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ARD Neue Audiothek geht an den Start

Ab sofort ist eine Smartphone-App für Android und IOS-Betriebsysteme in den entsprechenden App-Stores erhältlich, mit der die neue ARD Audiothek zur Verfügung steht.

Von: Jörg Wagner

Stand: 08.11.2017

Logo der ARD Audiothek | Bild: ARD

Sie kennen das vielleicht: Sie schalten das Radio an und hören: "Europas Afrikastrategie ist heute Thema bei 12/22". Das Thema interessiert Sie, aber nicht zu dieser Uhrzeit. Klar, irgendwo im Netz kann man das noch mal Nachhören. Wenn die Muse kommt stellt man fest: Audioinhalte haben gegenüber Fotos und Videos einen Nachteil - sie werden von Suchmaschinen sehr schlecht gefunden. Deswegen stellt die ARD seit Jahren auch Audios in der ARD-Mediathek oder auf den Homepages zur Verfügung.

Leicht bedienbar und übersichtlich

Doch für die mobile Audionutzung war dies viel zu umständlich. Jan Weihrauch, Programmdirektor von Radio Bremen, hatte zusammen mit einem Kollegen letztlich nicht nur die entscheidende Idee, sondern auch die Energie alle neun Landesrundfunkanstalten und das Deutschlandradio für das Projekt zu gewinnen.

"Lass uns doch mal all die tollen Audioinhalte, die wir haben, bündeln, dass sie in einer leicht zugänglichen App, die auch ein normaler Nutzer mal versteht, weil die normalen Podcast-Apps sind doch relativ technisch und nicht so schön. Lass uns da mal eine Audiothek bauen."

Jan Weihrauch, Programmdirektor Radio Bremen

Doch die Audioperlen von zehn Sendern zu vereinen brauchte Zeit. Mehrfach wurde der Start verschoben und die Konkurrenz rückt mit viel Geld auch auf dem Audiomarkt vor.

"Wir haben natürlich schon große Vorreiter. Wir haben irgendwie Spotify in diesem Bereich, im Bereich Video ist es Netflix und natürlich müssen wir schauen, dass wir die App so fein ausbauen, dass sie genau eben mit diesen großen Angeboten auch konkurrieren kann."

Florian Thoma, Software-Entwickler beim Bayerischen Rundfunk

Es ist nicht einfach nur eine Art Netflix für die Ohren

"Sie haben über diese Audiothek noch mal einen vertieften Einblick dann jeweils in die einzelnen Regionen der Landesrundfunkanstalten. Das kann ihnen keine Plattform der anderen bieten, also auch noch einmal diese regionale Verankerung."

Nathalie Wappler-Hagen, Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission und MDR-Programmdirektorin

Einige Angebote, wie beispielsweise ein Campino-Interview, sind sogar noch vor der Radioausstrahlung zu hören. Aber, was auch technische Plattformen wie Spotify schnell bemerkt haben: allein die Programmfülle macht es nicht.

"Wir haben aber festgestellt, wir können nicht einfach nur Algorithmen vertrauen. Es ist wirklich wichtig, dass ein erfahrener kompetenter Mensch da ist, der entscheidet, was eigentlich tatsächlich das Interessante ist in der App."

Thomas Laufersweiler, Redaktionsleiter ARD.de

Für Schauspieler Peter Lohmeyer als Produzent und letztlich Konsument ist die neue ARD-Audiothek-APP als Vielreisender eine extreme Erleichterung bei der Arbeit und Entspannung.

"Früher habe ich das aufgenommen auf Kassette. So. Ich sag da sofort 'ja' zu, weil das ist eine Möglichkeit für mich sehr übersichtlich, muss ich sagen, mir die Sachen rauszusuchen, die ich dann, was weiß ich, eben auf einer langen Autofahrt - im Zug höre, wo man womöglich, wenn das jetzt auch selbst im Radio kommen wird, plötzlich wäre das weg, so, nur weil man kein vernünftiges Netz hat, die Bahn bleibt an einem ungünstigen Punkt stehen, was sie ja manchmal macht. So."

Peter Lohmeyer, Schauspieler

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