5

Einstieg in den Pharmamarkt Nestlé zur neuen Strategie

Wenige Konzerne kontrollieren den internationalen Markt für Nahrungsmittel. Hersteller wie Nestlé oder Danone wachsen immer weiter. Doch den Aktionären geht es nicht schnell genug. So enttäuschte der Marktführer Nestlé mit den Ergebnissen für 2017. Die Margen waren rückläufig und der Ausblick für 2018 vorsichtig.

Von: Felix Lincke

Stand: 15.02.2018

Nestle logo is pictured on the Nestle headquarter before the 2012 full-year results press conference of the food and drinks giant Nestle in Vevey, Switzerland | Bild: picture-alliance/dpa

Verbrauchern sind Alete-Babynahrung, Caro-Kaffee, Herta-Wurst, KitKat und Maggi-Würze ein Begriff. Es sind Marken vom Marktführer Nestlé, der weltweit 330.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Nestlé braucht einen neuen Markt

Wie bei anderen Nahrungsmittel-Konzernen sollen viele Marken einen positiven Lebensstil und Gesundheit vermitteln, wie etwa teures Wasser, das in Plastikflaschen abgefüllt wird. Da dies auf Süßwaren nicht unbedingt zutrifft, und damit auch nicht so viel Geld zu verdienen ist, hat Nestlé das US-Geschäft davon an Ferrero verkauft. Frei verkäufliche Arzneimittel gelten dagegen als Zukunftssparte. Hier wollte der Schweizer Konzern von Merck in Darmstadt für vier Milliarden Euro rezeptfreie Medikamente übernehmen. Doch dieser Deal soll nun überraschend nicht zustande kommen.

Aktionäre fordern neue Ideen

Der neue Nestlé-Chef Mark Schneider, der vor einem Jahr vom Gesundheitskonzern Fresenius kam, will sich auf solche wachstumsstarken Felder konzentrieren. Schwächere Geschäftsbereiche sollen auch auf Wunsch einiger Aktionäre ausgemustert werden. Der Aktienkurs ist unter Druck, weil die neue Strategie die Anleger noch nicht überzeugt hat.


5