52

Nächtliches Himmelsphänomen "Feuerkugel" beunruhigt Bayern

Rätselhafte Himmelsphänomene in Bayern sorgten in der Nacht für besorgte Anrufe bei der Polizei. Bei dem Himmelskörper soll es sich nach Experteneinschätzung um einen Meteoriten gehandelt haben, der wohl in der Atmosphäre verglüht ist.

Stand: 07.03.2016

"Feuerkugel" über Bayern | Bild: Erwin Filimon/ Sternwarte Gahberg

Der Leiter der Universitäts-Sternwarte München auf dem Wendelstein, Ulrich Hopp, bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, dass es sich bei dem Leuchten um einen Meteoriten gehandelt haben soll.

"Unsere Kameras auf dem Wendelstein haben das Phänomen aufgezeichnet, allerdings durch Wolken hindurch."

Ulrich Hopp, Leiter der Universitäts-Sternwarte München

Durch andere Sichtungen sei mittlerweile klar, dass es sich dabei um einen Meteoriten mittlerer Größe gehandelt hat: Ulrich Hopp schätzt ihn auf zwei bis drei Zentimeter (!) Durchmesser - immerhin größer als eine Sternschnuppe. Für Erwin Filimon von der Sternwarte Gahberg im Salzkammergut dürfte der Meteorit etwas größer gewesen sein - "bei dem hellen Schweif". Nur ein Bruchteil verglühe nicht und falle zu Boden. Laut Hopp kommt ein solches Phänomen bei uns ein bis zwei Mal jährlich vor.

"Feuerkugel" in Erdatmosphäre eingetreten

Aufgrund der besonders hellen Lichterscheinung spricht man von einer "Feuerkugel". Der Meteorit ist gestern Abend um 22.37 Uhr im Großraum Passau in die Erdatmosphäre eingetreten. Das sagte der Augsburger Astronom Dieter Heinlein, der für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das so genannte "Feuerkugelnetzwerk" betreibt, dem Bayerischen Rundfunk.

"Einige Beobachter haben Donnergrollen gehört. Das deutet darauf hin, dass Material des Himmelskörpers auch am Boden angekommen sein könnte."

Dieter Heinlein, Astronom

Mit Gewissheit lasse sich das jedoch erst nach einigen Tagen sagen, wenn die Beobachtungen genauer ausgewertet sind, so Heinlein. Die Wahrscheinlichkeit, die Überreste auch zu finden, sei dann nicht allzu hoch.

"Glühender Flugkörper" bei Polizei gemeldet

Wie das das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilt, ging die erste Mitteilung  am Sonntag um 22.37 Uhr ein. In der Nähe des Kernkraftwerkes Ohu bei Landshut hatte ein Zeuge eine grelle Lichterscheinung gesehen. Sofort losgeschickte Beamte konnten vor Ort aber nichts Verdächtiges entdecken.

Kurz darauf trafen aus dem Landkreis Straubing-Bogen bei der Polizei zwei weitere Mitteilungen ein: zunächst aus Neukirchen und dann aus dem nördlichen Landkreis an der Grenze zum Oberpfälzer Landkreis Cham bei Traitsching. Laut Polizei teilten die Anrufer glaubhaft mit, einen glühenden Flugkörper, der einen Schweif hinter sich her zog, gesehen zu haben. Auch Polizeibeamte machten ähnliche Feststellungen.

Beobachtungen auch in Schwaben

In Schwaben sahen auch zahlreiche Menschen ein grelles Licht und riefen bei der Polizei an. Nach Angaben der Polizeidirektion Schwaben-Nord in Augsburg gingen die Anrufe gegen 22.30 Uhr ein. Auch bei der Polizeidirektion Schwaben Süd/West in Kempten schilderte ein Anrufer ein Leuchten am Himmel. Die Beamten konnten aber nichts weiter feststellen, so ein Specher am Montagmorgen zum BR. Auch er tippte auf die Leuchtspuren eines Meteoriten.

