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Kernkraftwerk Isar 1 bei Landshut Rückbau des Atommeilers hat begonnen

Der Rückbau des Kernkraftwerks Isar eins in Essenbach bei Landshut hat offiziell begonnen. Als erstes soll es mit Arbeiten im Bereich der Hochdruckturbine losgehen, wie der Betreiber PreussenElektra mitteilte.

Von: Andreas Mack

Stand: 04.04.2017

"Die Genehmigung zum Rückbau von Isar 1 ist ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausstieg aus der Kernenergie", sagte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) Ende Januar. Schon in den vergangenen Monaten sind umfangreiche Vorbeitungen getroffen worden. Rohre wurden abisoliert, schwere Metallteile mit einer Spezialsäge zerkleinert, sandgestrahlt und immer wieder auf Belastungen gemessen.

Der Bund Naturschutz hatte gegen den Rückbau geklagt. Kritiker monieren, dass sich immer noch rund 1.700 Brennelemente im Lagerbecken befinden. PreussenElekrtra betont, dass sich Abbauarbeiten zunächst auf Systeme, Komponenten und Bereiche beschränken, die in keinem sicherheitstechnischen Zusammenhang mit der Kühlung und Lagerung der Brennelemente im Lagerbecken stehen. Für den Rückbau von Isar 1 veranschlagt PreussenElektra rund eine Milliarde Euro.

Vorbereitungen haben begonnen

Isar 1 war kurz nach der Atomkatastrophe von Fukushima vom Netz genommen worden. In den vergangenen Monaten haben bereits die Vorbereitungen für den Rückbau begonnen.

Atom-Ausstieg nach Fukushima

Die Genehmigung geht zurück auf den von der Bundesregierung beschlossenen Atom-Ausstieg. Am 17. März 2011 hatte Isar 1 seinen Leistungsbetrieb beendet. Das Kraftwerk war seit 1979 am Netz. Der damalige Betreiber Eon hatte die Stilllegung und den Abbau beantragt. Seit Juli 2016 wird Isar 1 von PreussenElektra betrieben.

Von außen wird kaum etwas vom Rückbau zu bemerken sein, denn bis zum eigentlichen "Abriss" dürfte es noch mehrere Jahrzehnte dauern.


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Michael Pulm, Montag, 03.April, 08:49 Uhr

2. Immer wieder falsche Begrifflichkeiten

Diese Anzüge schützen nicht vor Strahlung, sondern nur vor Kontamination. Somit wir eine Inkorporation / Ingestion (Einatmen / Verschlucken) radioaktiver Stoffe verhindert. Gegen Gamma- und Neutronenstrahlung schützen diese und auch andere Anzüge nicht.
Wann lernen die Medien endlich mal, die die richtigen Begriffe zu verwenden? Sollte nach fast 60 Jahren Umgang mit Kernenergie in Deutschland doch endlich mal möglich sein, oder ?

Wolfgang Schönfelder, Freitag, 31.März, 07:37 Uhr

1. ist der vollständige Rückbau volkswirtschaftlich und technisch sinnvoll?

Hallo,
ist der Rückbau sinnvoll? Wie wäre es nur die verstrahlte Kerntechnik einzuschliessen und/oder rückzubauen?

Aber die andere Technik wie Generatoren, Turbinenen, ggf. nur die Halle und Fundamente, Hochspannungschaltanlage, Transformatoren, den Kühlturm, den Kühlwasserzulauf von der Isar her, Sozialgebäude , Werkstätten usw. für ein Gas- und Dampfkraftwerk zu nutzen?

Auch das Personal vor Ort würde sich dank erheblicher Fachkompetenz für den GUD-Betrieb eignen!

  • Antwort von Uwe, Freitag, 31.März, 13:29 Uhr

    Das ganze Jahrtausende stehen zu lassen ist sicher keine Lösung. Unsere Nachfahren werden uns ohnehin dafür verfluchen, dass unsere Generation soviel kaputt gemacht hat. Da muss man es nicht übertreiben und wir sollten unseren Dreck selber wegräumen.

  • Antwort von PS_ED, Freitag, 31.März, 16:18 Uhr

    Es kann auch sein das die Nachfahren uns auslachen wie naiv wir waren zu glauben auf eine der natürlichsen Energien verzichten zu können ( Nicht vergessen die beiden größten Reakttoren (Erde und Sone) sollten wir nich abschlaten!

    Es kann aber auch sein , dass wir verflucht werden, weil
    - wir für mögliche Endlager die dann doch nicht edngültig sind enorme Umweltzerstötung betrieben haben
    - aufgrund unserer hysterie die Forschung auf diesem Gebiet vernachlässigt haben und so dritte (China, Korea etc.) das Feld überlasen haben!

    Davon abgesehn die Strahlung, die von Raktoren ausgeht ist vernachlässigbar, das Abbauen macht aber eigentlich nur sinn, wenn man entsprechende Endlagerstätten hat sonst stehen Castoren in der Landschaft!

    Daher ist die Frage berechtigt, warum nutzt man nicht die Reststrahlung und gibt evtl. Atommüll nach, wenn man Häuser mit Erdwärme heizen kann warum kann man disse Restenergie nicht nutzen, sondern man produziert Müll?

  • Antwort von Wolfgang Schönfelder, Montag, 03.April, 08:45 Uhr

    @UWe

    Alles radioaktive stehenlassen schrieb ich nicht, nr davon die für ein Gasturbinenkrafttwerk brauchbaren Komponentne weiter nutzen. von der Hochspannungsschalttanlage über Fundamente und Generatorhalle bis Kühlturm, Kühlwasserzufluß, Duschräme, Kantine und Pförtnerloge....

    Und eben kraftwerksbetriebserfahrendens Perosonal.

  • Antwort von Tiroler, Montag, 03.April, 09:17 Uhr

    Habt ihr schon einen Dummen gefunden, der euren Müll für lau abnimmt? Herr Söder hat bestimmt schon einen Plan.