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"Blow-Ups" auf ostbayerischen Autobahnen Autobahndirektion rechnet nicht mit Problemen

In den vergangenen Sommern haben Warnungen vor plötzlich auftretenden "Blow-Ups" immer wieder für Tempolimits auf den Autobahnen in Ostbayern gesorgt. Dieses Jahr rechnet die Autobahndirektion Südbayern nicht mit größeren Problemen.

Von: Guido Fromm

Stand: 20.06.2017

Seit 2014 wurden auf den Betonplattenabschnitten der A3, A92 und zuletzt der A93 in allen kritischen Abschnitten Entlastungsstreifen eingesetzt, erklärte Josef Seebacher, der Sprecher der Autobahndirektion.

Verstärkt Kontrollfahrten

Diese fünf Meter breiten Streifen verringern den Druck, der beim Ausdehnen der Betonplatten entsteht. Anstatt dass eine Betonplatte plötzlich aufspringt, wölbt sich maximal der innerhalb der Streifen verwendete Asphalt auf - und kann dann abgefräst werden. Seebacher zufolge finden aktuell wieder verstärkt Kontrollfahrten statt, jedoch dürften auch die neuen Streifen auf der A93 inzwischen schon ihre größte Aufwölbung hinter sich haben, sodass kaum mehr nachgefräst werden dürfte.

Sogenannte "Blow-Ups", also plötzlich hochspringende Betonplatten oder Betonplattenteile, hatten in der Vergangenheit mehrere Unfälle zur Folge. Entstehen können sie ab einer Temperatur von etwa 28 Grad, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, wenn die Temperatur stärker schwankt.

Die Autobahndirektion will in den kommenden Jahren die Zahl der Autobahnkilometer mit Betonplatten in Bayern zurückschrauben. Aktuell wird zum Beispiel die Fahrbahn auf der A92 bei Erding erneuert.

Wie die Hitze den Beton sprengt

  • Guido Fromm | Bild: BR/Markus Konvalin Guido Fromm

    Guido Fromm ist Mitarbeiter im Studio Ostbayern in Regensburg. Dort ist er schwerpunktmäßig für die Regionalnachrichten zuständig.


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Kommentare

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Selim, Mittwoch, 21.Juni, 10:38 Uhr

3. Krass

Sollte der Sommerhitze gelingen, was der Vernunft nicht gelingt?
Ein Tempolimit erzwingen?
Immer öfter auf immer längeren Strecken?

Fleischmann, Johannes, Dienstag, 20.Juni, 14:17 Uhr

2. Deutschkenntnisse

"Autobahndirektion rechnet mit keinen Problemen" - und das auch noch in der Überschrift! Ihr könnt aber sonst schon richtiges Deutsch?
Richtig: ...rechnet nicht mit Problemen.
Ois was recht is!

  • Antwort von Selim, Mittwoch, 21.Juni, 10:48 Uhr

    Sind Sie sicher, dass Ihre Anmerkung heute noch Sinn machen?
    Ich glaube nicht, dass die Macher von Nachrichten und Events für solche Kleinigkeiten noch Sinn machen.
    Ich glaube eher, dass die Leute, die Wert auf eine einigermaßen richtige Sprechweise zu den ewig Gestrigen gehören,
    dass macht dann schon eher Sinn, weil dass wäre modern oder gibt es dafür eine schickere Worthülse
    schade, das ich nicht beser schlecht schreiben kan dass würde ihnen spas ergeben.

Manfred, Dienstag, 20.Juni, 11:46 Uhr

1.

Stimmt nicht ganz, die A94 ist nach wie vor betroffen, wie man aktuell in den BR Verkehrsmeldungen nachlesen kann.