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Panne in Landshut Menschliche Knochen im Naturschutzgebiet verteilt

Peinliche Panne in Landshut: Bei einer ökologischen Ausgleichsfläche wurde Humus aufgeschüttet, der vom Hauptfriedhof stammte. Kinder haben darin später menschliche Knochenreste gefunden.

Von: Andreas Mack

Stand: 20.04.2017

Symbolbild: Knochenfund | Bild: picture-alliance/dpa

Der Humus wurde aus Naturschutzgründen in der ökologischen Ausgleichsfläche am Tal Josaphat in Landshut verteilt. Wenig später sollen spielende Kinder in der aufgeschütteten Erde dann die Knochenfragmente entdeckt haben.

Erde nicht gesiebt

Das Erdreich stammte von Baustellen auf dem großen Hauptfriedhof. Das Stadtgartenamt in Landshut war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass es sich um reine Erde handelte. Der Humus wurde deshalb nicht gesiebt, was sonst üblich ist. Ein Fehler, den das Stadtgartenamt sehr bedauert. Nach den Knochenfunden ließ das Amt den Bereich absperren.

Gebeine kommen in Grab

Inzwischen ist die Erde komplett abgetragen worden. Eine Fachfirma hat sie komplett zum Nordfriedhof gebracht, so die Leiterin des Stadtgartenamtes. Die Gebeine sollen nun in ein Wandgrab kommen.


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Selim, Samstag, 22.April, 22:09 Uhr

5. Horrorgedanke

es ist schon vorgekommen, dass auf Friedhöfen das Erdreich ausgebaggert werden musste,
damit muslimische Tote nicht in von Ungläubigen verunreinigter Erde ruhen müssen.
Das war hier nicht der Fall.
Nur Bauarbeiten.
Aber erschrocken bin ich schon, über diese Meldung.

Franz, Donnerstag, 20.April, 19:12 Uhr

4. Hummus?

Der Hummus wurde deshalb nicht gesiebt, was sonst üblich ist.

Selim echt genervt, Donnerstag, 20.April, 18:21 Uhr

3. doppelter Skandal

1. fahrlässiger Umgang mit geweihter Erde. Wenn ich mit dem Hund auf den Friedhof will, darf ich das nicht wegen der geweihten Erde. Ein Schild vor dem Eingang weist darauf hin, dass Tiere mitbringen verboten ist. Die Überfluggenehmigung für Amseln und die Wohnerlaubnis für Eichkatzln wurden unter der Hand vergeben

2. Da sieht man mal, welchen Stellenwert Ausgleichsflächen haben.

3. Fordere ich die Erhebung sämtlicher Ausgleichsflächen und deren Soll- und Ist-Zustand durch die Naturschutzbehörden!

websaurier, Donnerstag, 20.April, 14:46 Uhr

2. Positive Nachricht...


Die eigentliche positive Botschaft im Artikel ist der Umstand, dass spielende Kinder die Knochen gefunden haben....

Es gibt also tatsächlich noch "draußen" spielende Kinder !!
Welche, die nicht den ganzen Tag leicht verblödet vor irgendwelchen Bildschirmen hocken.
Das freut mich !!!

Anna, Donnerstag, 20.April, 11:31 Uhr

1. Gebeine

So was darf nicht vorkommen.

  • Antwort von Andrea, Donnerstag, 20.April, 17:06 Uhr

    hi Anna (Donnerstag, 20. April, 11:31 Uhr)

    stimmt absolut. Sowas darf nicht vorkommen. Selbst wenn es sich um aufgelassene Gräber handelt, deren Erde hier verwendet wurde und um geschredderte Grabsteine von einer Baustelle handelt:

    "Das Erdreich stammte von Baustellen auf dem großen Hauptfriedhof. "

    dann darf sowas nicht vorkommen. Solche Erde muss vorher gesiebt werden und Gebeine sind auszusuchen. Diese Gebeine sind dann ins Krematorium zu bringen wo sie zu feiner Asche zermahlen werden und dann ist dass ordentlich in Urnen einzufuellen und diese Urnen sind beizusetzen. Weiterhin wäre es wuenschenswert, wenn man den Toten ihre Namen wiedergeben könnte.