witterungsumständen herum plagen müssen. Dass die Existenz vieler Bauern auf dem Spiel steht wegen zunehmender, nicht beeinflussbarer, Wetterkapriolen. Und dann kommen scharenweise Menschen hierher, die daheim so ein tolles Klima haben, dass die drei Ernten haben könnten, wenn die nur halb so viel Einsatz zeigen würden.