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Kurz gemeldet Die Meldungen aus Niederbayern

Stand: 22.02.2017

Asylbewerber in Landshut ziehen in staatliche Unterkunft ein

Landshut: In der Landshuter Porschestraße ziehen am Mittwoch (22.02.17) die ersten 34 Bewohner in die staatliche Gemeinschaftsunterkunft ein. Das hat die Regierung von Niederbayern mitgeteilt. Im Laufe der nächsten Wochen wird die Unterkunft weiter mit Bewohnern aus dezentralen Unterkünften der Stadt Landshut und Erstaufnahmeeinrichtungen belegt. Insgesamt bietet das umgebaute Gebäude Platz für bis zu 245 Personen. Bei den ersten Bewohnern handelt es sich um sechs Familien aus Syrien, eine Familie aus Afghanistan sowie vier Einzelpersonen aus Syrien. Alle 34 Bewohner waren bisher in einer dezentralen Einrichtung der Stadt Landshut untergekommen. Derzeit sind im Regierungsbezirk Niederbayern rund 8.000 Bewohner in staatlichen Unterkünften zur Unterbringung von Asylbewerbern untergebracht. In Landshut leben aktuell rund 450 Bewohner in Gemeinschaftsunterkünften der Regierung beziehungsweise dezentralen Einrichtungen der Stadt.

Drei Postautos in Neustadt an der Donau ausgebrannt

Neustadt an der Donau (Kreis Kelheim): In Neustadt an der Donau sind am Mittwoch (22.02.17) drei Postfahrzeuge ausgebrannt. Das Feuer war gegen zwei Uhr ausgebrochen. Die Kleintransporter standen in einem Carport am Postgebäude. Die Brandursache ist laut Polizei noch unklar.

Illegaler Welpentransport im Landkreis Passau

Ruhstorf an der Rott (Lkr. Passau): Die Polizei in Niederbayern hat in der Nacht zum Dienstag (21.02.17) einen illegalen Welpentransport gestoppt. Die Beamten kontrollierten bei Ruhstorf an der Rott das Auto eines 46-jährigen Serben und entdeckten sechs Tiere in viel zu kleinen Transportboxen. Die Hunde kamen ins Tierheim, wie die Polizei mitteilte. Der Mann muss mit einem Bußgeld rechnen.

Moserbräu in Landshut wird vorerst nicht abgerissen

Landshut: Die Regierung von Niederbayern wird die vom Landshuter Stadtrat erteilte Abrissgenehmigung für den so genannten Moserbräu aufheben. Das teilte eine Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag (21.02.17) mit. Begründet wird der Schritt mit der bei der Entscheidung fehlenden Wirtschaftlichkeitsprüfung. Der Stadtrat hatte sich zuletzt mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Abriss des maroden, aber denkmalgeschützten Moserbräu zu erlauben. Um das Gebäude gibt es schon seit vielen Jahren Streit. Die Regierung von Niederbayern wird nun voraussichtlich Mitte März einen Aufhebungsbescheid erlassen.

Neuburg am Inn klagt gegen Asylunterkunft

Neuburg am Inn (Lkr. Passau): Die Gemeinde Neuburg am Inn klagt gegen den Bau einer Asylunterkunft. Es geht um ein Gebäude für über 100 Asylbewerber im Ortsteil Pfenningbach. Das Landratsamt hatte einem Passauer Unternehmer die Genehmigung für die Asylunterkunft erteilt. Die Gemeinde Neuburg könne diese Entscheidung nicht hinnehmen, so Bürgermeister Wolfgang Lindmeier (CSU) im BR-Interview. Die Unterkunft für über 100 Asylbewerber sei "völlig überdimensioniert", der 330-Einwohner-Ort Pfenningbach könne das nicht verkraften. "50 Asylbewerber wäre kein Problem in diesem Ortsteil. Auch könnten wir uns mit zwei Standorten in verschiedenen Ortsteilen anfreunden. Da haben wir hier in der Gemeinde auch schon sehr gute Erfahrungen gemacht, was die Integration von Flüchtlingen angeht", sagte Lindmeier. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, gegen die Gemehmigung zu klagen. Die geplante Asylunterkunft ist seit Monaten großer Aufreger in der Gemeinde Neuburg. Die Bürgerinitiative "Pro Asyl - mit Maß und Ziel" fordert, die Zahl der Asylbewerber in Pfenningbach auf maximal 50 zu reduzieren. Darüber muss jetzt das Verwaltungsgericht entscheiden.

