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Bluttat in Freyung Mutmaßlicher Mörder schweigt vor Haftrichter

Der mutmaßliche Mörder einer 20-Jährigen aus Niederbayern hat sich nach seiner Verhaftung nicht zum Tatvorwurf geäußert. Auf Anraten seiner Anwälte habe der 22-Jährige vor dem Haftrichter keine Angaben zur Tat gemacht, sagte Walter Feiler von der Staatsanwaltschaft Passau.

Stand: 02.12.2016

Mann in Handschellen (Symbolfoto) | Bild: pa/dpa

Der mutmaßliche Mörder ist am Donnerstag von Spanien an die deutsche Justiz ausgeliefert worden. Die erste Nacht hat er in Untersuchungshaft im Passauer Gefängnis verbracht.

Nach Mord ins Ausland abgesetzt

Der 22-jährige Dominik R. steht in dringendem Tatverdacht, seine zwei Jahre jüngere Freundin getötet zu haben. Die Leiche der jungen Frau war am 12. November in einem Plastiksack versteckt in der gemeinsamen Wohnung in der Stadtmitte von Freyung (Lkr. Freyung-Grafenau) entdeckt worden.

Dominik R. flüchtete mit dem Auto der Getöteten nach Spanien. Mit dabei hatte er den gemeinsamen Sohn. Nachdem die ermittelnde Kripo in Passau einen Tipp bekommen hatte, nahmen spanische Spezialeinheiten den Tatverdächtigen in einem Appartementhaus in Lloret de Mar fest. Der kleine Luca wurde vorübergehend in einer spanischen Jugendhilfeeinrichtung versorgt.

Polizei vermutet Beziehungstat

Vermutet wird ein Beziehungsdrama. Das junge Paar soll sich vor einigen Wochen getrennt und wieder zueinander gefunden haben. Der Verdächtige ist der Polizei bekannt. Er war vom Amtsgericht Freyung wegen mehrerer Einbruchdiebstähle zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.


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