443

Kurz gemeldet Die Meldungen aus Niederbayern

Stand: 24.03.2017

Manfred Weber besucht Flüchtlingsunterkunft in Geisenhausen

Geisenhausen (Lkr. Landshut): Der EU-Parlamentsabgeordnete Manfred Weber (CSU) hat sich ein Bild von der Flüchtlingsunterkunft in Geisenhausen gemacht. Bei seinem Besuch am Donnerstagabend (23.03.17) ließ er sich von Ehrenamtlichen des Helferkreises "Buntes-Miteinander-Geisenhausen" schildern, wie der Alltag in der Unterkunft von statten geht. In der Geisenhausener Unterkunft leben nach Angaben von Ehrenamtlichen Flüchtlinge, die zum Teil schon vier Jahre in der gleichen Unterkunft wohnen, ohne dass über ihren Asylantrag entschieden wurde. Bei vielen von ihnen würde der Wille zur Integration schwinden. Manche Bewohner hätten immer wieder Suizidgedanken, warnten die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Niederbayerns Regierungspräsident Rainer Haselbeck sagte, es sei momentan wieder ein leichter Anstieg der Flüchtlingszahlen zu verzeichnen - dieser sei jedoch nicht mit der Situation vor einem Jahr zu vergleichen. Derzeit leben etwa 7.800 Flüchtlinge und 900 unbegleitete Minderjährige in Niederbayern.

Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaft 2021 in Plattling?

Plattling (Lkr. Deggendorf)/Manchester: Die Stadt Plattling und der Deutsche Kanu Verband blicken am Freitag (24.03.17) gespannt nach Manchester. Dort vergibt der Kanu-Weltverband am Nachmittag die Freestyle Weltmeisterschaft 2021. Gute Chancen werden dabei der deutschen Bewerbung mit der Isarwalze bei Plattling eingeräumt. Sie gilt als die perfekte Welle für den Freestyle-Kanusport. Das ganze Jahr über tummeln sich dort Sportler aus der ganzen Welt. Ähnlich wie bei der Europameisterschaft 2016 könnte sich die Stadt Plattling vorstellen, die WM wieder parallel zum Volksfest in der Stadt auszutragen. Neben Plattling haben es noch die englische Stadt Nottingham und Bratislava (Slowakei) in die Endrunde bei der WM-Vergabe geschafft.

Umweltmesse in Landshut startet

Landshut: In Landshut wurde am Freitagvormittag (24.03.17) die Umweltmesse eröffnet. Ein großer Bereich widmet sich dabei dem Trendthema Pilgern und Wandern. Die Messe legt aber auch auf die Elektromobilität einen besonderen Schwerpunkt. Am Samstag ist dabei die erste internationale Sternfahrt der Elektromobilisten aus Deutschland, Österreich und Tschechien geplant. Darüber hinaus zeigen die rund 250 Aussteller Neues bei den Themen Bauen und Wohnen, Natur und Technik oder Gesundheit und Ernährung. Es gibt zahlreiche Fachvorträge und Vorführungen. Die Umweltmesse dauert bis zum Sonntag. Es werden rund 35.000 Besucher erwartet. Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

Dominik-Brunner-Haus in München eingeweiht

München/Ergoldsbach (Lkr. Landshut): In München ist am Freitag (24.03.17) das Dominik-Brunner-Haus offiziell eingeweiht worden. Es bietet künftig Platz für 98 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Das Haus soll ein Andenken an den Ergoldsbacher Dominik Brunner und dessen Zivilcourage sein. Der Geschäftsmann hatte sich 2009 schützend vor vier Kinder gestellt, dann schlugen ihn zwei Jugendliche zusammen. Er starb an Herzversagen. Das Haus in München wurde mit Unterstützung der Dominik-Brunner-Stiftung ausgebaut: Es gibt sechs Kinder- und Jugendgruppen, sowie eine Krippen- und eine Kindergartengruppe.

Generalsanierung des Gymnasiums Dingolfing abgeschlossen

Dingolfing: Mit einem Festakt wurde am Freitag (24.03.17) der Abschluss der Generalsanierung des Gymnasiums Dingolfing gefeiert. Festredner war Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU). Der Freistaat investierte rund vier Millionen Euro in die Generalsanierung des Gebäudes. Die aufwändigen Bauarbeiten zogen sich über Jahre hin, teilweise musste der Unterricht in Container ausgelagert werden, die vor dem Schulgebäude aufgestellt wurden. Am Samstag findet zudem von 9 bis 13 Uhr ein großer Tag der offenen Tür statt. Das Gymnasium Dingolfing bietet einen naturwissenschaftlich-technologischen und einen sprachlichen Zweig. Mit derzeit rund 930 Schüler zählt es zu den größten Gymnasien in Niederbayern.

