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Freyung Junge Mutter erstochen: Kein neuer Prozess

Er hatte vor eineinhalb Jahren seine ehemalige Lebensgefährtin mit einem Messer erstochen. Dafür wurde ein 23-Jähriger im vergangenen Oktober wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Jetzt ist das Urteil rechtskräftig.

Von: Ulrich Scherr

Stand: 14.02.2018

Der Angeklagte im Gerichtssaal des Landgerichts Passau | Bild: BR/Martin Gruber

Der Prozess um den gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Freyung vor eineinhalb Jahren wird nicht mehr neu aufgerollt. Nach der Staatsanwaltschaft hat auch die Nebenklage die Revision zurückgenommen. Eine Sprecherin des Landgerichts Passau bestätigte jetzt auf BR-Anfrage, dass es keinen neuen Prozess um den Totschlag von Freyung geben werde.

Ein 23-Jähriger hatte im Oktober 2016 in Freyung seine damals 20 Jahre alte ehemalige Lebensgefährtin erstochen, ihre Leiche in einem Müllsack in der Wohnung versteckt und war dann mit dem 18 Monate alten Sohn nach Spanien geflüchtet. Die Leiche des Opfers war erst Wochen später von Angehörigen gefunden worden.

Ursprünglich Revision angekündigt

Nach seiner Verhaftung in Spanien wurde der Mann vom Landgericht Passau im vergangenen November wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten eine lebenslange Gefängnisstrafe wegen Mordes gefordert und zunächst angekündigt, das Urteil anfechten zu wollen.

Davon sind sie aber jetzt abgerückt. Weil die Verteidiger bereits im Vorfeld angedeutet hatten, auf Rechtsmittel verzichten zu wollen, dürfte das Urteil gegen den 23-Jährigen in Kürze rechtskräftig werden.


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