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Glückliches Ende für Kamerunschafe Auch der dritte Bock wurde im Rottal eingefangen

Das Drama um die drei freilaufenden Kamerunschafe in Niederbayern hat ein gutes Ende genommen. Am Sonntag ist es gelungen, das dritte und letzte "wilde" Kamerunschaf einzufangen.

Von: Harald Mitterer

Stand: 22.05.2017

Kamerunschafe im Rottal gefangen | Bild: BR/Harald Mitterer

Wie die Tierschützerin Christine Aigner dem Bayerischen Rundfunk sagte, konnte das Schaf mit einem Narkosegewehr betäubt und zu seinen Artgenossen gebracht werden.

Zwei Schafe bereits zuvor geschnappt

Aigner, Veterinäre und Polizisten konnten die ersten beiden Schafe bereits am Freitag einfangen. Noch am frühen Vormittag sichtete der Trupp die drei Exemplare an einer Straße bei Pfarrkirchen. Franz Schilcher, ein pensionierter Polizeibeamter und Jäger, konnte zwei Kamerunschafe mit einem Narkosegewehr betäuben. Sie wurden anschließend eingefangen und auf eine eingezäunte Wiese gebracht.

"Es ist das übliche Betäubungsmittel, das man nimmt. Die haben allerdings die doppelte Dosis gebraucht, weil sie so lange in der Wildnis waren, sind sie wohl resistenter geworden."

Franz Schilcher

Nun befinden sich alle drei Tiere auf der eingezäunten Weide, die eine Grundstückbesitzerin in Altersham bei Pfarrkirchen zur Verfügung gestellt hat.

Landratsamt genehmigt Abschuss

Tierschützerin Christine Aigner mit den zwei betäubten Schafen.

Zuvor waren die Kamerunschafe rund zwei Monate im Bereich Pfarrkirchen unterwegs gewesen. Ein Eigentümer konnte nicht ausfindig gemacht werden. Weil sich die drei Kamerunschafe immer wieder einer stark befahrenen Straße näherten und diese vermutlich auch öfter nachts überquerten, erließ das Landratsamt aus Sicherheitsgründen eine Abschusserlaubnis. Bevor es aber zum Abschuss kam, ist es der Tierschützerin Christine Aigner mit Helfern gelungen, die Tiere einzufangen.


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Kommentare

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Siegrid Wehde, Montag, 22.Mai, 11:36 Uhr

9. 3 Kanerunschafe

Auf dem Urlaubsrückweg von Oberstdorf nach Hannover haben wir Samstag die Sendung in Bayern 1 gehört und waren fassungslos, dass man den Schafen nah genug kommen könnte, um sie zu töten aber nicht, um sie zu betäuben. Wo bitte ist da der Unterschied? Und so finden es ganz toll, dass es zu einem glücklichen Ende für die 3 gekommen ist. Herzlichen Dank an alle, die Herz und Mut gezeigt haben!!

Marianne, Montag, 22.Mai, 09:09 Uhr

8. Kein Eigentümer?

Erst mal finde ich es auch gut, dass die Tiere nicht erschossen wurden.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass kein Eigentümer ausfindig gemacht werden konnte. Logischerweise hat sich niemand gemeldet, derjenige hätte dann ja die ganzen Kosten zu tragen gehabt. Wenn ich nicht irre müssen aber Schafe genau so wie Rinder Schweine oder Ziegen Ohrmarken tragen, auf Grund derer sie eindeutig einem Besitzer oder Herkunftsbetrieb zugeordnet werden können.
Bei Rindern handelt man sich z. T. enorme Probleme ein, wenn die eine (oder gar beide) Ohrmarken verloren haben.

Schichtarbeiter im Sozialsystem, Sonntag, 21.Mai, 21:59 Uhr

7. Danke

super-toll-Danke; DAS sind doch mal Nachrichten die wir brauchen und die gut tun; regional und lebendig:MERCI

Francesco, Sonntag, 21.Mai, 10:12 Uhr

6. Diese Aktion....

... finde ich sehr gut, richtig und beispielhaft. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, solchen Umgang auch unter uns Menschen zu pflegen.

bruno, Sonntag, 21.Mai, 04:56 Uhr

5. Problemschafe

jetzt können die Schafe ja kein Problem mehr für den Verkehr werden. Aber können sie ein Problem sein für unsere heimischen Arten? Veterinärärzte waren immerhin beteiligt. Sie haben hoffentlich in dieser Richtung untersucht. Kurznachrichten produzieren tausende offene Fragen und führen zu viel Spekulation.