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Falsche Richtung! Aktion gegen Geisterradler in Landshut

Immer wieder nutzen Fahrradfahrer gesetzeswidrig die falsche Straßenseite, um schneller und ohne Umwege unterwegs zu sein. Bei zwei Aktionstagen wird an ausgesuchten Stellen im Stadtgebiet auf das Geisterradeln und dessen Gefahren hingewiesen.

Stand: 14.09.2017

Hinweisschild für Radfahrer in Landshut | Bild: BR/Andreas Mack

Oft ist eine mangelhafte Infrastruktur dafür verantwortlich. Aber auch Unwissenheit und Bequemlichkeit, die zum Radeln auf der falschen Seite verleiten. Hier lauern Gefahren: Mit Radfahrern aus der falschen Richtung rechnen andere Verkehrsteilnehmer selten. So werden Kreuzungen, Einmündungen und Grundstücksausfahrten zu Gefahrenpunkten.

Geisterradler haften für Schäden

In Hamburg zum Beispiel warnen Hinweise auf einem Radweg vor Geisterradler.

Auch für entgegenkommende Radfahrer und Fußgänger sind Geisterradler ein Ärgernis, denn die Breite der Radwege ist oft nur eingeschränkt. Ausweichmanöver bergen immer ein Gefahrenpotential. Im Schadensfall muss der Geisterradler voll haften.

Am ersten Aktionstag am Donnerstag ging es darum, Radfahrern, die auf der falschen Seite unterwegs sind, direkt vor Ort ihr Verhalten und die daraus entstehenden Gefahren zu verdeutlichen. Dazu wurden unter anderem Informationsmaterialien verteilt.

Eine Woche später, am zweiten Aktionstag am 21. September, wird die Landshuter Polizei an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet kontrollieren und Geisterradler verwarnen.

Mängel über Netz melden

Durch die Aktion versucht die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei, das Phänomen des Geisterradelns in Landshut besser in den Griff zu bekommen, um mehr Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erreichen. In diesem Zusammenhang weist die Stadt auf die Online-Meldeplattform RADar! hin. Hier können Mängel der Radinfrastruktur per Internet oder via Smartphone einfach an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden.


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Kommentare

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wiesner, Donnerstag, 14.September, 21:14 Uhr

2. Radler auf der Strasse!

Wenn alle Radler bei nicht benutzungspflichtigen Radwegen konsequent auf der Strasse fahren würden, müssen diese überhaupt nicht für Schäden haften. Dann müssen die Autofaher besser aufpassen und langsam hinterherfahren. Und nach dem Aussteigen dürfen diese als Fusgänger blind die gemeinsamen Rad- und Gehwege benutzen.

T3fan, Donnerstag, 14.September, 10:56 Uhr

1. So einfach ist es nicht...

So einfach ist es nicht!
Wenn es entlang einer belebten Straße einen Radweg nur auf einer Seite gibt muss er in beiden Richtungen befahrbar sein, sonst wird der Gehsteig auf der anderen Seite automatisch zum Radfahren benutzt.
Unverständlich ist auch ,dass ein breiter Radweg nur in einer Richtung befahrbar ist, damit die (zugereisten) Anwohner zu ihren Autos gehen können,ohne rechts und links zu schauen.

  • Antwort von Marianne, Donnerstag, 14.September, 11:30 Uhr

    Unverständlich ist mir, dass ein breiter Radweg wenn beiderseits einer vorhanden ist in beiden Richtungen befahrbar sein sollte.
    Da geht es doch nicht nur um die Anwohner! Jemand der sowas fordert kennt die Örtlichkeiten nicht oder hat ein gestörtes Selbstbewusstsein! Die Gefahr, dass ein Geisterradler einen Fußgänger umfährt ist m. E. auf der Luitpoldstraße in Landshut geringer als die Möglichkeit selbst von einem abbiegenden Kraftfahrzeug übersehen zu werden.