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Neuer Firefox Der Feuerfuchs gibt mächtig Gas

Laut Entwickler Mozilla ist es der "beste Firefox aller Zeiten". Doch abseits vom erwartbaren Marketing-Getöse macht der neue Browser tatsächlich einen technischen Quantensprung. Und der bringt ein Plus an Geschwindigkeit.

Von: Achim Killer

Stand: 17.06.2017

Hauptquartier des Firefox-Entwicklers Mozilla in San Francisco | Bild: picture-alliance/dpa

Der neue Firefox Nummer 54 - dem haben die Entwickler von der Mozilla-Foundation quasi Feuer unterm Hintern gemacht: Schneller läuft er, und stabiler. Verantwortlich dafür ist seine neue Multiprozess-Architektur.

Jeder Tab ein eigener Prozess

Das heißt auf Deutsch: Teile des Feuerfuchs-Browsers werden wie ein eigenständiges Programm verarbeitet. Die können dann unabhängig voneinander abstürzen. Und man surft mit dem Rest vom Browser weiter. Damit läuft der Firefox 54 stabiler als alle seine Vorgänger und stürzt weniger häufig komplett ab.

In der Praxis bedeutet das: Wenn zum Beispiel ein einzelner Browser-Tab nicht mehr reagiert, stürzte bisher der gesamte (Firefox-)Browser ab, da er nur einen einzigen Prozess für alle geöffneten Tabs ausgeführt hat. Der neue Firefox dagegen lagert jeden Tab in einen eigenen Prozess aus - eine Technik die etwa der Konkurrenz-Browser Chrome von Google ebenfalls bereits beherrscht. So kann der abgestürzte Tab einfach separat geschlossen werden.

Firefox 54 nutzt Rechner-Ressourcen besser aus

Und schneller ist er auch, der neue Firefox: Durch die Multiprozess-Architektur ist es - wie der Name schon andeutet - außerdem möglich, die einzelnen Komponenten der Firefox-Software auf mehrere Prozessorkerne zu verteilen. Die werden ja ansonsten selten alle gleichzeitig benutzt. Der Firefox schafft es mit seiner neuen Technologie so, die vorhandenen Rechen-Kapazitäten des Computers besser auszunutzen.

  • Achim Killer | Bild: BR Achim Killer

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