Einbrecher in Passauer Wald geschnappt

Passau: Der Polizei in Niederbayern ist ein Schlag gegen eine Einbrecherbande gelungen: In einem Waldstück bei Passau haben Beamte am Montagabend (21.02.17) einen 41-Jährigen festgenommen. Er soll am Morgen mit Unbekannten in ein Einfamilienhaus bei Velden im Kreis Landshut eingedrungen sein. Die Bande soll mehrere Einbrüche in ganz Bayern verübt haben. Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber nach den Männern.

Autoschieber-Prozess - Angeklagte gestehen die Taten

Landshut: Im Prozess gegen zwei Männer und zwei Frauen wegen Autoschiebereien haben die Angeklagten am Montag (20.02.17) vor dem Landgericht in Landshut die Taten gestanden. Die beiden hauptangeklagten Männer hatten demnach die Federführung bei den krummen Geschäften. Die Autos waren beispielsweise in Belgien und Italien gestohlen worden. Über die zwei Strohfrauen wurden die Fahrzeuge mit fingierten Papieren zum Beispiel in Landshut und Moosburg zugelassen. So konnten die Spuren besser verwischt werden. Den Geständnissen waren Gespräche zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung vorausgegangen. Dabei wurden den Angeklagten Strafen zwischen einem Jahr und maximal viereinhalb Jahren in Aussicht gestellt. Am Mittwoch wird der Prozess fortgesetzt. Dann sollen auch die Urteile fallen.

Zwei Hasen als blinde Passagiere im Motorblock

Landshut: Die Landshuter Polizei hat Freitagabend (17.02.17) zwei Hasen aus dem Motorraum eines Autos befreit. Ein Passant hatte die Beamten zuvor informiert. Ein Hase befand sich hinter dem Kühlergrill, ein weiterer saß unter dem Motorblock. Die Stallhasen mit den Namen "Franzl" und "Evi" waren unbemerkt in den Motorraum ihres Herrchens gehoppelt. Der 48-Jährige war dann zum Essen in die Stadt gefahren und hatte den Wagen geparkt. Seine Hasen blieben dabei unverletzt.

Spendengelder für Flutopfer: Begleichung von Mietkosten möglich

Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn): Gute Nachrichten für viele Hochwassergeschädigte im Landkreis Rottal-Inn: Die Spendenkommission beschloss bei ihrer jüngsten Sitzung, die Voraussetzungen für die Auszahlung von Spendengeldern an Betroffene zu verbessern. Das gab das Landratsamt am Montag (20.02.17) bekannt. Dadurch können ab sofort Spendengelder auch zur Begleichung von Mietkosten für Ersatzwohnungen ausgezahlt werden. Betroffene, die ihr eigenes Haus oder ihre eigengenutzte Wohnung aufgrund von Hochwasserschäden vorrübergehend nicht bewohnen können, bekommen ihre Kaltmietkosten künftig unabhängig vom Einkommen und unabhängig von vorhandenem Vermögen ersetzt. Und zwar bis zu 310 Euro monatlich für eine Einzelperson, bei einem Dreipersonenhaushalt bis zu 400 Euro. Diese Erstattung wird für maximal zwölf Monate gezahlt, so ein Sprecher des Landratsamtes. Die detaillierten neuen Richtlinien zur Auszahlung von Spendengeldern gibt es auf der Homepage des Landratsamtes.

CSU kürt Stefan Ebner zu Regener Landratskandidaten

Regen: Die CSU im Landkreis Regen hat am Wochenende den promovierten Volkswirt Stefan Ebner zu ihrem Landratskandidaten gekürt - mit 173 von 174 Stimmen. Dazu hatte eine Vornominierungsversammlung in Regen stattgefunden. Im April oder Mai soll es noch die offizielle Nominierung geben. Der 36-jährige Viechtacher will im September den amtierenden Landrat Michael Adam (SPD) herausfordern. "Ich habe in den letzten Jahren viel berufliche Erfahrung gesammelt, bin in der ganzen Welt herungekommen und habe ein gutes Netzwerk aufgebaut", so Ebner zu seiner Kandidatur. "All diese Erfahrungen will ich nun für die Menschen in meiner Heimat einsetzen." Ebner hat Volkswirtschaft in Regensburg und den USA studiert, 2012 seine Doktorarbeit gemacht und arbeitet seitdem bei dem bekannten Unternehmer Carsten Maschmeyer. Dort ist er seit 2016 auch Leiter der Kommunikation. Seit Mitte der 90er-Jahre ist er CSU-Mitglied, seit 2015 ist Ebner CSU-Kreisvorsitzender im Landkreis Regen.


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