12

Streit unter Asylbewerbern 23-Jähriger zu drei Jahren Gefängnis verurteilt

Wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung hat das Landgericht Passau einen 23-jährigen Mann aus Afghanistan zu drei Jahren Haft verurteilt. Angeklagt war er wegen versuchten Totschlags. Die Tat stritt er bis zum Schluss ab.

Stand: 02.02.2016

Symbolbild: Landgericht Passau | Bild: Lars Martens / BR

Eine klare Tötungsabsicht gegenüber dem Opfer konnte die Große Strafkammer in dem Verfahren aber nicht erkennen. Im Mai vergangenen Jahres war der Afghane in einer Asylbewerberunterkunft mit einem Mitbewohner in Streit geraten.

Messer aus der Hand geschlagen

Als die Fäuste flogen, flüchtete der angegriffene Mann aus Uganda (27) in sein Zimmer und versperrte die Tür. Davon ließ sich der Afghane jedoch nicht aufhalten: Er brach die Türe auf und ging mit einem Messer auf seinen Kontrahenten los. Ein anderer Bewohner kam dem Opfer zu Hilfe und es gelang, dem 23-jährigen das Messer aus der Hand zu schlagen.

Berufung möglich

Die Auseinandersetzung hätte blutig enden können - so kam es nur zu leichten Verletzungen bei allen Beteiligten. Bis zum Schluss der Verhandlung stritt der Angeklagte den Tathergang ab - die Aussagen von Zeugen belasteten ihn jedoch schwer. Gegen das Urteil können der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft noch Berufung einlegen.


12