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Innenminister stößt auf Ablehnung De Maizière erntet Kritik für Vorstoß zu muslimischen Feiertagen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will über einen muslimischen Feiertag in Deutschland nachdenken. Für diese Idee erntet er viel Kritik - vor allem bei seinem Parteikollegen Bernd Althusmann. Er sieht dafür keinen Bedarf.

Stand: 13.10.2017

Muslime verneigen sich | Bild: BR

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte sich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wolfenbüttel offen gezeigt, in bestimmten Regionen Deutschlands muslimische Feiertage einzuführen.

"Ich bin bereit, darüber zu reden, ob wir auch mal einen muslimischen Feiertag einführen"

Thomas de Maizière

Generell seien die Feiertage in Deutschland aber christlich geprägt und das solle so bleiben. Aber: Allerheiligen sei auch nur dort Feiertag, wo viele Katholiken lebten, so der Innenminister weiter.

"Wo es viele Moslems gibt, warum kann man nicht auch mal über einen muslimischen Feiertag nachdenken."

de Maizière

Mit diesen Äußerungen stößt der Bundesinnenminister in der eigenen Partei, der CDU, auf Ablehnung. Der niedersächsische CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Bernd Althusmann konterte.

"Feiertage haben in Deutschland eine lange Tradition; für eine Änderung dieser gewachsenen Strukturen sehe ich keinen Bedarf."

Bernd Althusmann

Der niedersächsische CDU-Chef kritisierte auch den Zeitpunkt für de Maizières Vorstoß. Grundsätzlich hielte er die Diskussionen über religiöse Feiertage im Wahlkampf für ungeeignet.

In ganz Deutschland gibt es neun gesetzlich festgelegte Feiertage. Sie sind jeweils in den Sonn- und Feiertagsgesetzen der Länder festgeschrieben. Nur der Tag der Deutschen Einheit ist bundesrechtlich geregelt.


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reminder, Dienstag, 17.Oktober, 16:46 Uhr

36. Heuchelei

Wäre es nicht insgesamt ehrlicher und längst an der Zeit, die Anzahl der religiösen Feiertage zu reduzieren? Oder ist die Hoffnung, die dahinter steckt, dass die Muslime dann auch so träge und hohl werden, wie die Verteidiger des 'christlich-jüdischen' Abendlands?
Wann waren die Herrschaften, die sich hier so ins Zeug legen, wohl zuletzt in der Kirche, um wirklich dort zu beten (und nicht, um nur dort gesehen zu werden)? Wie bekommt man(n) das denn reinen Gewissens hin: Christliche Feiertage in den Medien hochhalten, zentrale christliche Werte im Alltag aber ansonsten mit Füßen treten und das Christentum damit zu einer folkloristischen Begleiterscheinung des Politbetriebs degradieren; auf einer Ebene mit dem Trachtenanzug, betrügerisch erworbenen Doktortiteln und der bierdunstig-dümmliche Kraftmeierei in diversen Festzelten? Und was sind das für 'Gläubige', die all das mitmachen?

Josefa Matz, Samstag, 14.Oktober, 19:12 Uhr

35. muslimische Feiertage in Deutschland

Es wäre schön, wenn religiöse Feiertage weltweit möglich wären und schöne Kirchen errichtet werden könnten.
Aber solange Christen von Muslimen nicht akzeptiert und verfolgt werden kann ich nicht zustimmen. Die christlichen Kirchen haben den Schritt auf andere Religionen zu zugehen auch mit viel mühsamem Ringen gemacht.
In der Vergangenheit haben da leider andere unrühmliche Auseinadersetzungen stattgefunden.
Heute dagegen hat man den Eindruck, das wir mit dem eigenen Mittel der Demokratie ausgehebelt werden. Auf dem Kinderspielplatz wäre es vergleichbar so: " Mama, mein Spielkamerad haut und tritt und bespuckt mich immer, aber Du sagst mir ich darf das nicht. Darf ich mich nicht wehren?"
Die ehrlichen, rechtschaffenen Muslime sollten sich viel stärker von üblen Machenschaften aus radikalen, aufgehetzten Brüdern und Schwestern distanzieren.
Ihr werdet sehen, wenn wir beim Sterben den Körper verlassen, wird EIN GOTT da sein für Alle,
J. Matz

I've Got Love On My Mind (Nathalie Cole), Samstag, 14.Oktober, 11:01 Uhr

34. Barbara - Fragen zum Kommentar 18 sind unbeantwortet

@Barbara

"Man kann sich aber nur an einen Gott binden, der auch wirklich ein Gott ist."

Und wer belegt das, dass dieser Gott ein wirklicher Gott ist? Der Glaube daran?
Wie kann man dann bei dieser unsicheren "Beweislage" anderen ihren Gott oder gar Götter absprechen?

Zeitungsleserin, Samstag, 14.Oktober, 09:50 Uhr

33. Wolfgang Bosbach

hat sich heute in der Welt geäußert: Wir sind ein Land, das seit Jahrunderten eine christlich - jüdische Prägung hat, keine islamische. Es gibt scharfen Gegenwind gegenüber der Äußerung von deMaiziere (wahrscheinlich hat er mal wieder einen Vorstoß im Auftrag von Angela gemacht) in den eigenen Reihen. Und wie man sieht, auch in Bayern - wen wunderts. Es gibt keine Veranlassung dafür, muslimische Feiertage einzuführen - klar, dass sich die muslimischen Verbände dafür aussprechen, sie wären dann wieder einen Schritt weiter. Aber dann wird es zum Eklat kommen. CSU/CDU - ade auf Nimmerwiedersehen!

Huber, Freitag, 13.Oktober, 22:59 Uhr

32. Katholizismus als Staatsreligion in Bayern - 100 Jahre Fatima

Ad Sylvia Kommentar 30 Katholizismus als Staatsreligion in Bayern - 100 Jahre Fatima

@Sylvia.

Stimmt. Die ersten Katholiken waren Hebräer, die ersten Protestanten, wie Martin Luder, genannt Luther, Ostdeutsche. Und Martin Luther hätte ja angeblich ... gewählt.

Da is was dran! Katholizismus als Staatsreligion ist definitiv der richtige Weg!
Für ein starkes Bayern!

20 Feiertage (katholisch) + 30 Urlaubstage = 50 freie Tage!
Und vor allem die richtige und wahre Religion dazu!

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute, Wahre, Schöne liegt so nah!

Post Scriptum: warum nicht einen Bericht über Fatima? Hat damals selbst die religionsfeindliche Presse darüber berichtet. Nur ein Vorschlag!