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Hahn gerissen Wolf aus Nationalpark wohl in Österreich unterwegs

Am 6. Oktober sind sechs der neun Gehegewölfe in Ludwigsthal ausgebüxt, nachdem ein Unbekannter das Tor geöffnet hatte. Ein Tier davon ist jetzt wohl im Großraum Linz unterwegs.

Von: Andreas Wenleder

Stand: 07.12.2017

Wolf im Freigehege Nationalpark Bayerischer Wald | Bild: picture-alliance/dpa

Einer der Wölfe, die im Bayerischen Wald aus einem Freigehege entlaufen sind, hält sich wohl in Österreich auf. Das bestätigte heute die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald. Das entlaufene Tier soll in der Region Linz einen Hahn gerissen haben.

Wolf aus dem Bayerischen Wald

Erste genetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass es sich um einen von noch zwei ausgebüxten Wölfen aus dem Bayerischen Wald handelt, sagte Nationalpark-Sprecher Gregor Wolf. Weitere Untersuchungen stehen aber noch aus. Dass ein Wolf vom Bayerischen Wald bis nach Linz zieht, sei nicht ungewöhnlich, sagt Gregor Wolf. Die Tiere könnten allein in einer Nacht bis zu 50 Kilometer zurücklegen. Die rund 150 Kilometer bis nach Linz sind daher für einen Wolf keine ungewöhnliche Entfernung.

Vom zweiten Wolf fehlt jede Spur

Am 6. Oktober waren insgesamt sechs der neun Gehegwölfe in Ludwigsthal (Lkr. Regen) entlaufen, nachdem ein Unbekannter das Tor geöffnet hatte. Drei Tiere davon sind mittlerweile tot. Einen Wolf erfasste ein Zug, zwei mussten erschossen werden. Ein Tier konnte lebend gefangen werden. Das Wolfsweibchen wurde in das große Wolfsgehege zurückgebracht.

Vom zweiten verbliebenen Gehege-Wolf in freier Wildbahn fehlt derzeit jede Spur. Er wird noch im Grenzgebiet zu Tschechien vermutet.


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Kommentare

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petra danis, Mittwoch, 13.Dezember, 16:47 Uhr

6. ludwigsthal gehegewölfe

es scheint sich doch nicht zu bewahrheiten, das entlaufene gehegewölfe nicht in der lage sind sich selbstständig zu ernähren. was wurde da für eine hektik verbreitet und das einzige was übrig blieb, die wölfe müssten getötet werden. ich hoffe das man sich endlich dazu durchringt, auf wölfe als anschauungsmaterial zu verzichten. wölfe sind freilebende wildtiere die nicht in ein gehege und sei es noch so groß, eingesperrt gehören. ich warte bis heute noch auf eine antwort des nationalparks, 1. wie und von wem wurde das schloß aufgebrochen. 2. welche bay. politker waren in dem abschußplan involviert. in wie weit ist die staatsanwalt mit ihren ermittlungen. bis heute ist stillschweigen über diese ganze affäre die unheimlich viele wolfsgegner auf den plan gerufen hat. dem wolf ist damit nicht geholfen worden im gegenteil, es wurde nur angst und schrecken verbreitet.

Anette Nacheiner , Mittwoch, 13.Dezember, 14:21 Uhr

5. Gehegewolf


Schön, dass es wieder nach längerer Zeit ein Lebenszeichen von einem der Gehegewölfe aus dem Nationalpark b. Lindberg gibt, der sich ja nun in Bad Kreuzen in
Österreich aufhalten soll. Bin froh darüber, dass er noch nicht verhungert oder abgeschossen wurde. Wie sich zeigt, ist er überlebensfähig. Da gibt es für die
Wolfsexperten eine Menge zu beobachten und lernen, wie er sich verhält. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass dieser Wolf aggressiv auf Menschen losgeht,
sondern er nur neugierig ist. Ich hoffe, dass er weiter in Freiheit lebt.

Andrea Häring-Pfauntsch, Mittwoch, 13.Dezember, 08:38 Uhr

4. Entlaufene Wölfe

Ein Wolf hat einen Hahn gerissen. Wenn bekannt ist, dass das ein Nationalpark-Wolf war und sich ein Tier dort aufhält, warum wird von dem Nationalpark Bayerischer Wald nichts unternommen? Vielleicht sollte man dem Jäger Bauernfeind ein Narkosegewehr zu Verfügung stellen! Herr Bauernfeind kam dem Wolf sehr nahe. Die Frage ist doch nach wie vor, sollen diese beiden Tiere überhaupt gerettet werden. Hier wäre eine Antwort von Herrn Wolf (Pressesprecher Nationalpark Bayerischer Wald) oder Herrn Leibl sehr interessant!!
Warten wir es ab!

Bibo, Donnerstag, 07.Dezember, 13:34 Uhr

3. entlaufene Wölfe

Dass er so weit gekommen ist, ohne größeren Schaden anzurichten als einen Hahn zu reißen, spricht dafür, dass er sehr gut zurecht kommt und Menschen meidet. Es spricht dagegen, dass die zwei anderen erschossen werden "mussten".

  • Antwort von Andrea Häring-Pfauntsch, Donnerstag, 07.Dezember, 17:20 Uhr

    Hallo Bibo,
    Sie sprechen mir aus der Seele.

Margarete Häring, Donnerstag, 07.Dezember, 07:51 Uhr

2. Zum Abschuss freigegeben

Leider wurde mein gestriger Kommentar nicht veröffentlicht, nun möchte ich heute nochmals "mein Glück" versuchen.
Ein Gehegewolf hat einen Hahn gerissen. Erste genetische Untersuchungen deuten auf den entlaufenen Wolf des Geheges hin.
Die DNA-Ergebnisse der gerissenen Schafe, die auch von den Wölfen gerissen worden sein sollen, dauerten WOCHEN. Nach einem Anruf bei Herrn Wolf (Pressesprecher des Nationalparks), der vor ca. zwei Wochen stattfand, war noch kein Ergebnis vorhanden.
Ist dies nun der endgültige, elegante "FREIBRIEF" für den Abschuss der Wölfe, da sie jetzt wieder den Menschen näher sind?
DIE JAGD BEGINNT!!!