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Flutkatastrophe vor sechs Monaten Viele können noch immer nicht zurück in ihre Häuser

Vor einem halben Jahr brach nach tagelangen Regenfällen die Hochwasserkatastrophe über den Landkreis Rottal-Inn herein. Sieben Menschen wurden in den Fluten getötet. Noch immer können viele Menschen nicht zurück in ihre Häuser.

Von: Harald Mitterer

Stand: 01.12.2016

Mehr als 5.000 Haushalte waren von der Flut vor einem halben Jahr betroffen, bei der ein Sachschaden von mehr als einer Milliarde Euro entstand. Die Flutwelle machte allein in der Stadt Simbach am Inn innerhalb weniger Minuten Hunderte Menschen obdachlos.

Nicht alle werden Weihnachten Zuhause feiern können

Der Wiederaufbau weggerissener und schwer beschädigter Gebäude ist in vollem Gang. Noch immer aber konnten auch ein halbes Jahr nach der Flut viele Menschen nicht in ihre Häuser und Wohnungen einziehen. "Ein Großteil der Menschen konnte noch nicht wieder zurückkehren", sagt Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid (CSU) dem BR. Und er fürchtet, dass viele das große Ziel nicht schaffen werden, an Weihnachten wieder zu Hause zu sein.

Erste Gelder ausbezahlt

Zumindest ist die staatliche Fluthilfe inzwischen richtig angelaufen. Über mehr als die Hälfte der knapp 900 Anträge ist nach Angaben des Landratsamtes inzwischen entschieden. Auch die ersten Gelder sind ausbezahlt. Bis in Simbach am Inn, Triftern, Tann, Julbach, Anzenkirchen und den anderen betroffenen Orten allerdings wieder Normalität einkehrt, wird es noch Jahre dauen.

Bilder der Flut


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Kommentare

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Wolf, Donnerstag, 01.Dezember, 19:23 Uhr

4. Stallpficht für braune Hühner!

Manche dieser dunkeldeutschen Hetzgestalten benutzen sogar Umweltkatastrophen bei ihrer schwachsinnigen Suche nach einem Sündenbock. Im finsteren Mittelalter waren es die Juden....sind wir jetzt wieder soweit....bei vielen Kommentaren hier fühle ich mich wirklich ins Mittelalter versetzt. Bedürftige gegeneinander ausspielen,geht's noch fieser und verlogener!

  • Antwort von Rossch, Donnerstag, 01.Dezember, 20:30 Uhr

    @ wolf
    Ich kann ihnen nur beipflichten, der Gedanke mit dem Sündenbock kam mir auch.
    Zurück ins Mittelalter !

Nürnberger, Donnerstag, 01.Dezember, 13:25 Uhr

3. Zustimmung

@hergengockel.
Ganz unrecht hat hergenhuhn mit seiner Aussage nicht.
Und die nicht erfolgten finanziellen Hilfen haben auch nichts mit der CSU zu tun.
Das EU-Parlment wird jetzt erst mal 1. Dez ( !!!!! ) darüber abstimmen in welcher Höhe Mittel fließen wird.
Und wenn man bedenkt wie schnell heuer Gelder geflossen sind, die Flüchtlingswelle betreffend, dann ist es eine Schande,
dass viele Menschen in Simbach immer noch nichts bekommen haben.
Frage, weil ja maßgeblich die CSU genannt wird. Sagen Sie mir doch bitte mal, was bis jetzt an Bundesmitteln nach Simbach geflossen ist.
In dem Zusammenhang möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Erdbebenopfer in Italien schneller finanzielle Hilfe erhalten haben, als die Menschen in Simbach.

  • Antwort von hasan, Donnerstag, 01.Dezember, 17:57 Uhr

    Nein sie hat überhaupt nicht recht. Es ist einfach nur dreist, Hilfsbedürftige gegeneinander auszuspielen!
    Außerdem sollte sie froh sein, dass es in unserer Gesellschaft sehr viele "Gutmenschen" gibt, denn ohne
    dieses soziale Engagement würde es sehr vielen Menschen um einiges schlechter ergehen.

