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Gesunkene Donaufähre bei Mariaposching Kreistag beschließt Anschaffung einer Gierseilfähre

Eine sogenannte Gierseilfähre auf der Donau soll wieder die Orte Mariaposching (Lkr. Straubing-Bogen) und Stephansposching (Lkr. Deggendorf) miteinander verbinden. Das hat der Kreistag Straubing-Bogen beschlossen. Die alte Seilfähre war im Frühjahr gesunken.

Von: Kilian Neuwert

Stand: 01.12.2016

Die geborgene Fähre schwimmt auf der Donau in Mariaposching.  | Bild: pa/dpa

Die gesamten Kosten - inklusive Planung - betragen voraussichtlich 850.000 Euro. Bis die neue Fähre in etwa einem Jahr unterwegs ist, könnte eine gemietete Motorfähre den Fährverkehr übernehmen. Allerdings ist noch offen, ob es dafür eine Genehmigung gibt.

Kreistag beteiligt sich am Fährbetrieb

Der Nachbarlandkreis Deggendorf hat bereits vor rund einem Monat finanzielle Unterstützung für den Betrieb zugesichert. Gemäß einem Beschluss des Kreistags wird sich der Landkreis mit maximal 200.000 Euro pro Jahr am Fährbetrieb beteiligen.

Die alte Fähre war im Frühjahr gesunken. Zwei Fahrgäste und der Fährmann konnten sich schwimmend ans Ufer retten. Mit der Fähre gingen ein Traktor samt Anhänger und ein Kleintransporter unter. Schon damals war klar: "Eine Reparatur sei zwar behelfsmäßig möglich, aber nicht rentabel", bestätigte Landkreis-Pressesprecherin Christina Koblmüller dem Bayerischen Rundfunk. Bei einer notdürftigen Reparatur könnte die Fähre nur noch die Hälfte der bisherigen Last tragen. Dadurch könnten vor allem Traktoren nicht mehr transportiert werden, die die Fähre oft in Anspruch nehmen, sagte Koblmüller.

Weite Umwege

Der Fährbetrieb ist seitdem unterbrochen, weshalb die Menschen in der Region nun weite Umwege über die nächstgelegenen Donaubrücken in Kauf nehmen müssen. Pro Jahr nutzten zuletzt rund 20.000 Fahrgäste die Fährverbindung.

Rückblick: Die Bergung in Bildern

  • BR-Studio Ostbayern: Kilian Neuwert | Bild: BR Kilian Neuwert

    Kilian Neuwert berichtet für den BR aus Niederbayern und der Oberpfalz.


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