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Erste Probebohrungen seit 50 Jahren Der Damm-Check in Vilshofen

Dort, wo Donau und Vils zusammenkommen, kann das Wasser bedrohlich werden, wissen Vilshofens Anwohner und erinnern sich an das Jahrhunderthochwasser 2013. Damals soll an ein paar Stellen das Wasser durch die Dämme gesickert sein. Halten die Dämme bei der nächsten Flut? Mit Probebohrungen will man das jetzt herausfinden.

Von: Martin Gruber

Stand: 18.10.2016

Probebohrungen an den Donau-Dämmen in Vilshofen | Bild: BR/Martin Gruber

Das Wasserschifffahrtsamt (WSV) Nürnberg führt derzeit sogenannte Standsicherheitsüberprüfungen durch. Um undichte Stellen zu finden, wird in die Dämme hineingebohrt. "Bis zu zehn Meter tief, um mit Rotationsbohrungen das Innere der Dämme zu untersuchen", sagt Hubert Tiede, Mitarbeiter einer sächsischen Baufirma. Er klopft das herausgebohrte Erdreich in einen Eimer. Der kommt wiederum zum Geologen.

Halten Dichtungskerne?

Baugrundgutachter Manfred Hickethier

Manfred Hickethier ist Baugrundgutachter und weiß von den Stellen, an denen vor drei Jahren Wasser durchgeflossen sein soll. "Auf den ersten Blick passt dieser Damm noch, er macht einen guten Eindruck. Aber wie es um den Untergrund steht und ob die sogenannten Dichtungskerne, die aus Ton oder Stahl sein können, halten, kann man auf den ersten Blick nicht beurteilen", sagt er.

Stadt Vilshofen machte Druck

Bohrungen direkt an der Vils.

Es ist der erste Check der Dämme in Vilshofen seit dem Bau vor über 50 Jahren und er wird mehrere Wochen dauern. Bürgermeister Florian Gams (SPD) und seine Vorgänger machten seit Jahren Druck beim zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt.

"Die Dämme müssen auf Herz und Nieren überprüft werden, damit wir beruhigt sein können."

Vilshofens Bürgermeister Florian Gams (SPD)

  • BR-Korrespondent Martin Gruber | Bild: Bayerischer Rundfunk Martin Gruber

    Korrespondent Martin Gruber berichtet aus Stadt und Landkreis Passau sowie Freyung-Grafenau.


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