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 01.Dezember, 19:31 Uhr

    Wenn sie den Artikel lesen würden wüssten sie daß es nicht am Geld liegt sondern an der Größe der Aufgabe. Häuser lassen sich nicht einfach neu aufblasen,das wird jahre dauern. Und der Vergleich mit Italien stinkt,ersten durch die Menge der Schäden,zweitens wohnen in Italien Menschen in Containern deren Häuser vor über 10 jahren zerstört wurden....wollen sie "italienische Verhältnisse " ???

Franke, Donnerstag, 01.Dezember, 11:22 Uhr

2. Unseren Kommunal- und Landespolitikern fehlt der Weitblick!

Leider sind unsere Politiker und ihre Behörden noch nicht bereit, landesweit Regenmessstationen aufzustellen, welche ab einer zu hohen Regenmenge die Landratsämter alarmieren! Man könnte sich dann mit den Bauhöfen um die Bäche kümmern und somit an den bekannten Problemstellen einen Rückstau rechtzeitig verhindern oder die Anlieger rechtzeitig alarmieren. Erst am Montag bin ich mit diesem Vorschlag bei einer Bürgerversammlung in Kitzingen abgeblitzt! Auch Warnapps für das Handy wie NINA oder KATWARN stoßen auf wenig Interesse. Man nimmt das Geld lieber für den Wiederaufbau, statt für die Vorsorge! Das ist wie beim Krebs!

  • Antwort von Leonia, Donnerstag, 01.Dezember, 12:44 Uhr

    Starkregenereignisse überraschen die Kommunen plötzlich und dauern selten so lang, wie in Simbach. Zudem kann auch ein Bauhof nur dann etwas machen, wenn es sich zufällig um einen Staueffekt vor Brücken o.ä. handelt.
    Was notwendig ist, ist ein besseres Gewässermanagement, woran die Wasserwirtschaftsämter aber schon seit Jahren arbeiten. Häufig ist das größte Problem, Ausbreitungsflächen für die eingefassten Bäche und Flüsse ausweisen zu können, da die notwendigen Areale meist landwirtschaftlich genutzt werden und keiner darauf verzichten will.
    Bei uns in einer Gemeinde im Umland Münchens hat die Renaturierung eines innerorts gelegenen Bachtales schon mehrfach geholfen, Schäden für bachabwärts liegende Bebauung abzuwenden. Zum Glück war dies kein privates Areal und der Raum war dort noch nicht genutzt.

hergenhuhn, Donnerstag, 01.Dezember, 10:25 Uhr

1. sinnbach

...Flüchtlingen passiert das nicht. Die werden ja in Deutschland bevorzugt behandelt und bekommen von den Gutmenschen nur das feinste. Flüchtlinge müssen nicht warten bis die staatliche Fluthilfe anläuft.....

  • Antwort von hergengockel, Donnerstag, 01.Dezember, 12:06 Uhr

    Ach, sind jetzt die Flüchtlinge auch noch schuld daran, dass durch den bairischen Bürokratiewahn der CSU erst die Hälfte der knapp 900 Anträge entschieden sind und sich das Landratsamt damit brüstet, dass nach einen halben Jahr auch schon die ersten Gelder ausbezahlt sind? Bevor sie dumme Stammtischparolen posten, denken Sie doch mal nach, was die wirkliche Ursache der Probleme in Bayern und in Deutschland ist!
    Bis in Simbach am Inn, Triftern, Tann, Julbach, Anzenkirchen und den anderen betroffenen Orten allerdings wieder Normalität einkehrt, wird es noch Jahre dauern! Hoffentlich kommt nicht das nächste Hochwasser dazwischen! ... aber Hauptsache, die Bürokratie-Verursacher der CSU haben eine schöne Weihnachtszeit. Das Stimmvolk kann ja im Dreck hausen!

    Und nein! Ich wähle bestimmt nicht die AfD!!!! Da kämen wir vom Regen in die Traufe!

  • Antwort von Leonia, Donnerstag, 01.Dezember, 12:36 Uhr

    Mit Ihnen scheint die Phantasie durchgegangen zu sein, Sinnbach. Flüchtlinge leben langfristig in Unterkünften, die auch die Flutopfer Niederbayerns nicht lange akzeptiert hätten.

    Hilft es Ihnen, wenn Sie auf Schwächeren herumhacken?

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 01.Dezember, 19:34 Uhr

    Erstens heißt es Simbach,zweitens haben viele Flüchtlinge bereits Haus und Hof verloren und keine Versicherung zahlt,drittens wird mir bei solchen Kommentaren übel.