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Elektrogeräte Zeitbomben im Wohnzimmer

Die Bundesnetzagentur warnt Verbraucher vor gefährlichen Elektrogeräten. In einer Wanderausstellung zeigt die Aufsichtsbehörde besonders gefährliche Exemplare. In manchen Fällen handele es sich um Zeitbomben im Wohn- oder im Schlafzimmer.

Von: Felix Lincke

Stand: 18.07.2017

Ausstellung der Bundesnetzagentur zu gefährlichen Elektrogeräten - gefährliche Glättbürste | Bild: picture-alliance/dpa|Henning Kaiser

Eine Glättbürste - der Griff kann 120 Grad warm werden und damit schwere Verbrennungen verursachen. Unsichere Elektrogeräte also können extrem gefährlich sein, und es sind immer mehr davon im Angebot. Ein Kühlschrank zum Beispiel löste den Hochhaus-Brand im Londoner Grenfell Tower aus.

Auf Gütesiegel achten

Kopfhörer, der den Radioempfang stört

Die Bundesnetzagentur zeigt in einem Film, wie eine billige Steckdose einen Zimmerbrand auslöst. Die Netzagentur spricht von einer Flut unsicherer Geräte. Gefährdet sei vor allem, wer sich Ramsch-Elektrogeräte im Internet bestellt: Verbraucher sollten auf das vorgeschriebene europäischen CE-Zeichen oder das deutsche GS-Siegel für geprüfte Sicherheit achten.

Geiz kann tödlich sein

Stofftier mit eingebauter Überwachungskamera

Wer nur auf den Preis schaue, könne leicht auf Ramsch hereinfallen, Geräte, die gegen jede Vorschrift hier vertrieben würden. Auch in einigen Läden würden Artikel verkauft, die in Deutschland verboten sind. Dazu gehören Designer-Glühbirnen, die den Radio-Empfang stören, oder illegale Störsender und Spionage-Kameras. Es gibt Drohnen ohne jede Zulassung oder heiß laufende Haartrockner.

1,25 Millionen dieser Geräte wurden im vergangenen Jahr von Behörden wie der Netzagentur oder der Zollfahndung aus dem Verkehr gezogen. Es gebe noch viel mehr davon, sagt der Branchenverband ZVEI und fordert mehr Kontrollen.


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Georg, Dienstag, 18.Juli, 11:40 Uhr

1. Elektro-Billigramsch - Zeitbomben im Wohnzimmer

Es ist schon erstaunlich - da wird über Billigramsch lamentiert, die Bundesnetzagentur warnt (!) wieder einmal und NIEMAND spricht an, WER eigentlich einen großen Teil der Verantwortung an der Verbreitung dieser "Zeitbomben" trägt: Internet-Plattformen wie Ebay, Amazon und andere Multiplikatoren, denen es letztendlich egal ist, WAS über ihre Plattformen verkauft wird, Hauptsache der Profit stimmt. Mit den Folgen und sicherlich auch Altlasten sollen sich Verbraucher und Länder (Steuerzahler !) herumschlagen.