4

Falschparker bei der Landshuter Hochzeit Bahn frei für den Hochzeitszug

Wieder ein prachtvolles Hochzeits-Wochenende Landshut: Alleine am Sonntag waren 50.000 Besucher da. Damit der Festzug problemlos durch die Innenstadt kommt, ist im Vorfeld jede Menge Arbeit nötig. Denn immer wieder verstellen geparkte Autos die Rettungswege. Während des Festspielsommers werden Falschparker dutzendweise abgeschleppt.

Von: Andreas Mack

Stand: 17.07.2017

Flaschparker bei der Landshuter Hochzeit | Bild: BR/Andreas mack

Sonntagmorgen um sieben wird es in der Landshuter Innenstadt ernst. Dann gelten strenge Parkverbote. Der Chef der Landshuter Verkehrspolizei, Georg Marchner, ist mit einem Streifenwagen unterwegs, um die Einhaltung zu kontrollieren.

"Der erste Sonntag war eine Katastrophe. Da gab es in einigen Bereichen keinen einzigen freien Parkplatz. Wir haben dann versucht, mit Lautsprecherdurchsagen die Leute dazu zu bewegen, zu ihren Fahrzeugen zu kommen."

Georg Marchner, Verkehrspolizei Landshut

Hier soll in wenigen Stunden der Festzug vorbeikommen: Die Falschparker werden abgeschleppt.

Nach Parksündern muss man auch an diesem Morgen nicht lange suchen: Ein Roller hier. Um die Ecke ein schweres Motorrad. Aber vor allem immer wieder Autos. Sie stehen auf Parkplätzen, die jetzt aber zum Rettungsweg gehören.

Mit hohem Aufwand versuchen die Beamten, an die Halter-Adressen der falschgeparkten Fahrzeuge zu kommen. Doch weil viele nicht mehr im Telefonbuch stehen, ist das schwer. Dann müssen die beiden beauftragten Abschleppunternehmen ran. Markus Schnur beispielsweise ist mit drei Abschleppwagen im Einsatz. Pro Falschparker kann es im Extremfall bis zu einer Stunde dauern, bis das Auto endlich in der Verwahrungsstelle steht.

Zur Not stört der Polizist auch den Sonntagsgottesdienst

Unterdessen ist es dreiviertel neun geworden. Polizist Marchner ist mit dem Streifenwagen bei der Jodokuskirche angekommen. Hier beginnt gleich ein Gottesdienst. Einige Kirchgänger haben ihre Autos im absoluten Parkverbot abgestellt. Machner zögert nicht lange, geht in die Kirche und spricht zu den Gläubigen.

Es kommt Bewegung in die Menge. Schließlich will keiner die rund 260 Euro bezahlen, die beim Abschleppen fällig werden. Können die Beamten das verhindern, dann gibt es auch oft ein Dankeschön.

Damit die bis zu 50.0000 Zuschauer den Zug störungsfrei verfolgen können, müssen alle Falschparker aus dem Weg geräumt werden.

Wenn sich am frühen Nachmittag dann der historische Hochzeitszug mit den mehr als 2.500 Mitwirkenden bewegt, sind alle Falschparker aus dem Weg geräumt. Die 50.000 Zuschauer, die ab den Mittagsstunden am Rand der Strecke ausharren und sich an dem prächtigen Zug erfreuen, haben von dem Kampf gegen die Parksünder gar nichts mitbekommen.

Übrigens bessert sich die Parkmoral. Die Polizei ist mit der Bilanz des vergangenen Wochenendes zufrieden. Denn an den beiden Festsonntagen zuvor waren es noch deutlich mehr Fahrzeuge, die abgeschleppt werden mussten.


4

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Franz Penzkofer, Dienstag, 18.Juli, 17:19 Uhr

6. Bahn frei für den Hochzeitszug

Früher war es möglich, bis 11 Uhr in der Innenstadt zu parken. Heuer muss um 10 Uhr die Innenstadt autofrei sein. Offensichtlich ist das dem neuen Sicherheitskonzept geschuldet. Der Polizist, der in der Jodokskirche war, hat den Gottesdienst nicht gestört, der beginnt nämlich erst um neun Uhr. Diese Messe ist für die kroatische Gemeinde. Deren Angehörige legen anscheinend öfter die StVO etwas großzügiger aus als vorgesehen.

Salomon, Dienstag, 18.Juli, 15:33 Uhr

5.

Eine STOV gilt halt mal sowas hat man in der Fahrschule gelehrnt .

Wolfgang, Dienstag, 18.Juli, 11:41 Uhr

4. Motorisierte Zweiräder, Inkonsequenz der STVO-Anwendung rächt sich.

Ich plädiere immer und überall die STVO gegen alle Parksünder anzuwenden, Begründung:

Entweder wo genügend Paltz für PKW oder Zweirräder ist eindeutig als zulässige Stellfläche markieren oder ebenso eindeutig sofort abschleppen.

Nie aber pragmatsiche Duldung, als Fremder, die haben gleiche Rechte kann man nicht wissen "hier" geht es ohne Knöllchen, dort wird es teuer bis zum Abschleppen.

Rechtsstaat heisst auch Recht gilt immer und überall und ist öffentlich bekannt.

Keine Toleranz wo es unzulässig ist.

( Im Halteverbot aussteigen, eine fast hilflose Person über die Straße führen, wieder wegfahren, i.O. 20m zum Briefkasten oder Geldautomat, Verwarnungsgeld nach Preisliste ohne Gnade! )

Wolffgang, Dienstag, 18.Juli, 08:05 Uhr

3. Sofort abschleppen!

Sofort abschleppen und Gebühren wie in New York, bis zu 990$.

Einige müssen dann Lehrgeld zahlen, das spricht sich rum und künftig weniger Vorfälle der Art.

Salomon, Montag, 17.Juli, 15:28 Uhr

2.

Die wo die Rettungswege zuparken sind dann solche die den ersten Aufschrei los lassen wenn bei ihnen zuhause mal zu geparkt ist.
Man kann ja heute keinen Meter mehr zu Fuß gehen damit der Liebling ( AUTO ) immer dabei ist oder in der Nähe.