Nach Unfall bei Hutthurm Landkreis Passau ergreift Sofortmaßnahmen
Gefährliche Bushaltestelle an der B 12 bei Hutthurm im Landkreis Passau: Am Dienstag war hier ein 16-jähriges Mädchen von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Jetzt hat der Landkreis Passau reagiert.
An der Stelle sind ab sofort nur noch 60 Kilometer pro Stunde erlaubt, teilte das Landratsamt Passau mit. Vorher waren es 80. In einer Gemeinderatssitzung beschloss auch der Markt Hutthurm eine Sofortmaßnahme: Eine weiter entfernt gelegene Unterführung wird ab sofort besser beleuchtet und regelmäßig geräumt. Bisher hatte es dort keinen Winterdienst gegeben.
Mädchen fliegt mehrere Meter durch die Luft
Nach dem Bau einer neuen Überholspur war die Bushaltestelle verlegt worden. Viele Kinder und Jugendliche hatten den Umweg durch die düstere Unterführung gescheut. Stattdessen gingen sie über die vielbefahrene Bundesstraße.
So auch ein 16-jähriges Mädchen am Dienstag. Um 18.30 Uhr steigt es aus dem Bus aus, läuft ohne zu schauen über die Bundesstraße und wird von einem Auto erfasst. Das Mädchen wird mehrere Meter durch die Luft geschleudert - es liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat einen Unfall-Gutachter eingeschaltet.
Busaufsicht und neue Bushaltestelle geplant
Hutthurms Bürgermeister Hermann Baumann sagte, der Markt wolle vor Ort eine "Busaufsicht" organisieren. Der Leitende Baudirektor des Staatlichen Bauamts Passau sprach sich für eine neue Haltestelle in dem Bereich aus. Dadurch könnte die Länge des Umweges vom Haltepunkt bis zu der Unterführung verkürzt und die Akzeptanz bei den Schülern erhöht werden. Die Busgesellschaft RBO, die die örtliche Buslinie betreibt, will ebenfalls tätig werden. Sie will eine Änderung der Linienführung prüfen.

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