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"Schnowewetzn"-Festival in Regen Zehn Tage Lobgesang auf den Dialekt

Literatur, Kabarett, Musik, Theater und Vorträge - und all das in der großen Vielfalt bairischen Dialekte. In Regen läuft das Dialektfestival "Schnowewetzn". Zehn Tage lang soll hier die bairische Sprachkultur gefeiert werden.

Von: Renate Rossberger

Stand: 18.05.2017

Gerald Huber, "Obacht Bairisch!" | Bild: Bayern 2

Mit dem Festival sollen der Dialekt und das Selbstbewusstsein von Dialektsprechern gestärkt werden. Die Initiatoren sind der Regener Kultur-und "Drumherum"-Macher Roland Pongratz und der Autor Christian Fischer. Dialekt ist ihrer Auffassung nach Ausdruck von Tradition, Kultur und Identität, schaffe Gemeinschaft und Verbundenheit.

Der Trend geht zurück zum Dialekt

Junge Leute im Bayerischen Wald sprechen heute wieder bewusster Dialekt. Sie fühlen sich durch die zunehmende Dialektfreiheit in Ballungszentren wie München eher noch in ihrer Mundart bestärkt. Die Zeiten, in denen Dialekt verpönt war, sind vorbei, sagt Pongratz.

BR-Experte Gerald Huber zu Gast

Den Auftakt für die Veranstaltungsreihe machte am Donnerstagabend der BR-Redakteur und "Pro-Dialekt"-Kämpfer Gerald Huber im Regener Bank-Dachboden. In seiner beliebten Internet-Serie "Obacht Bairisch" präsentiert Huber regelmäßig Spezialitäten und Besonderheiten im bairischen Dialekt. Einige Kostproben von Hubers Kolumne finden Sie hier auf der Seite.

Am Freitagabend gibt es einen Vortrag des Sprachforschers Alfred Wildfeuer zu "Bairisch global." Bis 28. Mai stehen unter anderem Dialekt-Workshops, eine Lehrerfortbildung zum Thema "Dialekt im Schulunterricht", eine satirische Lesung mit dem Titel "Ois Sokrates, oda wia?" auf dem Programmn, außerdem am 27. Mai Musikkabarett mit dem Bairisch-Diatonischen Jodelwahnsinn. Höhepunkt soll zum Abschluss am 28. Mai (14 bis 21 Uhr) ein großer Poetry Slam mit dem Titel "Dialekt ist Blasmusik" sein. Hier geht's zur Festival-Homepage.


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