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Millionenfund in Bogen Baggerfahrer gräbt Bargeld und Goldbarren aus

Nachdem ein 53-jähriger Unternehmer gestorben ist, wurde in dessen Garten in Bogen (Lkr. Straubing-Bogen) mit einem Bagger gegraben - und ein Millionenvermögen zutage gefördert. Jetzt muss nur noch geklärt werden, wem der Schatz zusteht.

Stand: 07.01.2016

 Im Garten des Anwesens eines vor wenigen Tagen gestorbenen Mannes ist ein Millionenvermögen gefunden worden. In mehreren Plastikbehältern waren Bargeld und Goldbarren vergraben. | Bild: dpa/pa

Das in mehreren Plastikbehältern feinsäuberlich verpackte Vermögen besteht laut Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer (CSU) aus Münzen, Geldscheinen und Goldbarren. Es werde derzeit im Tresor eines Sicherheitsunternehmens in Regensburg verwahrt. Das Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing betonte auf BR-Anfrage, dass die Obduktion des 53-Jährigen eine natürliche Todesursache ergab und damit die Angelegenheit für die Polizei abgeschlossen sei.

Aus Angst vergraben

Bürgermeister Schedlbauer ergänzte: "Im Hintergrund steht eine Erbauseinandersetzung." Das Vermögen stamme von einem 69-jährigen Mann, der es nach eigenen Angaben mit Zustimmung eines Freundes und Hauseigentümers in dessen Garten vergraben habe. Das Anwesen liegt am Rand eines Waldes, mehrere Kilometer außerhalb der Stadt Bogen. Nun sei der 53-jährige Hauseigentümer überraschend gestorben, der ältere Mann habe Angst um sein Geld bekommen und schnell versucht, den Schatz mit einem Bagger auszuheben. Die Erben des Grundstücks kamen dabei aber dazwischen.

Entscheidend sei nun, dass der 69-Jährige vor dem Nachlassgericht nachweisen kann, dass ihm das Vermögen wirklich gehört. Ansonsten fällt es mit dem Erbe, also dem Haus und dem Garten, an die Nachkommen des Verstorbenen.

Grabungen unter Kripo-Aufsicht

Die Gerüchteküche in Bogen brodelt, der Schatz-Fund hat auch überregional für Schlagzeilen gesorgt. Dem Bürgermeister ist das Aufsehen um die Angelegenheit unangenehm, weil die Beerdigung des Toten in seinem Heimatort im Landkreis Kelheim noch bevorsteht. Eines gibt er aber zu:

"Ich hätte auch gern den Schatz - wie wahrscheinlich viele andere."

Franz Schedlbauer, Bürgermeister von Bogen (CSU)

Die Baggerarbeiten nach dem vergrabenen Schatz fanden am Samstag (02.01.16) unter Aufsicht der Kriminalpolizei statt. Derzeit überwacht ein Sicherheitsdienst das Anwesen. Denn immer wieder fahren Autos langsam auf der entlegenen Waldstraße am Anwesen vorbei. Da hoffen wohl einige auf ein paar vergessene Goldbarren.


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