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Resolution niederbayerischer Landräte Kein Atommüllendlager im Bayerischen Wald

Die Landräte in Niederbayern sprechen sich erneut klar gegen ein mögliches Atommüllendlager im Saldenenburger Granit aus. Bei ihrer Tagung am Donnerstag in Perlesreut (Lkr. Freyung-Grafenau) verabschiedeten sie eine Resolution.

Von: Martin Gruber

Stand: 17.02.2017

Fass mit Warnzeichen für Radioaktivität | Bild: pa/dpa

Die Kommunalpolitiker berufen sich dabei auf die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, die bereits 2007 Granit als Endlager für Atommüll für ungeeignet bewertet hat. Daran habe sich nichts geändert, so der gastgebende Landrat von Freyung-Grafenau, Sebastian Gruber (CSU).

Granit ist nicht geeignet

Zerklüfteter Granit wie im Bayerischen Wald biete nicht die notwendige Barriere-Wirkung. Weil die Endlagerkommission des Bundestags Granit neben Ton- und Salzgestein als mögliches Atomlager wieder ins Spiel gebracht hatte, befürchten die niederbayerischen Landräte, dass Saldenburger Granit wieder als potienzieller Endlagerort im Fokus der Standortsuche steht.

In der zweiseitigen Resolution weisen sie unter anderem auf die Transport- und Verkehrsproblematik hin, dazu auf die Nähe zu München und zum Nationalpark Bayerischer Wald.

"Wir wollen deutlich machen: Niederbayern fordert eine ausschließlich am Sicherheitsaspekt orientierte Standortsuche. Eine willkürliche Standortentscheidung wird Niederbayern nicht hinnehmen."

Passauer Landrat Franz Meyer (CSU)


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Kommentare

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websaurier, Samstag, 18.Februar, 23:47 Uhr

5. Bayern halt...


Profit und Nutzen waren/sind all die Jahre OK....
Pflicht und Lasten sollen gefälligst die anderen tragen....

Lausig und armselig !!

  • Antwort von Endlager, Sonntag, 19.Februar, 11:40 Uhr

    Bayern halt !
    Atommüll und Entsorgung nur ein bayrisches Problem ?!
    Wer macht es besser ?

Seppl, Freitag, 17.Februar, 18:21 Uhr

4. Hauptsache durchsetzbar?

Für den Bayerischen Wald spricht, dass er im Osten Bayerns liegt. Unfälle oder Emissionen weht der Wind aus dem Land.
Und noch mehr spricht für den Bayerwald, dass von der dortigen Bevölkerung nicht viel Widerstand zu erwarten ist. Das dürfte aus Sicht der Politik mehr zählen, als die geologische Eignung des Standortes.

  • Antwort von Dietrich W., Freitag, 17.Februar, 19:11 Uhr

    Irrtum, siehe WAA (war zwar in der Oberpfalz, kann man aber vergleichen)

  • Antwort von Hrdlicka, Freitag, 17.Februar, 19:57 Uhr

    Ach...liegt im Osten wie Tschernobyl, klar....dieser russische radioaktiven Niederschlag damals ist aber nicht quer über den Pazifik und Atlantik, sondern ziemlich direkt zu uns geweht worden Seppl...wohl verdrängt ?

Helmut, Freitag, 17.Februar, 16:04 Uhr

3. Same procedure as every year

Wenn wir am Prinzp festhalten, daß jedes Land seine radioaktiven Abfälle selbst lagert , nachdem es auch selbst davon profitiert hat, dann bleibt uns nur die Wahl aus mehreren Standorten, die alle nicht ideal sind. Willkürliche Entscheidungen, wie damals bei Gorleben sollten dabei ausgeschlossen sein.
Machen wir uns nichts vor: das Teufelszeug muss bestmöglich abgeschlossen bleiben, sonst fliegt es unseren Nachkommen wieder um die Ohren.
Wenn es keiner vor der Haustür haben will, dann haben wir es alle vor der Haustür , aber weniger gesichert. .

  • Antwort von R.B., Freitag, 17.Februar, 17:10 Uhr

    @Helmut, 16:04 Uhr
    Eine gute Idee; dass jeder Bundesland seinen Atommüll selbst lagern und/oder entsorgen muss.
    Aber ich glaube eher, dass sich für die Endlagerung sicher auch ein Standort im Ausland finden wird.

Hrdlicka, Freitag, 17.Februar, 14:08 Uhr

2. St.-Florian !

Das ist Sankt Florian in Reinkultur !

Christoph, Freitag, 17.Februar, 13:27 Uhr

1. Verlogen

Ist schon lustig, dass gerade die CSU jahrzehntelang für die Atomkraft gekämpft hat und als Ergebnis in Bayern auch die meisten Atomkraftwerke stehen. Und jetzt wenn es um den Müll geht, wollen sie ihn nicht. Also wenn es ein Lager geben soll dann in einer CSU Hochburg wie zum Beispiel im Bayrischen Wald.
Dummheit hat halt Konsequenzen

  • Antwort von Oliver S., Freitag, 17.Februar, 15:16 Uhr

    Dann hoffe ich aber mal, dass Sie Ihren Strom schön brav von einem Anbieter beziehen, der definitiv keinen Strom aus AKW bezieht. Wenn nein, lieber still sein ...

  • Antwort von Strom Kunde, Freitag, 17.Februar, 16:10 Uhr

    Mein Strom kommt zu 100% aus Wasserkraft.

  • Antwort von Christoph, Freitag, 17.Februar, 17:06 Uhr

    Mein Strom kommt von den SWM, die sind gerade dabei, ihn auf 100% erneuerbar umzustellen. Und die CSU hab ich auch noch nie gewählt.
    Deswegen muss ich auch nicht still sein haha :-)

  • Antwort von Seppl, Freitag, 17.Februar, 18:17 Uhr

    @Stromkunde: Sie glauben aber nicht wirklich, dass Wasserkraft umweltfreundlich ist? Die Wasserkraft gehört zu den übelsten Naturzerstörern. Und nicht mal klimaneutral ist sie. Aus den Staubereichen entweicht Methan, oft mehr, als wenn man den Strom mit Gas erzeugen würde.
    Die angebliche Umweltfreundlichkeit der Wasserkraft ist, zumindest was die Kleinkraftwerke betrifft, nur ein Werbetrick der Stromwirtschaft.

  • Antwort von Josef, Freitag, 17.Februar, 20:01 Uhr

    Na, ja Christoph, ich war damals schon in Wackersdorf unterwegs. Aber nur mal zur Klarstellung: Auch Sie beziehen Ihren Strom aus einem Verbund, selbst wenn Sie sich der Illusion hingeben, Sie hätten nur SMW, auch die leben indirekt von Strom aus den KKW, auch wenn Sie es nicht glauben. Sie sind nicht autark. Anders würde das gar nicht funktionieren.

  • Antwort von Stromkunde, Freitag, 17.Februar, 22:04 Uhr

    @ Seppl: Fake News! Sie haben Null Ahnung. Sind sie so ein Märchenerzähler von der CSU?