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Unerklärlicher Rückgang Derzeit kaum neue Flüchtlinge in Bayern

Erstmals seit Monaten sind so gut wie keine Flüchtlinge mehr in Bayern angekommen. Für Niederbayern bestätigte das die Bundespolizei in Passau auf BR-Anfrage. Der Grund für den Rückgang der Flüchtlingszahlen ist unklar.

Stand: 02.02.2016

Archiv: Flüchtlinge in den Paul-Hallen in Passau | Bild: pa/dpa/Angelika Warmuth

Es seien seit Dienstag-Mittag (02.02.16) von Seiten Österreichs auch keine Transfers von der slowenischen zur österreichisch-bayerischen Grenze mehr geplant gewesen, teilte die Bundespolizei mit. Einen Grund für den plötzlichen Rückgang der Zahlen konnte Frank Koller, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Freyung, nicht nennen. Die polizeiliche Erstregistrierstelle in mehreren ehemaligen Montagehallen (Paul-Gelände) in Passau sei "verwaist".

Sonderzüge für Mittwoch abbestellt

Die Bundespolizei reagierte und sagte die für Mittwoch bestellten Sonderzüge für die Weiterverteilung von Asylbewerbern auf Städte in ganz Deutschland ab. In den vergangenen Wochen fuhren täglich drei solcher Züge allein von Passau aus in den Norden Deutschlands.

Auch in Freilassing ist es ruhig

Ähnlich ist die Situation im oberbayerischen Freilassing: Im dortigen Erstaufnahmelager werden für Dienstag keine Flüchtlinge mehr erwartet. Wie das Landratsamt mitteilt, seien bis Dienstagvormittag rund 350 Menschen im Erstaufnahmequartier von der Bundespolizei registriert und mit Bussen zur Registrierungsstelle in Erding gebracht worden. Deswegen ist das Quartier in einem ehemaligen Möbelhaus zum ersten Mal seit Monaten leer.

Am Montag waren mit zwei Sonderzügen vom Freilassinger Bahnhof aus insgesamt noch fast 550 Neuankömmlinge zu Erstaufnahmelagern in Mannheim und Bitterfeld weitergeleitet worden.

Österreich rechnet am Donnerstag wieder mit 1.000 Flüchtlingen

Wie die österreichische Polizei bestätigte, sind am Dienstag am österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld genau 15 Flüchtlinge registriert worden. Am Mittwoch könne es ähnlich ruhig bleiben, sagte Polizeisprecher Leo Josefus dem Bayerischen Rundfunk. Allerdings rechnet er bereits am Donnerstag mit rund tausend Flüchtlingen. Die Ursache für den kurzfristigen Rückgang der Flüchtlingszahlen ist momentan noch unklar.


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