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Landshuter Grüne sind dagegen Flüchtlinge sollen auf altem Gefängnis-Areal wohnen

Die Grünen in Landshut wollen keine Containeranlage für Flüchtlinge auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses. Das alte Gefängnis stehe bekanntlich unter Denkmalschutz. Es gebe auch ein humanitäres Problem.

Stand: 02.03.2016

Landshut | Bild: pa/dpa

Viele der Flüchtlinge seien traumatisiert, so die Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl. Diesen Menschen könne man auf keinen Fall zumuten, ihr Leben in Deutschland im Innenhof eines ehemaligen Gefängnisses zu verbringen - durch hohe Mauern von der Außenwelt getrennt.

Die Grünen-Fraktion ist jedoch dafür, den außerhalb der Gefängnismauern gelegenen Bereich als Wohnraum zu nutzen.

130 Flüchtlinge sollen auf das Areal

Das Areal der alten Justizvollzugsanstalt in Landshut soll für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden. Darauf haben sich Vertreter aus dem Innenministerium, der Immobilienverwaltung Bayern und der Stadt Landshut vergangene Woche verständigt. Das große alte Gefängnisgebäude an der Grieserwiese nahe der Innenstadt steht seit Jahren leer. Angedacht ist von Seiten der staatlichen Bauverwaltung zunächst eine Container-Anlage für etwa 130 Asylsuchende.

OB Rampf freut sich über Entwicklung

Der Verwaltungstrakt des ehemaligen Gefängnisses soll für rund 80 Mitarbeiter der staatlichen Flüchtlingsverwaltung ertüchtigt werden, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Landshut und der Bezirksregierung.

Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) freute sich über die jüngste Entwicklung, da der Druck in der Unterbringungsfrage im Stadtgebiet Woche für Woche steige.

"Wir sahen und sehen den Freistaat hier in der Pflicht, nun wird dem auch in allernächster Zeit Rechnung getragen."

Oberbürgermeister Hans Rampf

Auch dass die Registrierung und die verwaltungstechnischen Verfahren vor Ort bei dieser Vielzahl von Asylsuchenden zentralisiert und damit wohl auch beschleunigt werde, sei sehr positiv zu werten.

Niederbayerns Regierungspräsident Heinz Grunwald zeigte sich ebenfalls erfreut, dass es sowohl dem Staat als auch der Stadt gelänge, weitere dringend notwendige neue Wohnungen und Unterkünfte zu schaffen.


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