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Rathaus-Brand in Straubing Sicherungsarbeiten schreiten voran

Nach dem Brand des historischen Straubinger Rathauses schreiten die Sicherungsarbeiten der Brandruine voran. Wie die Stadt jetzt mitteilte, konnte inzwischen auch der Stadtturm gegenüber dem Rathaus wieder ans Stromnetz angeschlossen werden.

Stand: 30.11.2016

Die Geschäfte im Turm können morgen wieder öffnen. Bis Ende der Woche sollen jene Teile der Stadtverwaltung in neue Büros ziehen, deren Räumlichkeiten vom Brand betroffen waren.

Die Regierung von Niederbayern hat Hilfe versprochen. Auf einem Regional-Empfang des Bayerischen Rundfunks in Landau an der Isar sagte der scheidende Regierungspräsident Grunwald gestern Abend, dass die Regierung die finanziellen Hilfen koordinieren und zügig auf den Weg bringen könne.

Experten vor Ort

Gestern haben sich Fachleute ein genaues Bild von den Zerstörungen gemacht. Der Dachstuhl wird wohl nicht gerettet werden können.Wegen massiver Schäden am Gebälk wird der eingestürzte Dachstuhl des Rathauses wohl nicht mehr wiederhergestellt werden können. Zu diesem Ergebnis kamen Experten für Statik und Denkmalschutz bei einer Begehung des Gebäudes am Dienstag. Die Brandursache ist weiterhin unklar, die Polizei will das Rathaus mit einem Brandmittelspürhund absuchen.

70 Gemälde haben Brand überstanden

Unterdessen gibt es eine erste gute Nachricht: 70 Gemälde der lokalen Künstlervereinigung "Isargilde", die für eine Ausstellung im Rathaus gelagert waren, haben den Brand unbeschadet überstanden.

Im historischen Rathaus gehen derweil die Sicherungsmaßnahmen weiter. An der Rückwand des Gebäudes wurden zwei 15 Meter hohe Kamine abgebrochen. Im Treppenhaus und im ebenfalls zerstörten Blauen Salon bemühten sich die Einsatzkräfte, die Wände abzustützen.

Schwierig ist weiterhin die Sicherung der freistehenden, neugotischen Rathausfassade. Hier soll voraussichtlich heute ein Gerüst entstehen. Dann können auch die Absperrungen vor dem Rathaus weiter zurückgebaut werden, wie die Stadt mitteilt.

Hilfsangebote an die Stadt

Unterdessen gehen immer mehr Hilfsangebote bei der Stadt ein: Privatleute und Firmen bieten ihre Unterstützung an. Hier bitten die Verantwortlichen bei der Stadt Straubing um Geduld. Noch laufe die Bestandsaufnahme, erst dann könnten solche Angebote abgerufen werden. Eventuell noch in dieser Woche soll eine Hilfsaktion für Geschäfteinhaber anlaufen, die wegen des Rathausbrandes ihre Läden nicht öffnen können.

Söder sagt Hilfe zu

Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) hat finanzielle Hilfen zugesagt. "Wir lassen Straubing nicht allein. Wir werden jetzt genau prüfen, wie hoch die Schäden sind und welche Möglichkeiten es gibt, zu helfen. Auf jeden Fall wird es eine deutliche und kräftige Unterstützung", sagte der CSU-Politiker der Mediengruppe "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Rathaus soll wieder aufgebaut werden

Das Feuer hatte am Freitag große Teile des mehr als 600 Jahre alten Rathauses zerstört. Die Flammen im historischen Bereich des Gebäudes waren bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des Hauses geschossen. Verletzte gab es nicht. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) hatte am Wochenende bekräftigt, dass das Rathaus aus dem Jahr 1382 wieder komplett aufgebaut werden soll.

Einschränkungen bei der Stadtkasse

Telefonnummer für Bürger:

Die Stadt Straubing hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Nummer 09421/9440 erreichbar.

Unterdessen soll in Straubing die Stadtverwaltung so schnell wie möglich wieder handlungsfähig gemacht werden. Bereits am Montagnachmittag hätten große Teile der Behörde wieder den Betrieb aufnehmen können, sagte Stadtsprecher Johannes Burgmayer. Einige Dienststellen seien wieder an das Datennetz angeschlossen. Einschränkungen gebe es aber im Tourismusbüro und der Stadtkasse.

Millionenschaden

Beim Ausbruch des Feuers hatten Bauarbeiten im Rathaus stattgefunden. Ob diese für den Ausbruch verantwortlich waren, ist noch unklar. Bei dem Feuer entstand ein Schaden in Millionenhöhe

Bilder vom Straubinger Rathaus


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