Kuh Luna ist tot

Bad Füssing (Lkr. Passau): Die Suche nach Kuh Luna, die vor fast einer Woche in Voglöd, einem Ortsteil von Bad Füssing beim Verladen auf einen Anhänger geflüchtet war, hat ein tragisches Ende genommen. Besitzerin Yvonne Obermeier bestätigte dem BR, dass die Kuh, nachdem sie am Donnerstagmorgen (23.03.17) entdeckt worden war, beim Verladen zum Rücktransport gestorben ist - vermutlich an Herzversagen. Die zwei Jahre alte und mehr als 600 Kilogramm schwere Kuh sollte am vergangenen Freitag zum Schlachter gebracht werden und war dann beim Verladen vom Anhänger gesprungen und weggelaufen. Auf ihrer Flucht durchschwamm sie sogar einen Weiher. In den vergangenen Tagen war sie dann immer wieder gesehen worden, konnte aber nicht eingefangen werden. Laut Polizeiinspektion Bad Griesbach gab es am Donnerstagmorgen dann mehrere Anrufe von Autofahrern, dass sich die Kuh an der B12 nahe Tutting aufhalte. Ein alarmierter Experte schoss später eine Betäubungsspritze auf Luna ab, was die Kuh aber nicht davon abhielt, noch einige Kilometer entlang der B12 in Richtung Pocking zu laufen. Erst nach der dritten Betäubung legte sich Luna hin. Anschließend wurde sie aufgeladen, um sie zurückzubringen. Dabei hörte sie dann offenbar auf zu atmen. Obermeier sprach von einem Schock für die Familie. Denn diese habe inzwischen beschlossen gehabt, dass die Kuh nach der Aufregung der vergangenen Tage künftig bei ihr bleiben sollte.

Schülerlotsen in Buch am Erlbach fast überfahren

Buch am Erlbach (Lkr. Landshut): Eine unbekannte Autofahrerin hat - wie erst am Donnerstag (23.03.17) bekannt wurde - am vergangenen Freitag in Buch am Erlbach Schülerlotsen ignoriert. Obwohl die beiden Lotsen mit erhobenen Anhaltekellen auf der Straße standen, um Kinder über eine Straße zu leiten, fuhr die Frau mit ihrem Auto einfach zwischen beiden hindurch. Dabei traf sie die Kelle einer Schülerlotsin, die dadurch laut Polizei eine Handverletzung erlitt. Die zweite Schülerlotsin sprang noch rechtzeitig zur Seite. Die Autofahrerin flüchtete anschließend. Von ihr und ihrem Wagen liegen nur vage Beschreibungen vor. Die Frau soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und dunkelhaarig gewesen sein, ihr Auto überwiegend dunkel lackiert. Möglicherweise ist das Auto vorne links jetzt beschädigt.

Niedergeschlagen und ausgeraubt in Tann

Tann (Lkr. Rottal-Inn): Ein Gastwirt wurde am Mittwochabend (22.03.17) in Tann von einem Unbekannten niedergeschlagen und ausgeraubt. Das teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Der Wirt war zur Tatzeit, gegen 23 Uhr, alleine in der Gaststube. Beim Aufräumen kurz vor dem Zusperren wurde er plötzlich von hinten niedergeschlagen. Der Wirt war für kurze Zeit bewusstlos und wurde leicht verletzt. Als er wieder zu sich kam, stellte er fest, dass die Tageseinnahmen aus seiner Geldbörse fehlten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen gegen den unbekannten Täter übernommen.

Mensateria am European Campus Rottal-Inn eröffnet

Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn): Am European Campus Rottal-Inn, Niederbayerns jüngster Hochschuleinrichtung in Pfarrkirchen, wird am Donnerstag (23.03.17) die Mensateria eröffnet. Seit dem Wintersemester 2015/2016 werden die internationalen Bachelor- beziehungsweise Master-Studiengänge in Angewandten Gesundheitswissenschaften, Angewandte Naturwissenschaften sowie Kindheitspädagogik angeboten. Die moderne Mensateria für die Studierenden am Campus in der Max-Breiherr-Straße kostete 350.000 Euro und wurde vom Freistaat Bayern finanziert. Zur Eröffnung spricht Bayerns Wissenschafts-Staatssekretär Bernd Sibler (CSU).

17-Jähriger reanimiert Rentner

Landshut: Ein 17-jähriger Schüler hat geholfen, einen Rentner in Landshut wiederzubeleben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte der 77-Jährige am Dienstagvormittag (21.03.17) einen Herzinfarkt erlitten und war auf der Straße zusammengebrochen. Ein unbekannter Radfahrer kümmerte sich bereits um den Rentner, als der 17-Jährige seine Hilfe anbot. Gemeinsam konnten sie den 77-Jährigen reanimieren, noch bevor die Rettungskräfte eintrafen. Die Polizei sucht nun nach dem unbekannten Radfahrer.

Unfall in Passau ohne Führerschein und mit drei Promille

Passau: Die Polizei hat in Passau einen Lastwagenfahrer mit fast drei Promille Alkohol gestoppt. Der 31-Jährige war laut Pressedienst am Mittwoch (21.03.17) bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen. Die Beamten entdeckten zunächst am Stoßfänger des Lastwagens Glasscherben, die von einem Unfall stammten, den der Fahrer auf einem Parkplatz verursacht hatte, ohne darüber die Polizei zu informieren. Dann stellten die Polizisten Alkoholgeruch fest. Ein Test ergab einen Wert von fast drei Promille. Außerdem besaß der 31-jährige Pole keinen Führerschein. Der wurde ihm bereits einen Tag zuvor wegen einer Trunkenheitsfahrt in Köln abgenommen.


443