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Neujahrsempfang der Staatsregierung Einstimmung auf ein schwieriges Jahr 2016

Gestern Abend hat der bayerische Ministerpräsident zum traditionellen Neujahrsempfang in die Münchner Residenz eingeladen. Es kamen 1.600 Gäste aus Politik, dem öffentlichen Leben und andere honorige Bayern.

Von: Dominic Possoch

Stand: 09.01.2016

Alles beginnt mit dem Defilee, dem Vorbeimarsch der Gäste am Ministerpräsidenten. Heuer wurde in der Warteschlange zum Händeschütteln vor allem ein Ereignis beinahe von allen diskutiert: Die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln. Horst Seehofer kritisierte in diesem Zusammenhang vor allem die Flut an inflationären Vorschlägen, die nun von allen Seiten der Politik kommen. Man könne nicht immer erst dann reagieren, wenn etwas passiert.

"Wir werden da als Bayern sehr initiativ werden, was die Verfolgung von Straftätern angeht, was auch die erleichterte Abschiebung von Straftäter, wenn sie aus dem Ausland stammen, betrifft. Dies alles muss erfolgen, denn in der Politik findet zu viel Geschwätz statt und zu wenig Tat."

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)

Zuwanderung eines der zentralen Themen

Eines der zentralen Themen für Bayern sei auch in Zukunft die Zuwanderung, das betont Seehofer in seiner kurzen Ansprache. Allerdings nimmt er dabei das Wort Obergrenze dieses Mal nicht in den Mund, sondern er zitiert zum Abschluss sichtlich vergnügt, was ihm die Kanzlerin bei ihrem Besuch der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth gesagt habe: Was Bayern als Hauptankunftsland der Zuwanderer leistet, sei bewundernswert und ehrlicherweise würden das auch nur die Bayern schaffen.


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