Feuer bei Autobahn in Oberbayern gemeldet

In der Nacht haben sich auch bei der oberbayerischen Polizei etwa 15 Anrufer zwischen Landsberg am Lech und dem Chiemgau gemeldet und von dem Leuchten am Himmel berichtet. In der Nähe von Windach (Lkr. Landsberg am Lech) berichteten Anrufer sogar von einem Feuer neben der Autobahn. Die Feuerwehr rückte aus, fand aber nichts.

Hier wurde das Himmelsphänomen beobachtet


52

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

willibald Zollner, Montag, 14.März, 16:16 Uhr

46. Meteorit am 6.3.

Hallo, muß noch mal kurz nachschreiben, bin mir nicht mir sicher welches datum ich für den sichttag geschrieben hatte, es war der 6. märz, die genau Zeit weiß ich nicht aber es war so um 22.30

willibald Zollner, Montag, 14.März, 16:02 Uhr

45. Meteorit am 6. März

hallo, ich habe den Meteoriten auch sehr klar und deutlich gesehen ich war von Roding kommend in Richtung Operprommbach unterwegs in etwa mitte dieser Strecke sah ich rechts über dem Wald eine sehr hell leuchtende, mit fast weißem Licht -ähnlich wie das der Sonne, jedoch nicht so intensiv- es waren vor dem Meteoriten und seitlich der Flugrichtung kleine bunte Lichter zu sehen, das Objekt war rasend schnell eher nach unten unterwegs, leider sah ich es nur kurz, es verschwand unter dem Horizont des Waldes, zuerst dachte ich auch an eine Silvesterrakete, kam aber von der Meinung nach kurzem Überlegen wieder ab, weil es einfach dafür zu groß und zu schnell unterwegs war. mein nächster Gedanke war, das erzählst du niemanden die halten dich sonst für verrückt, aber auch von dieser Meinung kam ich wieder ab, man muß bedenken, daß es auch ein Objekt aus feindlicher Herkunft sein könnte, so entschloß ich mich nächsten Tag davon zu berichten, die Presse kam mir dedoch zuvor.

Demuth, Donnerstag, 10.März, 12:43 Uhr

44. Meteorit 6.3.2016

Auch in Bad Soden-Salmünster habe ich um 22.37 Uhr einen grellen Blitz am Nachthimmel gesehen und ein Grollen danach gehört, wie bei einem Gewitter. Das Licht war aber viel heller und auch das Geräusch des Donners hatte einen etwas anderen Klang als bei einem Gewitter. Danach war Ruhe.

Harald Barensteiner, Dienstag, 08.März, 18:48 Uhr

43. Feuerball

nach allem was ich jetzt gelesen und am Sonntag gesehen habe, bin ich umso
mehr überzeugt dass der Meteorit, wenn es denn einer war im Raum Landsberg
niedergegangen ist. Ich glaube nach wie vor dass es wenige zig Meter jenseits
der A96 war. Klar ist die Entfernung schwer einzuschätzen, ich hätte auch nicht
ein 2 cm Stück vermutet weil man ja nur den Lichtschein beurteilen kann.. und dieser
natürlich viel größer wirkt. Sollte es ein 2 cm Teil gewesen sein ist die Frage
wieweit es entfernt sein kann, wenn man es trotz Fahrgeräusch und Autoradio noch hört. Hat sich wie eine Silvesterrakete angehört.

Michael, Dienstag, 08.März, 08:38 Uhr

42. Supermeteor vom Sonntag

Da sieht man mal wieder wie Verblödet mittlerweile die Deutschen sind.
Wegen so was bei der Polizei anrufen ???
Wenn man so was beobachtet weis der normal durchschnittlich intelligenter Mensch
was das ist.
Und was soll die Polizei da nun machen - Die Erscheinung etwa Verhaften --- Kopfschüttel

  • Antwort von huggle, Dienstag, 08.März, 11:11 Uhr

    Inhaltlich stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Nur leider verliert Ihr Beitrag dramatisch an Schlagkraft durch ein etwas peinliches Eigentor, die intellektuellen Fähigkeiten unserer Landsleute betreffend: sieben Rechtschreib-, Grammatik- und Kommafehler in viereinhalb Zeilen Text zu packen, ist eine Leistung, die trotz Bildungsreform nicht dem bayerischen Durchschnitt entspricht ;)